NISSAN PIXO: KLEINER SPRINGINSFELD

Nissan PixoNissan bereichert mit dem kleinen Fünftürer namens Pixo die Palette der im Moment so gefragten Kleinwagen. Er kann ab Mitte April in seiner einfachen Version „Visia“ ab 7.990 Euro beim Händler bestellt werden, leider nur ohne ESP. Dank der neuen Regelung zur Abwrackprämie stört nun auch der Ausliefertermin Mitte Juni nicht mehr. Die besser ausgestattete „Acenta“-Version kostet ab 9.190 Euro. ESP gibt es nur gegen Aufpreis.

Der Pixo zeigt zwar ein Nissan-Gesicht, entstammt aber als zweieiiger Zwilling einer Verbindung mit dem ebenfalls japanischen Hersteller Suzuki, bei dem der Kleine auf den Namen „Alto“ hört. Beide stammen aus Indien. Die Kerndaten sind bei beiden Kleinen gleich: Karosserie mit fünf Türen und vier Sitzen mit einer von 3,56 Meter und einen Radstand von 2,36 Meter Radstand. Der Nissan kommt aber um rund einen Tausender billiger nach Deutschland.

Nissan PixoEs gibt bei Nissan nur einen Motor, einen Dreizylinder-Benziner mit einem Liter Hubraum und 50 kW / 68 PS Leistung, der bei einem Durchschnittsverbrauch von 4,4 Litern Super auf 100 km nur 103 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer emittiert und damit der sparsamste Euro5-Benzin-Motor seiner Klasse sein soll. Ebenfalls ungewöhnlich in dieser Klasse: Der Pixo wird optional mit einer Vier-Gang-Automatik geliefert.

Der Kleine kann eine Zuladung von knapp 400 Kilogramm bewegen – ein guter Wert in dieser Klasse. Allerdings bleibt hinter den Rücksitzen nur wenig Platz für den Einkauf und schon gar nicht fürs Reisegepäck, genau 129 Liter. Die Rücksitzbank ist auch nur bei der höherwertigen Version umklappbar.

Nissan PixoDamit ist klar, der Pixo versteht sich als Stadtfahrzeug. Dafür spricht auch sein kleiner Wendekreis von nur neun Metern, die recht gute Übersichtlichkeit und die Tatsache, dass er sich auf Landstraßen mit seinem Motor doch ein wenig schwertut, um in angemessener Zeit schneller zu fahren als innerorts vorgeschrieben. Von null auf 100 km/h braucht der Wagen 14 Sekunden.

Wenn die Stadt gepflegte Fahrbahnen aufweist, zeigt sich der Pixo von seiner besten Seite. Aber seine Federung ist so hart, dass man auch das kleinste Schlagloch zu spüren bekommt. Auf schlechten Wegstrecken wird er zu einem rechten Springinsfeld. Da helfen auch die Sitze mit nur ausreichendem Seitenhalt nicht wirklich. Der Innenraum tröstet dafür mit einer angenehm modernen zweifarbigen Gestaltung in nicht ganz billig wirkendem Kunststoff.

Nissan hat den Pixo in allen Belangen unterhalb des Micra angesiedelt, eben als Stadtwagen für kleines Geld und gutes grünes Gewissen. Ein Fahrzeug dieser Größe ist neu für Nissan. Deswegen hat man sich selbst das Ziel gesetzt, vier von fünf Pixo an Kunden zu bringen, die vorher noch keinen Nissan gefahren haben. Das liest sich sehr anspruchsvoll, relativiert sich aber, wenn man weiß, dass in diesem Jahr nur noch der Absatz von 5380 Pixo geplant ist. Das dürfte klappen, der Umweltprämie sei Dank. (ar/Sm)

Daten: Nissan Pixo Visia
Länge x Breite x Höhe: 3,57 m x 1,63 m x 1,47 m
Motor: Drei-Zylinder-Benziner mit 996 ccm, Euro5
Leistung: 50 KW / 68 PS bei 6000 U/min
Maximales Drehmoment: 90 Nm bei 3400 U/min
Wendekreis: 9,00 m
Leergewicht: 855 kg / 395 kg
Beschleunigung 0 auf 100 km/: 14 Sekunden bzw. 17 Sekunden mit Automatik
Höchstgeschwindigkeit: 155 km/ (Handschalter) 150 km/h (Automatik)
Verbrauch: 4,4 l Super auf 100 km, Automatik 5,2 l
Kohlendioxid: 103 g/km, Automatik 122 g/km
Basispreis 7.990 Euro

Peter Schwerdtmann
Quelle: auto-reporter.net

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