INFINITI ENTHÜLLT BEIM PEBBLE BEACH CONCOURS D’ELEGANCE 2017 DEN „PROTOTYPE 9“

Infiniti „Prototype 9“

Eleganter, vollelektrischer Roadster im Retro-Design enthüllt

Die Nissan Motor Corporation und der Premium-Automobilhersteller INFINITI haben anlässlich des Pebble Beach Concours d’Elegance 2017 mit dem „Prototype 9“ einen eleganten, vollelektrischen Roadster im Retro-Design enthüllt. Der „Prototype 9“ ist das Gesamtergebnis der Ideenvielfalt, der Kunstfertigkeit und des handwerklichen Könnens von Nissan Motor und INFINITI. Das Auto stellt eine Neuinterpretation eines Rennwagens aus den 1940er Jahren dar und die Umsetzung seines Retro-Designs erfolgte mit den traditionellen Fertigungstechniken aus dieser Zeit.

Infiniti „Prototype 9“

Alfonso Albaisa, Senior Vice President, Global Design:

„Der „Prototype 9“ ist eine glanzvolle Würdigung der Tradition des Einfallsreichtums, des handwerklichen Könnens und der Leidenschaft unserer Wegbereiter bei der Nissan Motor Corporation, auf deren Erbe wir heute aufbauen. Alles fing mit einer Frage an – was wäre gewesen, hätte INFINITI in den 1940er Jahren einen Rennwagen geschaffen? Würde man sich einen Rennwagen mit frei stehenden Rädern von INFINITI auf den berühmten Strecken dieser Zeit vorstellen – etwa auf dem Tamagawa Speedway in Japan – wie würde dieses Auto dann aussehen? Die Entwürfe waren fantastisch und die Idee war so spannend, dass wir einfach einen Prototypen herstellen mussten. Als intern andere Abteilungen davon erfuhren, haben sie freiwillig ihre Zeit geopfert, um ein fahrfähiges Fahrzeug zu schaffen.“

Perfektes Beispiel für den Unternehmergeist und die Leidenschaft bei INFINITI

So ist der „Prototype 9“ ein perfektes Beispiel für den Unternehmergeist und die Leidenschaft bei INFINITI für herausragendes Design. Von den anfänglichen Entwürfen bis hin zu dem in Pebble Beach präsentierten und fahrfähigen Exemplar ist der „Prototype 9“ das Ergebnis nachfeierabendlicher Anstrengungen eines passionierten und tatkräftigen Teams von Mitarbeitern der gesamten Nissan Motor Corporation.

Angetriebenen wird er von einem Elektromotor-Prototypen und einer Batterie der neuesten Generation aus der Abteilung „Advanced Powertrain“ der Nissan Motor Corporation. Dieser Link in die Zukunft steht den traditionellen Materialien und Techniken, die zur Herstellung des „Prototype 9“ genutzt wurden, diametral gegenüber. So wurden unter anderem die Karosserieteile von einem Team von „Takumi“ – speziell ausgebildeten Handwerksmeistern bei Nissan Motor – in aufwendiger Handarbeit hergestellt.

Infiniti „Prototype 9“

Roland Krueger, Chairman und Global President:

„Was als Idee nach der Arbeit begonnen hatte, entwickelte sich zu einem ausgereiften Prototypen. Unsere Designer und Ingenieure waren begeistert von der Vorstellung, eine Vision der Vergangenheit zu schaffen und so unsere früheren Mitarbeiter zu würdigen. Sie opferten ihre Zeit und immer mehr Mitarbeiter beteiligten sich. Ob Herstellung, technische Entwicklung, Design oder moderne Antriebssysteme, unsere Teams haben alle ihr Können bewiesen. Und doch wollten sie auch ihre eigene traditionelle Handwerkskunst in das Projekt einfließen lassen. So ließen sie den „Prototype 9“ als ein Gesamtergebnis ihres Einfallsreichtums wahr werden und würdigten dabei zugleich die Vergangenheit. Und das Ganze angetrieben durch einen zukunftsorientierten Elektroantrieb. Der „Prototype 9“ vereint moderne Technologien und viele von Hand gefertigte Details – eine Hommage an die Wegbereiter von INFINITI.“

„Der Prototype 9“ entstand in Anlehnung an eine Zeit, in der sich der japanische Motorsport stark zu entwickeln begann. Der speziell angefertigte Prince R380, der auch bei der Monterey Car Week beim Motorsport-Treffen „The Quail“ präsentiert wird, brach 1965 mehrere nationale Geschwindigkeitsrekorde, bevor er beim Großen Preis von Japan 1966 auf dem Fuji Speedway den Gesamtsieg holte. Prince Motor Company gilt als Japans erster Premium-Automobilhersteller und es lässt sich eine enge Verbindung zwischen dem Erbe des Unternehmens und der INFINITI Motor Company und ihrer aktuellen Modelle erkennen. Der R380, von nur noch ein Exemplar existiert, ist dasjenige Auto, mit dem seinerzeit der Sieg beim Großen Preis von Japan eingefahren wurde.

Infiniti „Prototype 9“

Alfonso Albaisa, Senior Vice President, Global Design

„Uns gefällt der Gedanke, dass INFINITI – mit seinem überragenden Design, seiner hohen Leistungsfähigkeit und seiner zukunfts-orientierten Technologie – so manche Gene mit der Prince Motor Company gemeinsam hat, die inzwischen ebenfalls Teil von Nissan Motors geworden ist. Der „Prototype 9“ ist das Ergebnis der in unserem Unternehmen tief verwurzelten handwerklichen Kunstfertigkeit und unserer Innovationskraft.“

Während die bisherigen und zukünftigen Modelle von INFINITI die Buchstaben „Q“ oder „QX“ im Namen tragen, steht „Prototype 9“ für etwas anderes. In Anlehnung an die Wurzeln des Unternehmens wird die Zahl „9“ im Japanischen „kyuu“ ausgesprochen, ähnlich wie der englische Buchstabe „Q“, der für alle Serienfahrzeuge des Unternehmens verwendet wird.

Prototype 9: Designer stellen sich vor; „was wäre, wenn…?“

„Wir sprachen über die Vorstellung, wie es wäre, zufällig einen unbekannten Rennwagen zu entdecken, der über Jahrzehnte in einer Scheune irgendwo auf dem japanischen Land verborgen war. Wir wollten herausfinden, wie er aussehen würde, aus welchen Materialien er gebaut wäre. Rennwagen mit frei stehenden Rädern aus dieser Zeit waren wunderschöne Fahrzeuge. Elegant, kraftvoll und von einer wundervollen zweckmäßigen Klarheit. Zuerst war es nur eine automobile Fantasie, dann aber hat uns die Vorstellung nicht mehr losgelassen, sodass wir schließlich zum Bleistift gegriffen haben.“

Infiniti „Prototype 9“

Alfonso Albaisa, Senior Vice President, Global Design

Ausgangspunkt für die Schaffung des „Prototype 9“ war ein Konzeptentwurf – eine Vorstellung von einem INFINITI-Rennwagen, inspiriert von Roadstern und Luftfahrzeugen der damaligen Zeit, jedoch hergestellt mit neuesten Materialien und modernster Technologie von heute. Von diesem Moment an war die Umsetzung des Entwurfs, die Schaffung des „Prototype 9“, unumgänglich.

Albaisa entwarf erste Zeichnungen des Fahrzeugs mit eleganten Linien und einer aeronautisch inspirierten Karosserie – gefertigt aus blankem Blech. Während zunächst nur enge Mitarbeiter davon wussten, verbreitete sich die Idee unter den Kollegen des Designteams von INFINITI in Windeseile. Etliche von ihnen riefen voller Begeisterung dazu auf, das Fahrzeug Wirklichkeit werden zu lassen. Der Entwurf löste so einen ungeahnten Dominoeffekt aus – jeder, der ihn vor die Augen bekam, war der Ansicht, dass dieser Idee mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte und bald entstand bei INFINITI der immer stärker werdende Wunsch, dass das, was man auf dem Zeichenbrett sah, auch tatsächlich umgesetzt werden müsse.

Weitere Designer des INFINITI Design-Studios im japanischen Atsugi begannen, eigene Beiträge zu den verschiedenen Details zu entwickeln – so machten sie machten zum Beispiel Vorschläge zur Form, zum Design und zu den Materialien, die für das Cockpit verwendet werden könnten. Das Team ließ der Leidenschaft für ästhetisches Fahrzeug-Design freien Lauf und machte sich nach und nach daran, den Entwurf in die Realität umzusetzen.

Anfangs nur eine gewagte Idee, entstanden nun maßstäbliche Designmodelle des Fahrzeugs aus Modellierton. Bald schon wurden Modelle in Originalgröße geschaffen. Obwohl es sich zu diesem Zeitpunkt noch immer um ein eher heimliches „Leidenschaftsprojekt“ handelte, sickerte die Idee in andere Teile der INFINITI Motor Company und schließlich im gesamten Mutterunternehmen der Nissan Motor Corporation durch. Die Leute merkten, dass im Design-Center etwas entstand, was ein bisschen anders war, als alles andere zuvor.

Japanische Handwerkskunst

„Die Schaffung des realen INFINITI „Prototype 9“ lief vollständig und völlig selbständig. Als wir begannen, an einem plastischen Modell zu arbeiten, verbreitete sich die Nachricht in Windeseile und es wusste nicht mehr nur der Kern des Design-Teams Bescheid. Andere Abteilungen meldeten sich und boten ihre Unterstützung an. Schließlich erfuhr das Produktionsteam von dem Projekt und hatte ebenfalls große Lust, das Fahrzeug zu bauen.“

Alfonso Albaisa, Senior Vice President, Global Design

Als das Produktionsteam von INFINITI vom „Prototype 9“ erfuhr, erklärte es sich sofort bereit, ihn zu bauen. Das Modell wurde streng geheim vom INFINITI Design-Studio in Atsugi zu einer abgelegenen Abteilung des Nissan Forschungszentrums in Oppama außerhalb Yokohamas in Japan verbracht. Hier konnte das Auto in größtmöglicher Ruhe gebaut werden. Es wurde ein Team von Takumi – speziellen Handwerksmeistern der Nissan Motor Corporation – gebildet, das den vom Motorsport und von der Aeronautik inspirierten Rennwagen erschaffen sollte.

Mit seiner Oberfläche aus blankem Blech ist der „Prototype 9“ das Ergebnis unzähliger Stunden sorgfältiger Konstruktionsarbeit. Das Design der heutigen Straßenfahrzeuge der Marke INFINITI ist von der Technik des Tiefziehens gekennzeichnet, durch die heutzutage die scharfen Konturen und glatten Karosserieflächen in der Serie gebaut werden können.

Weit entfernt von heutigen Fertigungstechniken erforderte dieses doch etwas andere Projekt ähnliche technische, jedoch stärker traditionelle Methoden der Fertigung.

Die beeindruckende Karosserie des Fahrzeugs besteht aus Stahlblechteilen, die um einen Stahl-Leiterrahmen herum gewickelt sind. Die Bleche wurden von den Takumi durch Hämmern bearbeitet und so in Form gebracht. Für den „Prototype 9“ arbeiteten die Karosserie-Spengler zudem die charakteristischen INFINITI-Design-Elemente ein: Den Doppelbogengrill, die an Haikiemen erinnernden Lufteinlässe hinter den Vorderrädern, die mit einer Linie durchzogene Motorhaube sowie den scharfen Konturen, die sich von der Front bis zum Heck ziehen.

In vielerlei anderen Hinsicht ist das Auto zudem ganz deutlich von den Prinzipien des aeronautischen Retro-Designs inspiriert. Den „Prototype 9“ zeichnen so glatte, aerodynamische Flächen, eine lange Motorhaube und kurze Überhänge, ein frei stehendes Cockpit und ebenfalls frei stehenden Rädern rundum aus. Auf die 19-Zoll-Zentralverschluss-Felgen sind sogar die an die damalige Zeit erinnernden Diagonal-Rennreifen aufgezogen.

Genau wie die Karosserie in Design und Verarbeitung ganz und gar vom japanischen Einfluss geprägt ist, entspricht auch das Cockpit dem heutigem Ansatz von INFINITI in Bezug auf das Innenraum-Design. Der Innenraum des „Prototype 9“, der vom für Innendesign zuständigen Team des Unternehmens von Hand geschaffen wurde, zeugt vom feinen Gespür für moderne künstlerische Gestaltung, welches auch bei Serienfahrzeugen von INFINITI und seinen seriennahen Konzept-Fahrzeugen so meisterhaft demonstriert wird.

Das individuelle Cockpit ist das Ergebnis zweier japanischer Konzepte im Bereich der Handwerkskunst: „mitate“ und „shitate“. „Mitate“ bezieht sich auf die Organisation und die Zusammenstellung der bestmöglichen Auswahl an Materialien. „Shitate“ bezeichnet die Kunst, ausgesuchte Materialien individuell zu bearbeiten und dabei deren wichtigsten Merkmale bestmöglich zur Wirkung zu bringen.

Mit diesem feinen Gespür für Details und Finish wurde das Cockpit in schwarzes Leder mit kontrastierenden roten Nähten gehüllt und so genäht und bearbeitet, dass es an frühere Rennwagen erinnert. Zudem wurden kleine japanische Flaggen in die integrierten Kopfstützen des Schalensitzes eingenäht.

Im Innenraum, in dem nichts den Blick des Fahrers auf die Straße ablenkt, dreht sich das Lenkrad um eine feste zentrale Einheit, in die die Armaturenanzeigen für den Fahrer integriert sind. Die Oberfläche dieser Einheit selbst besteht aus Aluminium, das mit einem Zapfenschliff versehen ist. Eine Bearbeitungstechnik, die so auch in der gesamten ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Flugzeugen zu finden war. Wie in den Flugzeugen dieser Zeit wurde dieses Muster ebenfalls per Hand hergestellt, indem mit dem Ende eines Korkbohrers der Zapfenschliff in die Aluminiumoberfläche „eingedreht“ wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte das Team für Innenraum-Design noch nie die Gelegenheit gehabt, dieses ausschließlich durch dieses Projekt inspirierte Finish umzusetzen.

Alfonso Albaisa, Senior Vice President, Global Design

„Die ästhetische Ausführung des „Prototype 9“ ist Ausdruck einer Kombination von Kunstfertigkeit, handwerklichem Können und dem Bekenntnis zu einer fast schon romantischen Bewahrung unseres Erbes. Diese Kombination inspirierte unsere Leute, in ihrer eigenen freien Zeit am „Prototype 9“ zu arbeiten. Sie waren voll und ganz in das Projekt involviert und die Details und Merkmale entstammen ganz ihrem persönlichen Engagement. Der „Prototype 9“ ist ein Werk, in das viele von uns sehr viel Liebe hineingesteckt haben.“

Der Elektromotor-Prototyp aus der Abteilung „Advanced Powertrain“ von Nissan

„Während das Wesen des INFINITI „Prototype 9“ in der Vergangenheit verwurzelt ist, wird er von einem Elektroantrieb der nächsten Generation angetrieben, der direkt in die Zukunft verweist. Er ist ein ausgezeichnetes Beispiel für den unveränderten Einfallsreichtum, das hohe handwerkliche Können und den Unternehmergeist in allen Bereichen unseres Unternehmens. Der „Prototype 9“ wird in Pebble Beach als dynamischer und fahrbereiter Prototyp stehen.“

Roland Krueger, Chairman und Global President

Als sich die Idee des Projekts in der Nissan Motor Corporation herumsprach, schlug ein Team von Antriebsingenieuren vor, das Fahrzeug mit einem Elektroantrieb der neuesten, sprich nächsten, Generation auszustatten. Der „Prototype 9“ ist das erste Fahrzeug von INFINITI mit diesem neuartigen Elektroantrieb der nächsten Generation – und zusammen in Kombination mit einer 30 kWh-Hochvoltbatterie ist dieser Elektromotor auch bis dato in noch keinem Fahrzeug gezeigt worden.

Der Motor hat eine Leistung von 120 kW und liefert ein Drehmoment von 320 Nm. Er treibt dabei über ein Eingang-Getriebe die Hinterräder an. Der „Prototype 9“ erreicht eine Höchst-geschwindigkeit von 170 km/h und beschleunigt in 5,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die maximale Fahrzeit im harten Rennstrecken-Einsatz beträgt ca. 20 Minuten.

Technische Spezifikationen

Karosserie und Fahrwerk
Aufbau Einsitziger Rennwagen mit Stahlleiterrahmen und handgefertigten Karosserieteilen aus Stahl
Antrieb
Aufbau Lithium-Ionen-Batterie mit Elektromotor
Batterietyp Lithium-Ionen-Batterie
Max. Leistung (Motor) 120kW
Max. Drehmoment 320Nm
Getriebe Eingang-Getriebe
Antriebssystem Hinterradantrieb
Aufhängung und Lenkung
Front Starrachse mit Längslenker und Querblattfedern
Heck De-Dion-Achse mit Querblattfedern
Lenkung Ohne Servo-Unterstützung
Dämpfer Hydraulische Rotationsdämpfer
Räder, Reifen und Bremsen
Räder Front 19-Zoll-Zentralverschlussfelgen
Heck 19-Zoll-Zentralverschlussfelgen
Reifen Front 450-19
Heck 650-19
Bremsen Front belüftete Scheibenbremsen ohne Bremskraftverstärker
Heck Unbelüftete Scheibenbremsen ohne Bremskraftverstärker

Technische Spezifikationen

Maße in mm
Länge 4.330
Breite 1.820
Höhe 910
Bodenfreiheit 65
Radstand 2.700
Spurbreite Front / Heck 1.550 / 1.570
Gewicht in kg
Fahrzeuggewicht 890
Gewichtsverteilung, Front/Heck 43 / 57
Leistung
Höchstgeschwindigkeit in km/h 170
Beschleunigung (0-100 km/h) 5,5 Sekunden

Quelle: Infiniti

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