FINALE ZUR JAPANISCHEN SUPER-GT-MEISTERSCHAFT

PLATZ ZWEI ZUM ABSCHIED DES NISSAN 350Z

– Treluyer/Hoshino im Calsonic-350Z zeigen in Fuji die beste Saisonleistung
– Michael Krumm als bester Nicht-Honda-Pilot auf Platz fünf der Endtabelle
– Für die nächste Saison steigt Nissan auf den neuen GT-R um

Das 100. Rennen seit Gründung der japanischen Super-GT-Meisterschaft im Jahr 1994 war zugleich das Abschiedsrennen für den seit vier Jahren aktiven Nissan 350Z (Fairlady Z). Nach einer neuen Rekordzeit im Qualifying von 1.33,022 Minuten war der Franzose Benoit Treluyer von der Pole-Position in das Saisonfinale 2007 am Fuße des Mount Fuji gegangen. Doch im Rennen musste der Nissan-Pilot zu Beginn der 20. von 66 Runden den Honda der späteren Sieger Duval/Carbone passieren lassen. So reichte es am Ende für den blauen Calsonic-350Z nur zu Platz zwei, was dennoch die beste Saisonplatzierung für das private Team bedeutete.

Die beiden Werks-NISMO-Autos dagegen standen auf verlorenem Posten: Michael Krumm musste mit 45 Kilo Zusatzgewicht starten und konnte wegen schnell nachlassender Reifen nie wirklich attackieren. Im Kampf um Platz acht kollidierte sein Teamkollege Tsugio Matsuda dann noch in der letzten Runde mit dem Honda der bereits vor dem Rennen als Meister feststehenden Paarung Ito/Firman, was eine Zeitstrafe und den Rückfall auf Platz neun bedeutete. In der Fahrerwertung landeten Krumm/Matsuda als bestes Nicht-Honda-Team auf Platz fünf; in der Teamwertung, bei der keine Ergebnisse gestrichen werden, belegten sie dagegen den hervorragenden zweiten Platz. Und noch gleich zweimal gab es für Krumm Grund zur Freude: In der ewigen JGTC-Punktetabelle hat der Reutlinger seinen Ex-Teamkollegen Eric Comas mittlerweile an der Spitze abgelöst. Und 2008 steht ein neues Wettkampfgerät bereit: der neue GT-R, mit dem er am 29. Oktober in Suzuka schon erste Testfahrten bestritt. Zur Erinnerung: 2003 wurde Krumm mit einem Nissan Skyline GT-R zum letzten Mal japanischer GT-Meister.

Die Geschichte des Finalrennens 2007 ist ansonsten schnell erzählt: Nach dem Start nutzte Treluyer bei 17 Grad Außen- und 25 Grad Asphalttemperatur den Vorteil der besten Startposition und schob sich zunächst an die Spitze. Hinter ihm überholte Loic Duval im späteren Siegerwagen in der siebten Runde den zweitplatzierten Honda von Kaneishi und schob sich in der Folge auch schnell an den führenden Nissan heran. Zum Beginn der 20. Runde kam es zum Führungs-wechsel. Genau zu diesem Zeitpunkt kollidierten auch die beiden 350Z von Sebastien Philippe und Satoshi Motoyama, was beide schon früh um ein Top Ten-Ergebnis brachte. Auch nach dem vorgeschriebenen Boxenstop hieß die Reihenfolge Honda-Nissan-Honda. Zwar versuchte der NSX von Kaneishi den nun von Kazuki Hoshino gesteuerten 350Z anzugreifen, doch zog dieser aufgrund seiner höheren Endgeschwindigkeit auf den Geraden immer wieder davon.

Michael Krumm wird auch 2008 wieder für Nissan fahren und wünscht sich insgesamt wieder mehr Spaß beim Fahren für alle Teilnehmer. „Die Reifen und die Aerodynamik der JGTC-Autos bauen inzwischen so viel Grip auf, dass wir kaum noch in die Kurven bremsen müssen. So sind regelrechte Harakiri-Aktionen nötig, um einen Konkurrenten überholen zu können. Zugleich sind wir in den Kurven superschnell und fahren auf manchen Strecken Rundendurchschnitte von über 200 km/h. Andererseits wird aber die Endleistung so stark beschnitten, dass wir auf den Geraden höchstens 240 km/h schaffen.“ Mehr Leistung und weniger „downforce“ – das wären zwei Maßnahmen, die Michael Krumm begrüßen würde. Für 2009, so heißt es, wollen die Veranstalter der JGTC zumindest den aerodynamischen Abtrieb der GT-Renner deutlich reduzieren.

ERGEBNIS
300 km von Fuji
Distanz: 66 Runden à 4,563 km = 301,158 km
Wetter: sonnig, trocken, 17 Grad; Zuschauer: 48.800

1. Duval/Carbone Honda NSX

1:47.54.425 Std.

2. Treluyer/Hoshino Nissan 350Z

16,428 Sek. zur.

3. Kaneishi/Kaneishi Honda NSX

20,806 Sek. zur.

4. Tachikawa/Takagi Lexus SC 430

35,508 Sek. zur.

5. de Oliveira/Ara Nissan 350Z

49,161 Sek. zur.

6. Wakisaka/Lotterer Lexus SC 430

1.01,841 Min. zur.

7. Schwager/Hosokawa Honda NSX

1.02,079 Min. zur.

8. Ito/Firman Honda NSX

1.08,211 Min. zur.

9. Krumm/Matsuda Nissan 350Z

1.44,447 Min. zur.*

10. Michigami/Kogure Honda NSX

1 Rd. zur.

14. Motoyama/Lyons Nissan 350Z

1 Rd. zur.

15. Philippe/Yanagida Nissan 350Z

2 Rd. zur.

* inklusive Zeitstrafe nach Kollision in der vorletzten Kurve

Meisterschaftsstand nach dem neunten und letzten Lauf:

1. Ito/Firman Honda NSX

94 Punkte

2. Duval/Carbone Honda NSX

– 25 Punkte

3. Schwager/Hosokawa Honda NSX

– 30 Punkte

4. Michigami/Kogure Honda NSX

– 31 Punkte

5. Krumm/Matsuda Nissan 350Z

– 31 Punkte

6. Wakisaka/Lotterer Lexus SC 430

– 40 Punkte

7. Tachikawa/Takagi Lexus SC 430

– 41 Punkte

8. Motoyama/Lyons Nissan 350Z

– 46 Punkte

9. Kataoka/Wirdheim Lexus SC 430

– 56 Punkte

10. de Oliveira/Ara Nissan 350Z

– 60 Punkte

11. Kazuki Hoshino Nissan 350Z

– 60 Punkte

12. Philippe/Yanagida Nissan 350Z

– 64 Punkte

13. Benoit Treluyer Nissan 350Z

– 64 Punkte

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Quelle: Nissan

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