SA-DAKAR: SAINZ GEWINNT VOR PETERHANSEL – NISSAN DOMINIEREN TOP 11-20

marathonrally.com

Nach einem ersten spannenden Duell und einer wahren Rutschpartie dominierten die vier Volkswagen Race Touareg die erste Etappe – nur Stephane Peterhansel im X-raid BMW X3CC machte dem VW-Dreifachsieg einen Strich durch die Rechnung.

Zu Beginn eröffnete der Qatari Nasser Al Attiyah das Führungsrennen, musste sich dann aber von Sainz und Peterhansel geschlagen geben. Sainz und sein Beifahrer Lucas Cruz Senra benötigten 02:18:32 Stunden für die Strecke, Peterhansel/Cottret folgen mit 1:31 Minuten Rückstand, Al Attiyah mit 2:16 Minuten.

Der Tag begann mit einer satten Überführung von 566 Kilometern, im Anschluss folgte die eigentliche Wertung mit lediglich 222 Kilometern (Motorräder 192). Besonders hart für die Teilnehmer, viele waren schon nach der Überführung geschlaucht.


Die heutige Strecke verlangte absolute Konzentration. Es ging quer durchs Grünland, Wälder und Flussdurchfahrten. Einsetzender Regen verwandelte die eigentlich schnelle, WRC-ähnliche Etappe zu einer Rutschpartie, die vor allem den Hecktriebler-Buggies zu schaffen machte. Dennoch, auch Robby Gordon schaffte es als Schnellster Buggy in die Top 10.

Die Top 10 wurden klar von Volkswagen und X-raid BMW dominiert. Alle vier Volkswagen schafften es in die Top 5, von den BMW fuhren nur vier in die Top 10. Zweitbester BMW wurde der X-raid Neuling Kristof Holowczyc aus Polen (Platz 6, +7:07) vor dem Teamkollegen Orlando Terranova aus Argentinien (+10:11).

Robby Gordon blieb wie gewohnt auf dem Gas, musste aber wegen des Regens immer wieder gefährliche Drifts einlegen. Fairerweise liess er dann einige Konkurrenten überholen. Als bester Buggy (der Hummer hat nur Heckantrieb) erreichte er Platz 8 mit nur 11:04 Minuten Rückstand – und liess damit sogar den besten Mitsubishi des Brasilianers Guilerme Spinelli (Ex-Werks Racing Lancer) auf Platz 9 (+12:00).

Das russisch-deutsche Duo Novitskiy / Schulz machte die Top 10 im X-Raid BMW schliesslich voll, teilt sich die Position aber mit dem Franzosen Christian Lavieille im besten Nissan (Dessoude Proto)

Spannend wurde es vor allem zwischen Platz 10 und Platz 20 – die klar von den Overdrive Nissan Navara dominiert wurden.

Sensationell fuhr das Süd Afrikanisch-deutsche Duo Alfie Cox und Jürgen Schröder auf Platz 12, ihnen fehlen aber schon 17 Minuten auf die Führung. Auf den Plätzen folgen der Holländer Van Loon im zweiten Mitsubishi Racing Lancer, Nani Roma im Nissan und den deutschen Kahle/Schünemann im zweitbesten Buggy (21:14 Minuten Rückstand).

Hinter zwei weiteren Nissan (Mironenko, RUS und Inocencio, PT) folgt der Holländer Tonnie van Deijne im Ex-Werks Mitsubishi Pajero Evo MPR13 vor – Überraschung – Bruce Garland im Diesel-Isuzu D-Max und dem zweiten Ex-Werks Mitsubishi MPR13 des Brasilianers Marlon Koerich.

Pech hatte heute Guerlain Chicherit im neuen X-raid Mini. Vor der Rally hatte man lediglich 300 Testkilometer abgespult, dafür war das Ergebnis sehr gut. Ausgebremst wurde der Mini lediglich durch eine defekte Bremsscheibe. Innerhalb des Teams zeigte man sich damit sogar zufrieden. Gegenüber dem TV-Sender Eurosport erklärte Teamchef Sven Quandt, das so der Druck für Chicherit genommen sei.

“Es war hart, sehr hart” berichtete Chicherit im Ziel. “Wir hatten bereits nach 3 Kilometern eine Warnmeldung wegen der schlechten Kühlung. Wir haben bis 30 km vor dem Ziel durchgehalten. Dann gingen die Bremsscheiben kaputt, ragten bis in die Felge raus und blockierten alles. Ich habe versucht, den Reifen wieder gängig zu machen und weiterzufahren, aber es war unmöglich. Es ist hart. Ein Jahr Arbeit und das ist das Ergebnis. An das Auto werden grosse Erwartungen gestellt. Es war ein schlechter Start. Das Problem ist, dass wir morgen die Quittung für unsere Probleme von heute bekommen. Wir starten weit hinten und es wird schwierig sein zu überholen.”

Richtig zufrieden zeigte sich am Ende des Tages VW-Motorsport Direktor Kris Nissen. “Heute haben wir eine Klasse-Leistung unserer Fahrer und Beifahrer erlebt. Die Autos sind perfekt vorbereitet. Ich freue mich, dass alle Mitarbeiter am Start der Rally absolut konzentriert arbeiten und sich weder durch die Massen von Zuschauern noch durch den Erwartungsdruck der Journalisten aus der Ruhe bringen lassen” so der Däne.

“Die Bedingungen auf der ersten Etappe waren sehr schwierig durch viel Wasser auf der Strecke. Es ist nicht leicht zu beurteilen, wer davon am meisten betroffen war. Mit vier Autos unter den ersten fünf hat Volkswagen einen tollen Start erlebt. Wir werden unsere Arbeit am Montag und auf den folgenden Etappen natürlich hochmotiviert fortsetzen, um die vor uns liegenden Aufgaben zu meistern.”

Quelle: marathonrally.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: