NEUE MACHBARKEITSSTUDIE GEPLANT

NISSAN PRÜFT PRODUKTION VON LITHIUM-IONEN-BATTERIEN IN PORTUGAL

– Absichtserklärung zwischen portugiesischer Regierung und Nissan
– Fertigung von Energiespeichern für europäischen Markt
– Engmaschiges Stromtankstellennetz ab 2011

Die portugiesische Regierung und Nissan prüfen die Möglichkeit einer industriellen Fertigung von Lithium-Ionen-Batterien in Portugal. In einer Absichtserklärung haben die Kooperationspartner dafür die Durchführung einer Machbarkeitsstudie beschlossen. Nach Japan wäre Portugal damit der zweite Nissan-Standort für die Produktion der fortschrittlichen Energiespeicher, die als Schlüsseltechnik zur Einführung von Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeugen gelten. Dem Land fiele eine tragende Rolle bei der Einführung und Vermarktung von Elektrofahrzeugen in Europa ab 2012 zu.

Bereits im vergangenen Jahr haben sich Nissan und der iberische Staat auf eine groß angelegte Kooperation zur Etablierung einer emissionsfreien Mobilität verständigt. Der Plan sieht den Aufbau eines umfangreichen Netzes von insgesamt 1.300 Batterieladestationen in ganz Portugal bis 2011 vor, während die Renault-Nissan-Allianz die Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb bereitstellt. Zudem werden unterschiedliche Anreize wie zum Beispiel Steuererleichterungen in Erwägung gezogen, die eine schnelle Verbreitung der umweltschonenden Stromer fördern sollen.

„Für Nissan ist diese Machbarkeitsstudie für ein mögliches Batteriewerk in Portugal ein bedeutsamer Meilenstein“, sagt Carlos Tavares, Executive Vice President von Nissan Motor. Co. „Zudem bringt sich Portugal damit als Vorreiter für die Einführung einer emissionsfreien Mobilität in Europa in Stellung.“

„2008 hat die portugiesische Regierung die Weichen für ein landesweites Netz an Ladestation für Elektrofahrzeuge gestellt“, ergänzt Manuel Pinho, Minister für Wirtschaft und Innovation. „Beim Einsatz erneuerbarer Energien nimmt Portugal eine weltweite Führungsrolle ein. Der Schlüssel zu einer nachhaltigen Energie- und Umweltpolitik führt dabei nur über Veränderungen im Transportwesen.“

Bereits im kommenden Frühjahr startet Automotive Energy Supply (AESC), das Gemeinschaftsunternehmen von Nissan und dem japanischen Elektronikkonzern NEC, am Nissan-Standort Zama (Japan) mit der Produktion von Lithium-Ionen-Batterien. Bei voller Auslastung sollen hier jährlich 65.000 Einheiten vom Band laufen. Im ersten Jahr plant Nissan mit einer Produktion von 13.000 Akkumulatoren. AESC soll eine gewichtige Rolle bei der Entwicklung, der Produktion und der Vermarktung von Lithium-Ionen-Batterien spielen.

Die Renault-Nissan Allianz hat zahlreiche Initiativen zur Förderung von emissionsfreier Mobilität gestartet. So arbeitet sie unter anderem mit den Regierungen in Israel, Dänemark, Portugal, dem Fürstentum Monaco, den US-Bundesstaaten Tennessee und Oregon sowie dem Bezirk Sonoma County im Norden des US-Bundesstaates Kalifornien zusammen. In Japan kooperiert Nissan mit der Präfektur Kanagawa und der Stadt Yokohama. Außerdem bestehen Kooperationsvereinbarungen mit Stromanbietern in Frankreich (Electricité de France EDF) und in der Schweiz (Energie Ouest Suisse EOS).

Quelle: Nissan

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