PODIUMSPLATZ FÜR NISSAN IN SEBRING

Lucas Ordoñez– Playstation-Champion Lucas Ordonez belegt Platz zwei in der LMP2-Klasse
– Signatech-Nissan ging aus der Pole-Position in das 12-Stunden-Rennen
– Nächster Start am 7. Mai bei den 1000 km von Spa

Lucas Ordonez, Sieger der ersten Nissan/PlayStation GT Academy des Jahres 2008, ist bei den 12 Stunden von Sebring mit einem zweiten Platz erfolgreich in seine neue Rolle als Pilot eines Le-Mans-Prototypen geschlüpft. Schon beim Qualifying zum Auftakt des Intercontinental Le Mans Cups präsentierte sich das neue Signatech-Nissan-Team in Topform – Soheil Ayari erzielte am Freitag mit drei Sekunden Vorsprung auf den nächsten Verfolger die schnellste Zeit in der LMP2-Klasse. Es war das erste Mal seit 1994, dass ein von einem Nissan-Motor angetriebener Prototyp beim traditionsreichsten Langstreckenrennen Amerikas wieder auf die Pole position gestürmt war. Unter 58 Startern fuhr der von einer Hochleistungsversion des Nissan V8 „VK45″ angetriebene Spider von Startplatz elf aus los – dekoriert mit Aufklebern am Auto und an den Fahrerhelmen, die der aktuell schwer geprüften Bevölkerung Japans Unterstützung und Anteilnahme signalisierten.


Der holprige, 5,95 Kilometer lange Flugplatzkurs im topfebenen Zentrum Floridas machte bei konstanten Tagestemperaturen von 30 Grad Celsius seinem rauen Ruf alle Ehre. Spätestens am Samstag war Lucas Ordonez klar: Dies ist kein Videospiel mehr. Jeder fragte sich, wie der von der Playstation in den „echten” Motorsport aufgestiegene Spanier wohl mit der anspruchsvollen Strecke und dem neuen Auto zurechtkommen würde. Um die Antwort vorwegzunehmen: Er enttäuschte nicht.

Doch war es nicht Ordonez, sondern Franck Mailleux, der den Start-Turn übernahm und sich sofort an die Spitze des LMP2-Feldes schob. Dann übernahm Lucas – und verteidigte während seines Stints erfolgreich die Führung. Leider musste dann Ayari in Runde 78 mit Getriebeproblemen an die Box – worauf nach längerer Reparaturpause eine Aufholjagd anstand.

Alle drei Signatech-Nissan-Piloten gaben in der Folge ihr Bestes und rückten mit ihrem offenen Oreca-Chassis die Verhältnisse bei den LMP2 bald wieder zurecht. Doch nach neuneinhalb von zwölf Stunden Renndauer bereitete das Getriebe erneut Kopfzerbrechen – wodurch ein Lola-Honda kampflos die Führung und letztendlich mit zehn Runden Vorsprung auch den Sieg erbte.

Lucas Ordonez war trotzdem mit seiner und der Leistung des Teams zufrieden: „Noch vor wenigen Monaten hätte ich mir nicht vorstellen können, hier bei der ILMC in Sebring dabei zu sein. Heute hat sich die seit dem Abschluss der Kooperation zwischen Signature Racing und Nissan begonnene intensive Vorbereitung ausgezahlt. Ob Fahrer, Technik-Abteilung oder Team-Management – alle haben extrem hart auf dieses Ereignis hingearbeitet. Ich selbst habe den Kurs zuvor ausführlich auf einem Simulator trainiert, was meiner Vorbereitung sehr zugute kam.”

Zugleich bekannte Lucas: „Mir sind noch einige kleine Fehler unterlaufen; doch lerne ich die ganze Zeit dazu und kann sicher viele Lehren aus diesem Rennen ziehen. Ich muss vor allem noch daran arbeiten, so viel Geschwindigkeit wie möglich in eine Kurve mitzunehmen. Noch kann einem die PlayStation nämlich solch hohe Anpressdrücke nicht realistisch vermitteln….! Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass dies erst das Auftaktrennen eines neuen Teams war. Nun arbeiten wir darauf hin, in Spa die Scharte auszuwetzen und dort den LMP2-Pokal zu holen.”

Carlos Tavares, Chairman Nissan Amerika, ergänzte: „Ich bin sehr stolz darauf, wie sich Signatech-Nissan trotz der technischen Probleme zurückgekämpft hat. Das Team ließ sich vom Mut und der Krisenfestigkeit unserer japanischen Freunde inspirieren. Unsere Gedanken sind auch weiterhin bei unseren Kollegen und allen Menschen in Japan. Wir widmen ihnen unser erstes Podiumresultat.” Phillipe Sinault, Team-Chef Signatech Nissan, sagte: „Es war das erwartet harte Rennen. Wir hatten elektrische Probleme am Getriebe, doch dank der harten Arbeit der ganzen Crew konnten wir das Rennen mit einem positiven Ergebnis beenden.”

Am 7. Mai geht Signatech Nissan bei den 1000 km von Spa (Belgien) zum zweiten Mal an den Start – ehe man im Juni gen Le Mans zieht – der Moment, da der Traum des Lucas Ordonez von einem Start bei den berühmten „24 Stunden” wahr wird. „Wir müssen nun genau analysieren, was die Getriebekapriolen hervorgerufen hat. Denn in Europa erwartet uns starke Konkurrenz in Gestalt von Autos mit Honda- und BMW-Power”, sagt Darren Cox, Chief Marketing Manager für Crossover und Sportwagen, Nissan Europa. „Ohne die Probleme hätten wir gleich beim Debüt ein märchenhaftes Resultat eingefahren. Doch ich bewahre mir Märchen im Zweifel lieber für die 24 Stunden von Le Mans auf.”

Quelle: Nissan

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