TITELVERTEIDIGER BiXS iXS PRO TEAM FEIERT TAGESSIEG UND ÜBERNIMMT FÜHRUNG BEI DER CRAFT BIKE TRANSALP powered by NISSAN

BiXS iXS Pro Team rolls in to victory. Left Lukas Buchli and right Thomas Stoll (both SUI)Buchli/Stoll retten rund 35 Sekunden ins Ziel

Lukas Buchli und Thomas Stoll haben sich den Sieg auf der zweiten Etappe der CRAFT BIKE TRANSALP powered by NISSAN gesichert. Die beiden Titelverteidiger absolvierten die 76,92 Kilometer und 3.184 Höhenmeter von Imst (AUT) nach Ischgl (AUT) in 3:27:02.3 Stunden. Am Ende retteten die zwei Schweizer, die schon im ersten der drei zu meisternden Anstiege, hinauf zur Venetalm, attackiert hatten, 34.8 Sekunden von ihrem zwischenzeitlich mehr als zwei Minuten großen Vorsprung ins Ziel. Hannes Genze (GER) und Andreas Kugler (SUI) fuhren heute als Zweite ins Ziel (3:27:37.1), 1.2 Sekunden vor den gestern erfolgreichen deutschen Team Bulls-Piloten Karl Platt und Stefan Sahm (3:27:38.3).

Dass es am Ende noch einmal knapp für Buchli/Stoll wurde, lag vor allem an der grandiosen Aufholarbeit von Hannes Genze. Der Europameister von 2005 hatte von See weg derart Tempo gebolzt, dass die später viert- und fünftplatzierten Teams Adamello Bike Olympia – Axevo und Stöckli-Craft bis Kappl abreißen lassen mussten. Die letzten Kilometer saßen damit nur noch Multivan Merida Biking und Team Bulls dem BiXS iXS Pro Team im Nacken, die aber mehr und mehr den Rückstand verkürzten.


So wusste dann auch Lukas Buchli: „Am Ende ist es schon noch mal knapp geworden.“ Doch letztlich klappte es mit dem heutigen Erfolg wie geplant. So sagte der Teamkollege des 31-Jährigen, Thomas Stoll: „Wir wollten attackieren. Wir haben gestern gesehen, dass wir am Berg stark sind. Also haben wir versucht wegzufahren.“ Das gelang auch bestens, ehe am Schluss der Vorsprung schmolz. „Wir hatten ein Polster von mehr als zwei Minuten und haben hinten raus nichts mehr riskiert“, so der 27-Jährige.

Team Bulls trotz Rückschlag weiter zuversichtlich
Lob gab es für die Leistung vom gestrigen Tagessieger Karl Platt. „Man muss ehrlich zugestehen, dass beide von Beginn an voll auf Krawall gefahren sind. Mir war das zur Venetalm zu unrhythmisch, also sind wir unser eigenes Tempo gefahren“, fasste der sechsmalige Transalp-Sieger zusammen.

In Anbetracht des Rückstandes von 34 Sekunden auf die neuen Träger der Gelben Leaderjerseys bleibt der erfahrene Team Bulls-Biker aber gelassen. Getreu dem Motto, die „Tage der Bullen kommen in der zweiten Rennhälfte“ führte Platt aus: „Wenn wir bis dahin zwei, drei Minuten verlieren, kann ich damit leben. Es kann durchaus sein, dass sich eine solche Attacke wie heute, so früh im Rennverlauf, noch rächt. Ich bin zwanzig Rundfahrten gefahren, Buchli/Stoll sind bei ihrer erst zweiten Transalp dabei.“

Team Cube baut Master-Führung aus
Nach ihrem gestrigen Überraschungscoup geht die Erfolgsfahrt für Udo Bölts (GER) und Silvio Wieltschnig (AUT) weiter. Das Duo fuhr nach 3:43:05.5 Stunden erneut als Erstes über die Ziellinie und baute in Ischgl damit die Führung in der Masterwertung weiter aus.

Denn mit 4:23 Minuten Rückstand folgten Johann Grasegger (GER) und Georg Koch (AUT) vom Team Scott / RS Janger, die in 3:47:29.2 Stunden ihren zweiten Rang im Klassement festigten. Dritter wurden die Dominatoren der Masterklasse der letzten vier Jahre. Ekkehard Dörschlag und Heinz Zörweg vom österreichischen Team KTM benötigten 3:50:43.0 Stunden für die rund 77 Kilometer durch Tirol.

Damen-, Mixed- und Senior Master-Leader geben sich keine Blöße
Bei den Damen fuhren die beiden dänischen Schwestern Kristine und Anna-Sofie Norgaard erneut einen ungefährdeten weil sehr deutlichen Tageserfolg ein. Das Rothaus-Cube-Duo saß insgesamt 4:25:52.5 Stunden im Sattel und war damit mehr als 25 Minuten schneller als ihre schärfsten Verfolgerinnen von Felt Ötztal X-Bionic / Cannondale Store. Die Deutschen Natascha Binder und Bettina Dietz kamen nach 4:51:02.2 Stunden ins Ziel. Dritter wurden das Team Haibike/Zweirad Janger mit Theresia Kellermayr und Heidi Scharnreiter aus Österreich (4:51:44.1).

Trotz des großen Vorsprungs im Klassement muss die Damenkonkurrenz mit erneuten Macht-Demonstrationen vom „Danish Dynamite“ rechnen. „Wir wollen auf jeden Fall versuchen, alle Etappen zu gewinnen“, äußerte die jüngere der beiden Norgaard-Schwestern, Anna-Sofie.

In der Mixed-Wertung ziehen Pia Sundstedt (FIN) und Daniel Gathof (GER) an der Spitze einsam ihre Kreise. Das Craft-Rocky-Mountain-Duo war heute 4:04:02.4 Stunden unterwegs. Milena Landtwing (SUI) und Heiko Gutmann (GER) von Rothaus-Cube wurden Zweite (4:13:08.8), die Schweizer Jane Nüssli und Markus Hochstrasser von credo-bikes.com Dritte (4:18:17.1).

Bei den Senior Mastern waren Ferdinand Ganser und Georg Niggl vom deutschen Craft-Team mal wieder die Schnellsten (4:23:51.6). Die Schweizer Max Bertschinger und Thomas Rüegg von Thomax Bike (4:33:15.5) sowie die Südtiroler Josef Pallhuber und Hartmann Stifter vom Green Valley Team 100 (4:35:22.2) rundeten das Podium als Zweite und Dritte ab.

Vorschau Etappe 3: Ischgl (AUT) – Scuol (SUI)
Auf dem Weg in die Schweiz werden viele denken, ein Dejavu zu erleben. Denn wie am Vortag wartet gleich nach dem Start eine steile Rampe; diesmal hinauf zum höchsten Punkt des Tages – und der gesamten CRAFT BIKE TRANSALP 2010 powered by NISSAN. Das Idjoch wird mit 1.400 Höhenmetern, die auf zehn Kilometern bewältigt werden müssen, die Teilnehmer schon ab Kilometer vier zum Schwitzen bringen.

Dafür entschädigt die Abfahrt nach Samnaun und Spiss für die Mühen. Nach der Kobleralm geht’s weiter hinab zur Kajetansbrücke, von wo aus die Route traumhaft am Inn entlang durch Wälder, Wiesen und Auen führt. Die letzten 30 Kilometer verlaufen zwar zäh und stet hinauf nach Scuol, doch es sind nur wenige Höhenmeter, die insgesamt genommen werden müssen.

Quelle:
Text: bike-transalp.de
Foto: ©CRAFT BIKE TRANSALP powered by NISSAN – Hans Mayer

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