TOLLER ACHTUNGSERFOLG FÜR PYZERA IN SILVERSTONE

TOLLER ACHTUNGSERFOLG FÜR PYZERA IN SILVERSTONEIm zweiten Lauf zur Blancpain Endurance Serie in Silverstone hat das Nissan GT Academy Team RJN den ersten Saisonsieg gefeiert. Nach drei Stunden Renndauer wurden der deutsche GT Academy Sieger von 2012, Peter Pyzera, der erste Akademie-Absolvent von 2008, Lucas Ordonez und der Brite Alex Buncombe als Zehnte des Gesamtklassements und Sieger der Klasse PRO AM abgewunken. Der Sieg des Nissan GT-R Nismo GT3 Nummer 35 war umso beachtenswerter, als er in der Heimat der GT Academy gelang. Lucas Ordonez fuhr mit 2.02.527 Minuten (=173,1 km/h) zugleich die schnellste Rennrunde aller 58 Starter – und auch Peter Pyzera war im Mittelturn schnellster Mann auf der Strecke.

„Das Rennen in Silverstone hat das große Potenzial unseres GT Academy Gewinners Peter Pyzera und des neuen GT-R Nismo GT3 gezeigt – und dass bereits im zweiten Rennen der laufenden Saison”, freut sich Thomas Hausch, Geschäftsführer der Nissan Center Europe GmbH. „Peter steht erst am Anfang seiner Karriere. Ich bin mir sicher, dass sich Mensch und Maschine im Laufe der Saison sogar noch weiter steigern werden.”

Schon im Qualifying deuteten Pyzera und Co. ihre Siegchancen mit Startplatz zwei durch Alex Buncombe an. Im Rennen attackierte dann Startfahrer Lucas Ordonez sofort den zweifachen Le Mans Sieger Darren Turner im trainingsschnellsten Aston Martin. „Ich kam super vom Fleck, konnte ihn schon in der ersten Kurve außen überholen und nach zwei Runden fast eine Sekunde Vorsprung herausfahren”, so der Spanier später. „Aber zugleich musste ich auch auf meine Reifen aufpassen.”

13 Runden sonnte sich der Nissan an der Spitze, ehe das Führungs-Duo in Runde 14 auf die ersten Überrundeten auflief. Die hatten Mühe, die blauen Flaggen rechtzeitig zu erkennen oder zu deuten – wodurch Turner profitierte und mit etwas Glück schneller durchschlüpfte als der überrumpelte Ordonez. Beim ersten Routinestopp übernahm dann Peter Pyzera das Steuer – auf Position fünf und weiterhin Führender der PRO AM-Wertung. Der Gladbecker war sofort der schnellste Mann auf der Strecke, fuhr wie zuvor Ordonez Rundenzeiten von unter 2.03 Minuten. Leider musste er dann wegen angeblichen Überholens unter Gelber Flagge eine Durchfahrtsstrafe antreten. „Auch das Studium der Videoaufnahmen brachte keinen Aufschluss – wir wissen nicht, wo ich den Fehler begangen haben sollte”, ärgerte sich Pyzera. „Das Ganze kostete uns fast 30 Sekunden – ohne die Strafe wären wir sicher noch vor den beiden Audi R8 bis auf Platz acht vorgekommen.”

So fiel der Nissan ans Ende der Top Ten zurück, blieb aber weiterhin in der gleichen Runde wie der Führende und – was noch wichtiger war – an der Spitze seiner Klasse. Alex Buncombe, der den Schlussturn absolvierte, war dennoch rundum zufrieden: „Wir hatten zuvor nicht damit gerechnet, dass wir hier noch stärker auftrumpfen könnten als beim Saisonauftakt in Monza. Aber die Ingenieure haben im Qualifying eine gute Balance gefunden und das haben wir im Rennen voll umgesetzt. Jetzt freuen wir uns schon auf Le Castellet und vor allem Spa.”

„Der Wagen war heute phantastisch zu fahren”, sagte Lucas Ordonez. „Ich habe es wirklich genossen. Das war die ideale Motivationsspritze für mein nächstes Rennen mit Nissan: die 24 Stunden von Le Mans.” Peter Pyzera wird zwar dort (noch) nicht am Start sein, aber wie alle anderen GT Academy-Sieger als Nissan-Gast vor Ort sein. „Ich bin stolz auf mich und mein Team, das einen super Job gemacht hat. Ich hoffe sehr, dass es in den nächsten Rennen so weitergeht. Der Nissan GT-R Nismo GT3 hat unglaublich viel Power.”

Des einen Glück war in Silverstone des anderen Leid: Der zweite GT Academy GT-R Nismo GT3 war mit Wolfgang Reip von Platz 33 aus gestartet und früh unverschuldet in einen Unfall verwickelt. Daraufhin musste der Belgier zu Reparaturarbeiten an die Box, drehte aber danach sofort wieder schnelle Zeiten. Steve Doherty machte im Mittelabschnitt weiter Boden gut, ehe Mark Shulzhitskiy zum Schlussspurt ansetzen wollte. Doch schon in der zweiten Runde bemerkte der russische GT Academy-Sieger starken Kraftverlust. Als dann Rauch aus dem Motorraum aufstieg, hielt er vorsichtshalber an, um das Feuer von den Marshalls löschen zu lassen.

Das aus Nissan-Sicht phantastische Rennwochenende rundete der Koblenzer Lucas Luhr ab. Der FIA-GT1-Weltmeister von 2011 (auf Nissan GT-R) kam im in der PRO Klasse gemeldeten Fahrzeug des Teams JRM Racing zusammen mit Peter Dumbreck und Steven Kane auf Platz vier im Gesamtklassement. JRM Teamchef James Rumsey: „Das war ein fulminantes Rennwochenende für Nissan. Weil der Aston Martin außer Konkurrenz fährt und keine Punkte bekommt, sind wir de facto Dritte geworden und haben nun für die Meisterschaft eine sehr gute Ausgangsposition. Ich möchte auch den Nissan GT Academy Jungs zum Sieg in der Pro Am-Klasse gratulieren: Das Ergebnis zeigt, dass der GT-R Nismo GT3 in beiden Klassen Siegpotential besitzt.”

Der dritte Lauf zur Blancpain Endurance Serie geht am 30. Juni im südfranzösischen Le Castellet (Paul Ricard) über die Bühne, gefolgt von den 24 Stunden von Spa (28. Juli) und dem 1.000 km Rennen am Nürburgring (22. Sepember).

Meisterschaftsstand Blancpaint Serie in der Klasse PRO AM nach zwei Läufen:

Fahrerwertung:
1. Ordonez/Buncombe (Nissan GT-R Nismo GT3) 33
1. Hommerson/Machiels/Bertolini (Ferrari 458 Italia) 33
1. Hassid/Badey (BMW Z4) 33
4. Pyzera (ssan GT-R Nismo GT3) 25

Teamwertung:
1. Nissan GT Academy RJN 33
1. AF Corse 33
1. Thiriet by TDS Racing 33

Quelle: Nissan

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