FINALLAUF DER FIA-GT-MEISTERSCHAFTEN 2009 IN ZOLDER

BREMSPROBLEM VERSALZT SAISONABSCHLUSS

– Nissan GT-R nach gutem Rennbeginn nur auf den hinteren Plätzen
– Platz acht in der GT1-Klasse
– Neues Aerodynamikpaket zeigt Wirkung

Beim Finallauf der FIA GT Meisterschaften 2009 in Zolder musste sich der neue und bereits nach dem GT1-Reglement für 2010 vorbereitete Nissan GT-R mit einem Platz auf den hinteren Rängen begnügen. Von Startplatz acht aus konnte der Wagen mit der Startnummer 35 streckenweise zwar einmal mehr mit einer sehr guten Performance überzeugen; Probleme an der Bremsanlage warfen das Team jedoch weit zurück. Trotz des enttäuschenden Saisonabschlusses zeigte das Rennauto im Qualifying wie im Rennen großes Potenzial und eine starke Leistung. Nissan Motorsport und das kooperierende Team Gigawave MotorSport sammelten zudem wertvolle Erkenntnisse über das neue Aerodynamikpaket, das den Abtrieb auf der Hinterachse steigern soll.


Von Platz acht aus übernahm der Deutsche Michael Krumm auf Slicks den Startstint des auf zwei Stunden angesetzten Rennens. Über Nacht hatten die Nissan-Mechaniker noch einige kleinere Änderungen am Setup vorgenommen, die die Fahrer nach dem Qualifying vom Vortag angeregt hatten. Die neuen Einstellungen zeigten auch die gewünschte Wirkung und Krumm schob sich zwischenzeitlich sogar auf Platz vier vor. In Runde 33 steuerte der Deutsche die Boxenstraße an und übergab das Steuer an seinen Partner Darren Turner. Vollgetankt und mit neuen Reifen versehen, reihte sich der Brite anschließend auf Rang neun wieder ins Feld ein und machte sich wie sein Teampartner zuvor daran, die Wettbewerber zu überholen. Doch ein Problem an der Bremsanlage stoppte die Fahrt frühzeitig. Der Defekt wog so schwer, dass das Team das Auto an die Box zurückrufen musste und der GT-R weit zurückgeworfen wurde.

„Wir haben eine Reifendruckanzeige im Auto, die einen unnatürlichen Druckanstieg im linken Hinterrad signalisierte“, schildert Turner den Vorfall. „Ich begann, mir Sorgen zu machen. Wie sich herausstellte, erhitzte sich aufgrund von Problemen an der Bremsanlage das komplette Rad und der Reifendruck stieg an. Nachdem wir beim unplanmäßigen Boxenstopp Bremssattel und -scheiben gewechselt hatten, war alles wieder im grünen Bereich und ich konnte wieder an die guten Rundenzeiten anknüpfen. Aber wir hatten zuviel Zeit verloren, sodass das Resultat nicht unseren Erwartungen entsprach.“

Rund 24 Minuten benötigten die Nissan-Mechaniker für die Reparaturen, und als das Fahrzeug wieder zurück auf die Strecke ging, blieben Turner nur rund 20 weitere Rennminuten. Zum Schluss musste sich das Team mit einem achten Platz in der GT1-Klasse zufrieden geben.

„Das Auto hat wieder einen Sprung nach vorn gemacht“, so Michael Krumm nach dem Rennen. „Dementsprechend enttäuscht waren wir, als sich der Bremsdefekt einstellte. Wir haben das Problem identifiziert und schnell behoben, sodass es in Zukunft nicht wieder auftreten wird.“

Yasuharu Kamei, Team-Leiter Nissan Motorsport, kommentierte das Rennen wie folgt: „Mit dem Ergebnis sind wir nicht zufrieden. Seit dem Shakedown haben wir kein Problem dieser Art erlebt. Dennoch konnten wir das neue Aerodynamikpaket im Renneinsatz testen. Mit der tatkräftigen Unterstützung unseres Partners Gigawave MotorSport ist der GT-R während der letzten Monate kontinuierlich verbessert worden. Wir blicken deshalb auch hoffnungsvoll auf die bevorstehende erste volle Saison der FIA-GT1-Weltmeisterschaften.“

Quelle: Nissan

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