SCHWEINGRIPPE? SO CHECKT NISSAN SEINE ANGESTELLTEN

Der Autohersteller Nissan hat seine Mitarbeiter angewiesen, wegen der Schweinegrippe nicht mit Fieber zur Arbeit zu erscheinen – und kontrolliert jeden Einzelnen.

Um ganz sicher zu gehen, wurden am Eingang des Hauptsitzes Wärmesensoren installiert, teilte das Unternehmen am Mittwoch im japanischen Yokohama mit. Das Infrarot-Gerät mit der Bezeichnung «Thermo pix Ai» sei aus Bauteilen für die Temperaturüberwachung im Motorraum und bei Heckscheibenheizungen entwickelt worden.


Die Arbeitnehmer müssen laut Nissan lediglich ihr Gesicht im Abstand von 15 Zentimeter für drei Sekunden vor den Scanner halten. Ist die Körpertemperatur in Ordnung, gibt das Gerät mit einem grünen Licht den Eintritt frei. Bei mehr als 38 Grad Celsius geht aber ein rotes Licht, kombiniert mit einem akustischen Alarm an. Im Nissan-Hauptsitz in Yokohama sind rund 3000 Mitarbeiter beschäftigt.

Ersparnis durch eigene Entwicklung
Die Installation der Wärmesensoren wird auch in anderen Werken erwogen. «Nicht, dass wir unseren Mitarbeiten nicht trauen würden», sagte Nissan-Sprecher Hitoshi Kawaguchi, «aber einige gehen selbst dann zur Arbeit, wenn sie sich nicht wohl fühlen. Dann könnte das Virus zu anderen Mitarbeitern wandern.»

Die in Zusammenarbeit mit dem japanischen Maschinenbauer Chino entwickelte Maschine hat die Grösse eines dicken Buchs und kostet umgerechnet rund 2300 Euro. Ähnliche Geräte, die beispielsweise an Flughäfen eingesetzt werden, kosten Nissan zufolge das 30-Fache.

Quelle: tagesanzeiger.ch

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