SA-DAKAR: CHRISTIAN LAVIEILLE WEITERHIN BESTER NISSAN – DESSOUDE ZUFRIEDEN

Bester Nissan im Feld trotz Overdrive-Übermacht – und bester und einziger Nissan in der T2-Klasse für seriennahe Fahrzeuge: Teamchef André Dessoude ist zufrieden. Viele schmunzelten zu Beginn über das französische Nissan-Team, startete man doch mit überwiegend veralteten Autos in die Dakar 2011. Denn: Der grosse Nissan-Proto von Christian Lavieille ist der voraussichtlich Letzte der ehemaligen Werks-Nissan von 2004 – und der Pathfinder T2 war schon Anfang der 2000er im Rennen.

Auch wenn man im Team viele Ausfälle zu beklagen hat: Lavieille, Buggy-Pilotin Isabelle Patissier und T2-Pilot Frederic Chavigny sind noch gut im Rennen. Besonders auf Ex-Weltmeister Lavieille ist man stolz, denn es sah schon mehrfach nach Aufgabe aus. Doch das Glück war den Franzosen hold und es ging kontinuierlich weiter, akuell liegt Lavieille auf Platz 8 gesamt. Von sechs Dessoude-Autos sind noch drei im Rennen.


Dessoude war vor dem Volkswagen-Einstieg eine grosse Nummer auf der Dakar, zeichnete sich in grossen Zügen für das Nissan Werksteam 2003 und 2004 verantwortlich. Doch mit der Dakar-Absage 2008 war das Ende bei Dessoude nahe: “Wir hatten damals viel Glück. Wir hatten verständnisvolle Kunden, die nicht alle auf ihren Leistungen bestanden haben. So konnten wir überleben” erklärte Teamchef André Dessoude damals.

Nun ist man wieder in aller Munde, trotz älterer Fahrzeuge. Doch die scheinen sich zu bewähren. Nissan Ovderdrive aus Belgien, die auf Ex-Süd Afrika Nissan aufbauen, haben da gerade weniger Glück. Alfie Cox und Jürgen Schröder sind mit Platz 12 der einzig verbliebene Overdrive-Nissan im Rennen, alle anderen verbliebenen Nissan sind privat aufgebaut und eingesetzt.

Doch auch bei Dessoude beweist man Weitsicht. So hat man in diesem Jahr wieder einen Buggy dabei, der von Isabelle Patissier und Thierry Delli Zotti pilotiert wird, beide liegen auf Platz 18 der Gesamtwertung. Auch ein Motorrad war erstmals im Team, musste erst auf der 10. Etappe aufgeben.

In einem Punkt hatte man aber Pech: 2010 versuchte man mit einem chinesischen “Great Wall”, in China weiter Fuss zu fassen. Great Wall übernahm Idee, Gedanke und Fahrer/Beifahrer, baute dann aber ein eigenes T1-Auto auf, das nun hervorragend auf Platz 15 der Gesamtwertung liegt. Wie auch immer, Dessoude beweist in diesem Jahr: “Alt muss nicht schlecht sein”.

Quelle: marathonrally.com

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