FORTSCHRITTE BEI DER UMSETZUNG DES UMWELTSCHUTZPLANS

NISSAN LEGT ZWISCHENBERICHT ZUM GREEN PROGRAM 2010 VOR

– Fokus auf Kohlendioxid-Senkung
– Weltweite Partnerschaften zur Zero-Emissions-Mobilität
– Neubewertung der langfristigen Unternehmensstrategie

Die Nissan Motor Co., Ltd. hat ihren im November 2006 vorgestellten Umweltschutzplan „Nissan Green Program 2010“ aktualisiert und erste Zwischenergebnisse vorgestellt. Wichtigstes Ziel dieser umfassenden und ganzheitlichen Umweltschutzinitiative ist die massive Drosselung der CO2-Produktion. Angefangen bei der Entwicklung umweltschonender Antriebs- und energiesparender Produktionstechniken über effizientere Logistiksysteme bis hin zu umweltverträglicheren Anlagen haben dabei alle Unternehmensbereiche ihren Anteil an der Kohlendioxid-Senkung geleistet. Auf Basis dieser Zwischenergebnisse überprüft Nissan derzeit seine langfristige Strategie zur CO2-Reduktion und entwirft ein neues Maßnahmenprogramm zum Naturschutz.

Nissan setzt große Erwartungen in Elektrofahrzeuge (Electric Vehicle = EV) und hat sich gemeinsam mit Allianzpartner Renault das Ziel gesetzt, zu den weltweit führenden Anbietern sogenannter Null-Emissions-Fahrzeuge zu gehören. Folglich rückt die Entwicklung von Automobilen mit Elektroantrieb in den Mittelpunkt der Produktstrategie. Das französisch-japanische Herstellerbündnis verstärkt den Entwicklungsaufwand und arbeitet weltweit zusammen mit nationalen sowie lokalen Regierungen an ökologisch nachhaltigen Mobilitätskonzepten. Derzeit bestehen 27 solcher Partnerschaften.

Die wichtigsten Fakten aus dem Zwischenbericht:

1. Senkung des CO2-Ausstoßes
1.1 Langfristigen Ziele
– Gemäß des vierten IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) Zwischenberichts soll die globale CO2-Konzentration in der Atmosphäre den kritischen Wert von 450 ppm1 nicht überschreiten. Auf Basis dieser Erkenntnisse geht Nissan davon aus, dass der CO2-Ausstoß durch Neufahrzeuge des Unternehmens bis 2050 im Vergleich zur Jahrtausendwende um 90 Prozent verringert werden muss. Folglich bewertet der japanische Automobilhersteller derzeit das langfristige Szenario zur Reduzierung der CO2-Emission, das sich im nächsten Umweltschutzplan wieder finden wird, neu.

1.2 Produkte und Technologien– Im April dieses Jahres wurde auf dem Nissan-Heimatmarkt die sogenannte „ECO Series“ vorgestellt – Fahrzeuge, die nach dem neuen japanischen Steuergesetz als besonders umweltfreundlich eingestuft werden und deren Eigentümer von Steuererleichterungen profitieren. Dazu zählen 16 besonders spritsparende Varianten unter anderem der Modelle TIIDA, NOTE, MICRA oder CUBE.

– Im August 2008 präsentierte Nissan einen Prototypen mit Elektroantrieb, der insbesondere bei Beschleunigungs- und Fahrdynamiktests überzeugen konnte.

– Zwischen Januar 2008 und Juni 2009 hat die Renault-Nissan-Allianz insgesamt 27 Partnerschaften zur Entwicklung und Förderung der Zero-Emissions-Mobilität mit Regierungen, Kommunen und weiteren Organisationen geschlossen. Gemeinsam arbeiten sie am Aufbau einer alltagstauglichen Infrastruktur mit leistungsfähigen Stromtankstellen und prüfen sinnvolle Kaufanreize für EV-Kunden. Vereinbarungen der Allianz zur Etablierung einer abgasfreien Mobilität bestehen in Japan mit der Präfektur Kanagawa und der Stadt Yokohama, den US-Bundesstaaten Tennessee und Oregon, San Diego in Kalifornien, den Gemeinden von Phoenix und Tucson in Arizona sowie den Städten Seattle (Washington), Raleigh (North Carolina) und Washington (District of Columbia). Weitere Kooperationen bestehen mit verschiedenen Partnern in Israel, Portugal, Dänemark, Monaco, Großbritannien, Frankreich, der Schweiz, Irland, China, Hongkong und Singapur.

– Im April 2007 wurde die Automotive Energy Supply Corporation (AESC) gegründet, ein Gemeinschaftsunternehmen von Nissan und den Technologieunternehmen NEC Corporation und NEC Tokin Corporation. AESC hat sich zum Ziel gesetzt, schon 2009 die Großserienfertigung von Lithium-Ionen-Batterien zu starten.

– AESC soll zu einem der führenden Batterieunternehmen im Automobilbereich ausgebaut werden. Das Joint Venture stellt kompakte laminierte Akkumulatoren her, die doppelt so leistungsfähig wie zylindrische Nickel-Metallhydrid-Batterien gleicher Größe sind. Die energiereichen Speichereinheiten sind für unterschiedliche Applikationen in Hybriden, Plug-in-Hybriden und EVs vorgesehen und sollen weltweit Automobilherstellern zur Verfügung gestellt werden.

1.3 Produktionsverfahren und Logistik
– Im Vergleich zu 2005 konnte der durchschnittliche CO2-Ausstoß der weltweiten Nissan-Werke je Einheit in den Geschäftsjahren 2007 und 2008 um zehn Prozent reduziert werden. Geplant war eine Senkung um sieben Prozent.

– Für die Logistik liegen derzeit noch keine Werte vor. Die Umsetzung der Kohlendioxid senkenden Maßnahmen begann 2007.

2. Reduzierung anderer Abgase
2.1 Produkte und Technologien

– Ein X-TRAIL mit sauberer Dieseltechnologie der neuesten Generation war im September 2008 das erste Modell auf dem japanischen Markt, das die neuen Langzeit-Abgasrichtlinien des Landes erfüllt.

– Ein im Juli 2007 vorgestellter Katalysator für Benzinmotoren halbiert im Vergleich zu aktuellen Modellen den Bedarf an teuren Edelmetallen bei noch effektiverer Abgasbehandlung. Erstmals eingesetzt wurde der neue Katalysator in der dritten Generation des kompakten CUBE, die im November 2009 auch nach Deutschland kommt.

3. Recycling-Ressourcen
3.1 Produktion und Logistik
– Im abgelaufenen Finanzjahr haben fünf japanische Nissan-Werke, ein Verwaltungsgebäude und drei angeschlossene Produktionsstandorte eine Recycling-Quote von 100 Prozent erreicht.

– Die Wiederverwertungsrate von Nissan-Altfahrzeugen lag im Finanzjahr 2008 in Japan bei 95,7 Prozent.

4. Gesellschaftliche Aktivitäten
4.1 In Zusammenarbeit mit Regierungen, Gemeinden, weiteren Unternehmen und Forschungsinstituten fördert Nissan den Einsatz Intelligenter Transportsysteme ITS
– In Kooperation mit der Stadt Yokohama wird das Mobilitätskonzept „Project Zero“ zur CO2-Reduktion gestartet. Folgende Detailmaßnahmen sieht das Projekt vor:
1. Förderung verbrauchsarmen Fahrverhaltens
2. Verbesserung des Verkehrsflusses mit Hilfe neuer Routenplaner und Navigationssysteme
3. Programm zur Förderung von Elektrofahrzeugen
4. Quantitative Studie über die Projekt-Auswirkungen auf die Umwelt sowie Durchführung einer Aufklärungskampagne

4.2 Förderung spriteffizienten Fahrverhaltens
4.2.1 Erweiterung des CARWINGS Navigationssystems in Japan zur Schulung ökologisch geprägter Fahrstile
– CARWINGS-Nutzer können auf Webseiten entweder ihren persönlichen Durchschnittsverbrauch einsehen oder sich in Effizienzranglisten mit anderen Teilnehmern messen. Wöchentliche Tipps tragen zur Steigerung der Treibstoffeffizienz bei.

4.2.2 Neue Technologien für Kraftstoff sparendes Fahrverhalten– Seit August 2007 sind alle Nissan-Neufahrzeuge mit einer Spritverbrauchsanzeige ausgestattet.

– Im August 2008 stellte Nissan das „ECO Pedal“ vor – einen einzigartigen Spritsparassistenten, der zu einem effizienten Fahrstil verhilft. Eingesetzt wird das System erstmals im Laufe dieses Jahres in der Oberklasselimousine Infiniti M.

4.2.3 Schulungsmaßnahmen– Seit vergangenem Jahr veranstaltet Nissan unter anderem auf seiner Teststrecke in Oppama Lehrgänge zur Verbesserung der individuellen Fahrweise. Kunden können hier ihre Fahrstil prüfen lassen und erhalten von Nissan-Experten Tipps, wie sie einen noch geringeren Kraftstoffverbrauch erzielen können.

– Zusammen mit lokalen Gemeinden startet Nissan in Japan jetzt den „E-1 Grand Prix“, einen Spritspar-Wettbewerb, bei dem sich Kunden mit anderen Autofahrern messen und dabei ökologische Fahrtechniken erlernen können.

Unter dem Namen „Blue Citizenship“ hat Nissan ein umfangreiches Maßnahmenpaket zum Schutz der Erde veröffentlicht und präsentiert damit seine Vorstellung einer Symbiose zwischen Menschen, Fahrzeugen und der Natur. Die Anstrengungen zur Entwicklung einer nachhaltig mobilen Gesellschaft reichen von globalen Themen wie dem Umweltschutz bis hin zu lokalen Aktivitäten. Aufbauend auf der Unternehmensphilosophie „Blue Citizenship“ wird das Unternehmen seine Umweltschutzziele aus dem Nissan Green Program konsequent verfolgen und umweltschonende Technologien, Produkte und Dienstleistungen im Markt einführen.

1 ppm = parts per million (Angabe zur Stoffkonzentration)

Quelle: Nissan

3 Responses to FORTSCHRITTE BEI DER UMSETZUNG DES UMWELTSCHUTZPLANS

  1. peter sagt:

    Ich finde es gut, dass Umweltfreundlichkeit und umweltschonende Antriebe immer sträker im kommen sind.

    Das Green Program von Nissan ist sicher ein richtiger Schritt in die Zukunft.

    Ich bin schon auf die zukünftigen Modelle von Nissan gespannt. 🙂

  2. Cleo sagt:

    Ja, da gibt’s ja im Moment so einiges Neues vom Hause Nissan. Ich find’s auch spitze, dass sie vor allem in eine saubere Umwelt investieren, aber zur selben Zeit immer mehr Modelle entwickeln.
    Nur weiter so!

  3. Patriarch sagt:

    Eine Verbreiterung der Modellpalette bei Elektroautos ist auch notwendig, wenn man Alternativen zu konventionellen Fahrzeugen schaffen will.
    Nissan ist hier gut unterwegs. Die strategische Partnerschaft mit Renault hilft Goshn und seinem Team zudem sich auf eine breite Basis bei der Entwicklung stellen zu können.

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