URS HUBER UND KONNY LOOSER SIEGEN AUF TRANSALP-KÖNIGSETAPPE UND ÜBERNEHMEN GELBE LEADERTRIKOTS / FÜHRUNGSWECHSEL BEI DEN DAMEN / MIESSGANG/NEUMANN TOPP

CRAFT BIKE TRANSALP powered by NISSANUrs Huber und Konny Looser haben am vierten Tag der 14. CRAFT BIKE TRANSALP powered by NISSAN nicht nur den Tagessieg auf der Königsetappe von Brixen (ITA) nach St. Vigil (ITA) errungen, sondern auch die Führung in der Gesamtwertung übernommen. Die beiden Schweizer vom Team Stöckli benötigten für die 72,13 Kilometer und 3.504 Höhenmeter 3:41:01,8 Stunden und verwiesen damit Team Full Dynamix mit den Italienern Mike Felderer und Johnny Cattaneo auf den zweiten Platz (3:42:38,9). Transalp-Seriensieger Karl Platt (GER) und dessen französischer Team Bulls-Kollege Thomas Dietsch folgten auf Rang drei (3:42:40,2) und sind damit nun mit 1:41 Minuten Rückstand im Klassement die schärfsten Verfolger der neuen Spitzenreiter.

Allerdings haben die bis dato in Front liegenden Italiener Johann Pallhuber und Massimo de Bertolis noch gute Möglichkeiten zurückzuschlagen. Das heute viertplatzierte Team Silmax Autopolar Cannondale liegt nur zwei Minuten in der Gesamtwertung zurück.


Heute allerdings bestimmten andere das Renngeschehen. Anders als vom heute entthronten Spitzenreiter erwartet, gingen die Profis schon im ersten Schotteranstieg zur Plose, dem Brixener Skigebiet, hohes Tempo und entledigten sich damit bereits früh im Rennen eines Mitfavoriten.

Das Multivan Merida Biking Team (Hannes Genze und Andreas Kugler) konnten nicht mitgehen; der Anfang vom Ende für das deutsch-schweizerische Duo, das am Ende eines schwarzen Tages als Fünfter mit mehr als elf Minuten Rückstand seine Titelhoffnungen begraben musste.

Huber und Looser ziehen durch
„Wir haben die Geschwindigkeit konstant hoch gehalten“, beschrieb Urs Huber im Ziel die Renntaktik der nun mehr als Favoriten in die zweite Rennhälfte der Transalp gehenden Stöckli-Paarung. „In der Abfahrt von der Schatzerhütte waren wir dann plötzlich vorne weg. Nur Team Cannondale war noch dran. Die haben wir dann aber im Anstieg zum Würzjoch abgehängt.“

Nach dem Übergang in die Dolomiten forcierten die beiden Jüngsten im Kreis der Titelaspiranten weiter das Tempo und fuhren bis zum Eingang in den letzten Anstieg (Forcella da Cians) fast drei Minuten Vorsprung auf die mittlerweile achtköpfige Verfolgergruppe heraus.

Eine Leistung, der Karl Platt, siebenmaliger Transalp-Sieger, Respekt zollte: „Was die beiden gefahren sind, war radikal. Denn es war heute sehr schwer. Ich hätte nicht gedacht, dass sie so stark sind und bin froh, dass die beiden im Schlussanstieg doch noch Zeit verloren haben.“

Allerdings dürfen sich Huber und Looser, so Platts Warnung, keine Blöße geben. „Denn wir sitzen ihnen im Nacken.“ So ist es nicht verwunderlich, dass Huber, der eine Woche vor der Transalp noch den Dolomiti Superbike für sich entschied, das Team Bulls als Hauptkonkurrent um die Transalp-Krone 2011 einschätzt. „Die sind erfahren und wissen wie es geht. Das sind sicher die stärksten Gegner.“

Allerdings sind 1:41 Minuten Vorsprung ein beruhigendes Polster auch wenn „der Weg nach Riva noch lang ist. Wir hätten nicht damit gerechnet, das wir zur Halbzeit vorne liegen“; so Huber abschließend.

Führungswechsel bei den Damen
Bei den Damen geht es – wie bereits heute – in den nächsten Tagen ebenfalls spannend zu. Denn nach ihrer starken Leistung auf der Königsetappe, haben Martina Miessgang (AUT) und Katrin Neumann (GER) heute erstmals die Führung in der Damenwertung erobert.

Die Mountain Heroes hatten das Rennen von der Spitze weg diktiert, aber erst kurz vor Schluss die entscheidende Attacke setzen können, die am Ende den Sieg und die Pinken Leaderjerseys in 5:24:07,7 Stunden einbrachte.

„Wir haben die Leader die ganze Zeit im Nacken gespürt, über das ganze Rennen hinweg. In der letzten Abfahrt haben wir dann alles riskiert. Wir sind super zufrieden und happy, dass es geklappt hat“, so Miessgang, die sich zuvor als die treibende Kraft auf der Strecke präsentiert hatte.

Am Ende fuhr die österreichisch-deutsche Paarung knapp zwei Minuten Vorsprung auf die zweitplatzierten und vormaligen Führenden Natascha Binder (GER) und Danièle Troesch (FRA) von Felt Ötztal X-Bionic/Rotwild (5:26:03,8) heraus und geht dementsprechend morgen mit 90 Sekunden Vorsprung ins Rennen.

Den dritten Platz sicherten sich die lange Zeit vorne mitfahrenden Schweizerinnen Manuela Jenny und Susanne Tanner vom Velorado Racingteam (5:35:39,0).

Vorentscheidung in der Master-Kategorie
Mit ihrem dritten Etappen-Sieg in der Master-Klasse haben Heinz Zörweg und Silvio Wieltschnig eindrucksvoll ihren Titelanspruch untermauert.

Die beiden Österreicher von Factory Cube beendeten die vierte Transalp-Etappe 2011 in 4:10:54,9 Stunden und waren damit deutlich schneller als die Konkurrenz.

7:30 Minuten hinter den Spitzenreitern kamen die Italiener Claudio Segato und Claudio Pellegrini von Treno Iii erstmals als Zweite ins Ziel (4:18:28,0) und damit noch fünf Minuten vor den großen Verlierern des Tages.

4:23:26,8 Stunden waren die deutschen Centurion-Vaude-Piloten Andreas Strobel und Titelverteidiger Udo Bölts heute unterwegs und damit als Dritte 12:31 Minuten langsamer als die Träger der Blauen Trikots.

„Die beiden waren einfach stärker“, resümierte der ehemalige Radstar Bölts trocken. Mit Blick auf nunmehr knapp 26 Minuten Rückstand im Klassement fügte der 44-Jähirige zudem an: „Das Ding ist gelaufen. Aber ein schlechter Transalp-Tag ist ja nicht gleichbedeutend mit einem schlechten Leben.“

Senior Master-Leader weiter ungeschlagen
In der Klasse der Teams mit einem Gesamtalter von mehr als 100 Jahren, haben einmal mehr Silvano Janes und Walter Platzgummer von Trient-Südtirol das Feld dominiert.

Die beiden Italiener die als starke 14te der Gesamtwertung über die Ziellinie fuhren (4:12:22,4) verwiesen die Österreicher Erich Pross und Erwin Dietrich von Zweirad Janger Simplon auf den zweiten Platz (4:41:58,5).

Ihren ersten Podestplatz feierten indes die beiden Deutschen Max Pritzl und Klaus Maurus vom Team Haibike Bikerbahnhof mit Platz drei (4:47:29,5).

Mixed-Leader untermauern Titelambitionen
Mit dem dritten Tageserfolg (4:26:35,1) haben Pia Sundstedt (FIN) und Carsten Bresser (GER) von Craft-Rocky Mountain ihren Anspruch auf den Mixed-Titel in diesem Jahr unterstrichen.

Mit fünfeinhalb Minuten Rückstand mussten sich die Schweizerin Milena Landtwing und deren deutscher Kollege von Centurion-Vaude, Martin Kiechle, geschlagen geben (4:32:01,1).

Als Dritte kamen die beiden Deutschen Katharina Alberti und Matthias Gärtner vom Moooove Racingteam ins Ziel (4:42:58,1) und eroberten so den dritten Platz im Gesamtranking zurück.

Vorschau Etappe 5: St. Vigil (ITA) – Alleghe (ITA)
Auf die Königsetappe folgt die Entschädigung: die wohl atemberaubendste Mountainbike-Tour der Welt über knapp 74 Kilometer und 2.618 Höhenmeter – durch das Herz der schönsten Dolomiten.

Los geht es über die Fanes-Alm und das Limjoch bis nach Cortina. Von dort geht es teils auf Straßen, teils auf Schotter hinauf zum Rifugio Averau, wo sich ein spektakulärer Blick zur Marmolada und zur Civetta erschließt – der damit einen malerischen Startschuss für „den Trail“ der diesjährigen Transalp bildet.

Auf 17 Kilometern Länge geht es wie im Rausch bis nach Caprile hinunter und von dort bis ins Ziel in Alleghe.

Quelle: bike-transalp.de

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