ERFOLGREICHER TESTEINSATZ IN OSCHERSLEBEN

NISSAN IN DER FIA-GT IM VORWÄRTSGANG

NISMO GT-R– Krumm/Turner nach turbulentem Rennverlauf auf Platz 14
– Antony Davidson als dritter Fahrer für die 24 Stunden von Spa nominiert
– Buncombe/Ordonez im Nissan 350Z zweimal Zweite im GT 4-Rennen

Unter teils chaotischen Wetterverhältnissen beendete Nissan den zweiten Testeinsatz des neuen GT-R für die FIA GT1-Serie in Oschersleben auf dem 14. Platz. „Unser Ziel war es, nach dem frühen Aus von Silverstone, die Distanz diesmal ohne technische Probleme zu überstehen. Genau das haben wir erreicht“, gab sich NISMO-Werksfahrer Michael Krumm nach dem Zwei-Stunden-Rennen in der Magdeburger Börde zufrieden. „Hätten wir im starken Regen nach einem Dreher nicht fünf Minuten verloren, wäre Platz acht drin gewesen“, fügte er hinzu. Krumms Partner Darren Turner war in der 57. von 71 Runden in Turn 3 wegen Aquaplanings in ein Kiesbett gerutscht.

NISMO GT-RNissan (NISMO) und die als Einsatzteam fungierende Mannschaft von Gigawave Motorsport aus Colchester (England) bestreiten in diesem Jahr vier Testrennen in einem bereits nach den neuen GT1-Regeln vorbereiteten GT-R. Das ab 2010 gültige Reglement erlaubt weniger technische Freiheiten und drückt dem 2009 noch außer Konkurrenz startenden Nissan GT-R unter anderem ein Zusatzgewicht von 40 Kilogramm auf. Nach dem Training – das Krumm/Turner auf Platz zehn beendeten – betrug der Rückstand auf die Spitze 2,8 Sekunden „Das klingt zunächst viel“, so Krumm, „doch in Relation zu den uns auferlegten Handikaps war das schon eine gute Leistung.“

NISMO GT-RGleich nach dem Start durchlebte Krumm eine haarige Situation, als sich beim Anbremsen der ersten Kurve die drei Trainingsschnellsten ins Gehege kamen. „Da durch Turn 1 immer nur ein Auto hindurch passt, blieb mir nichts anderes übrig, als dem Chaos auszuweichen.“ Als Folge fand sich der Reutlinger mit Wohnsitz Monaco zunächst mitten im Feld der GT2-Autos wieder. Gerade als er sie alle wieder abgeschüttelt hatte, verpasste Krumm einen Bremspunkt und musste erneut zur Aufholjagd blasen. „Meine Entschuldigung geht an all jene GT2-Fahrer, die ich so unnötigerweise zweimal überholen musste“, gab er nachher zu Protokoll.“

Vor Einsetzen des großen Regens kämpfte sich Krumm bis zur 33. Runde jedoch schon wieder bis auf Patz neun zurück. „Das Timing für unseren Pit-Stop fiel dann exakt mit dem Wetterumschwung zusammen, so dass Darren zunächst mit Kurs auf P8 unterwegs war. Doch leider wurde der Regen dann so stark, dass der GT-R fast unfahrbar wurde.“

NISMO GT-RSo kam es zum erwähnten Ausrutscher des Briten. Krumm: „Natürlich verloren wir so viele Positionen. Ich übernahm dann erneut für die letzten 15 Minuten, und auf einer langsam wieder abtrocknenden Strecke fuhren wir dann die besten Zeiten aller Teilnehmer. Erstmals zeigte der neue GT-R, was in ihm steckt. Diese letzten Runden haben uns sehr viel Motivation verschafft, so dass wir nun mit Spannung auf die nächste Herausforderung, die 24 Stunden von Spa-Francorchamps am 24./25. Juli, blicken.“

Für die Nissan Motorsport im übrigen den Ex-Formel-1-Fahrer Antony Davidson als dritten Piloten neben Krumm und Turner nominiert hat.

Erstes Rennen in Deutschland seit 1998 für Michael Krumm
Für Krumm war es ein „phantastisches Gefühl, nach elf Jahren Pause wieder einmal ein Rennen in Deutschland zu bestreiten. Zuletzt fuhr ich hier 1998 im STW-Cup, auf einem Nissan Primera.“ Überraschend viele Fans hätten um Autogramme nachgefragt. „Einige betonten, sie hätten mich nicht vergessen, obwohl ich mich ja in Japan versteckt hielte“, scherzte der mit der führenden japanischen Tennisspielerin Kimiko Date verheiratete Deutsche. Besonders bewegend sei die Begegnung mit einem Anhänger gewesen, der zu Hause 400 Nissan-Modellautos hütet. Krumm: „30 davon hatte er mitgebracht – ich musste sie alle signieren.“

GT 4-Europacup: Buncombe/Ordonez setzen Erfolgsserie fort
Im Lauf zum europäischen GT 4-Cup sorgte die Nissan 350Z-Paarung Alex Buncombe/Lucas Ordonez nach einem sechsten und dritten Platz in Silverstone für einen noch stärkeren Paukenschlag. Hinter einem zweimal siegreichen Porsche 997 belegten sie in Oschersleben gegen die Konkurrenz von BMW und Aston Martin jeweils Platz zwei. Für Ordonez, dem Sieger der für die besten virtuellen Rennfahrer auf der Sony PlayStation® ausgeschriebenen Nissan GT Academy, war es im erst dritten Rennwochenende seiner Karriere das bislang beste Resultat. In der Meisterschaft liegt das britisch/spanische Duo mit 29 Punkten jetzt auf Platz drei, nur einen Punkt hinter Position zwei und acht Zähler hinter dem führenden Ginetta, der in Oschersleben leer ausging. Für die beiden im Rahmenprogramm des 24 Stunden-Rennens von Spa laufenden GT4-Rennen rechnet sich Buncombe sogar Chancen auf den ersten Sieg des Jahres 2009 aus: „Ich habe dort 2008 beide Läufe gewonnen! Die Strecke liegt dem 350Z.“

Quelle: Nissan

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