PATROL FÜR PATROUILLEN

Die Feldjäger erhalten ab März diesen Jahres ein neues Einsatzfahrzeug: den Nissan Patrol. Versehen mit einem entsprechenden Rüstsatz für Feldjägerfahrzeuge, wird er künftig den Einsatz unterschiedlicher Modelle im Feldjägerdienst überflüssig machen.

Nissan Patrol der BundeswehrDie Feldjägertruppe arbeitete mit den Fachleuten des Streitkräfteunterstützungskommandos, Abteilung Logistik, zusammen. Bereits im November 2007 reisten Militärpolizisten zur sogenannten Stellprobe nach Oldenburg. Gemeinsam mit den Experten des Fahrzeug-Umrüsters Intax – einem Vertragspartner der Bw-Fuhrpark-Service – prüften die Soldaten inwieweit ihre notwendige Ausrüstung im Nissan Patrol Platz findet. Funkgeräte, Waffenhalterungen und nicht zuletzt Blaulicht und Martinshorn gehören zu einem Einsatzfahrzeug. Oberfeldwebel Michael Froehlich von der dritten Kompanie des Feldjägerbataillons 252 war dabei. Er zeigt sich begeistert: „Der Neue ist ein Fahrzeug für alle Einsätze. Auf der Straße fühle ich mich sicher in diesem Auto, zugleich überzeugt es mich im Gelände. Unsere Möglichkeiten im Streifendienst sind deutlich erhöht worden.“


Zeitgemäße Technik
Nissan Patrol der BundeswehrBeim Patrol handelt es sich um einen Geländewagen mit langer Bautradition. Das robuste Antriebssystem bietet die Wahl zwischen Heckantrieb oder zuschaltbarem Allrad. Für extremes Terrain wird per Knopfdruck die 100 Prozent Differentialsperre und gegebenenfalls die Untersetzung aktiviert. Die klassische Konstruktion mit Ganzstahlkarosserie auf einem verwindungssteifem Leiterrahmen ist beim Passieren schwierigster Geländepassagen vorteilhaft. Auf der Straße genießen die Insassen aber die Vorzüge eines modernen Pkw. Eine Besonderheit des Patrol ist nämlich der vom Fahrer elektronisch abschaltbare Stabilisator an der Hinterachse. Auf der Straße ist dieser zugunsten einer hohen Wanksteifigkeit und Pkw-ähnlichem Fahrverhalten aktiv. Im Gelände, wo eine maximale Achsverschränkung gefordert ist, lässt sich dieses Bauteil per Knopfdruck ausschalten. Angetrieben von einem 3.0-Liter-Turbodiesel-Direkteinspritzer mit 116 kW/158 PS. Trotz dieser Leistungsfähigkeit verbraucht der Wagen im Schnitt nur 10.8 Liter Diesel pro 100 km. Vierventil-Technik, Ladeluftkühlung und ein Turbolader mit variabler Turbinengeometrie bringt deutliche Verbesserungen in puncto Kraftentfaltung, Emission und Verbrauch. Für die BwFuhrparkservice GmbH einige der Gründe, das Fahrzeug zu beschaffen. Sie ist für die Bereitstellung der Fahrzeuge verantwortlich. Die Auswahl geeigneter Modelle erfolgt in enger Abstimmung mit den Bedarfsträgern und mit dem Streitkräfteunterstützungskommando. Der Patrol stellt einen weiteren Schritt bei der Einführung einer neuen Generation handelsüblicher Fahrzeuge mit Sonderausstattung dar.

Feldjäger zufrieden
„Der Vorteil des Patrol ist deutlich: Es ist ein Fahrzeug für alle Einsätze, mit dem sich der Aktionsradius im Streifendienst deutlich erhöht“, gibt Oberfeldwebel Inga Orfert ihren ersten Eindruck wieder. Sie verfügt über einige Erfahrung im Feldjägerdienst. Jetzt endet eine Einsatzfahrt nicht mehr am Eingang des Truppenübungsplatzes, weil die Geländegängigkeit der bisherigen handelsüblichen Fahrzeuge nicht gegeben ist. Nicht zu unterschätzen: Das Erscheinungsbild als Militärpolizei ist mit dem neuen Nissan robuster als mit einem herkömmlichen Pkw. Angenehme Begleiterscheinung: Fahrer und Passagiere sitzen im Nissan Patrol angenehm aufrecht. So hat man einen sehr guten Überblick über das Verkehrsgeschehen oder das Gelände. Hier helfen auch die großzügigen Außenspiegel und das niedrig angebrachte Reserverad. Mit einer direkten Lenkung und einem Wendekreis von rund zwölf Metern lässt der Patrol vorzüglich rangieren. Dennoch bleibt für die Feldjäger der Mercedes Benz G-Klasse „Wolf“ auch weiterhin ein unverzichtbares Einsatzfahrzeug. Seine Robustheit und Zuverlässigkeit, sowie verschiedenste Rüstsätze und modulare Ausstattungsvarianten sorgen für eine optimale Funktionalität. Vor allem im Auslandseinsatz und in bestimmten Einsatzszenaren, wie zum Beispiel im Personenschutz.

Text: streitkraeftebasis.de

Fotos: Presse- und Informationszentrum Streitkräftebasis
Fotograf: Faller

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: