PODIUM FÜR NISMO ATHLETEN IN PAUL RICARD

PODIUM FÜR NISMO ATHLETEN IN PAUL RICARDZwei Nissan auf dem Treppchen beim dritten Lauf zur Blancpain Endurance Serie im südfranzösischen Le Castellet: Alex Buncombe, Mark Shulzhitskiy und Steve Doherty holten sich im Nissan GT-R Nismo GT3 mit Startnummer 32 Platz zwei in der Pro Am-Klasse. Damit liegt das Nissan GT Academy Team RJN mit 55 Punkten nun vor den Teams AF Corse und TDS Racing (je 33) in der Meisterschaftstabelle klar vorne. Im Kampf um den Gesamtsieg gelang Lucas Luhr, Peter Dumbreck und Steven Kane im GT-R Nismo GT3 des Teams JRM nach Rang vier in Silverstone mit Platz drei das bislang beste Saisonresultat in der Pro-Kategorie.

Im Vorfeld des Rennens in Paul Ricard setzte Nissan die Fahrerpaarungen der beiden Pro Am-GT-R neu zusammen: Im rot-weißen GT-R mit Startnummer 35 teilen sich ab sofort die drei GT Academy-Sieger Lucas Ordonez, Wolfgang Reip und Peter Pyzera die Arbeit. Zugleich wechselte der erfahrene Alex Buncombe in den schwarzen G-Drive-Nissan, um dort den beiden GT Academy-Gewinnern Mark Shulzhitskiy und Steve Doherty wertvolle Schützenhilfe zu leisten. „Dies ist ein Fahrer-Entwicklungsprogramm”, begründet Nissan Motorsportdirektor Darren Cox die neue Mannschaftsaufstellung. „Uns geht es weniger um Meistertitel, sondern darum, das durch die GT Academy aufgedeckte Talent optimal auszuschöpfen.”
Lucas Ordonez stark im Qualifying

Im Qualifying für das 3-Stunden-Rennen behielt die Nummer 35 dank einer schnellen Runde von Ordonez mit Platz 14 und Position vier in der Pro Am-Klasse die Oberhand, doch lag die Nummer 32 mit Platz acht in der Klasse nicht weit dahinter.

Wolfgang Reip (GT-R #35) fuhr den Start und übergab nach einem fehlerlosen Run das Auto nach einer Stunde an den deutschen GT Academy-Sieger Peter Pyzera. Zu diesem Zeitpunkt lagen die beiden RJN-Nissan auf Platz drei und vier der Pro Am-Klasse und lieferten sich mit Pyzera und Shulzhitskiy am Steuer packende Duelle. Der teaminterne Fight endete erst, als der Gladbecker in einer Spitzkehre mit einem vor sich drehenden BMW Z4 kollidierte. „Er traf mich seitlich in Höhe der Tür und des dort austretenden Auspuffs, doch der Wagen ließ sich danach ganz normal weiterfahren. Allerdings konnte ich das Ende des Turns kaum abwarten, war es doch im Auto 60 Grad heiß”, so Pyzera.

Pyzera: „Ohne den Defekt am Bremssattel wäre Podiumsplatz drin gewesen”
Die ersehnte Ablösung kam in Gestalt von Lucas Ordonez, der nach seiner starken Trainingsleistung voll motiviert ans Werk ging. Doch schon nach drei Runden kehrte der Spanier mit einem vermeintlichen Reifenschaden zurück zur Box. Wo sich der Schaden nach insgesamt 52 gefahrenen Runden als gravierender als gedacht herausstellte. Pyzera: „Hinten rechts hatte sich eine Schraube vom Bremssattel gelöst, dabei die Felge in zwei Teile geschnitten und natürlich auch den Reifen aufgelöst. Ein Defekt, der nichts mit meiner Kollision zu tun hatte, jedoch genug Schaden anrichtete, um uns zur Aufgabe zu zwingen. Sehr schade, denn zumindest der dritte Platz wäre heute drin gewesen.”

Alle Hoffnungen des Teams ruhten danach auf dem zweiten GT-R. In dem hatte sich Alex Buncombe vom Start weg bis auf Patz vier nach vorne gekämpft, musste dann aber wegen eines platten Reifens früher als geplant zur Box. Im Gegensatz zu Pyzeras Vorfall hatte der Plattfuß jedoch keine Folgewirkungen, sodass Mark Shulzhitskiy ohne Verzögerung zurück auf die Piste eilen konnte. Steve Doherty sicherte dann mit einem seinerseits fehlerlosen Stint den zweiten Platz

„Die Fahrer haben heute alle einen guten Job gemacht”, sagte Teamchef Bob Neville. „Die Ereignisse von heute Morgen waren sehr traurig und es war sicher die richtige Entscheidung, das Rennen hinter dem Safety Car zu starten. Bei der Nummer 32 zahlte sich die große Regelmäßigkeit aus, die Jungs in der Nummer 35 hatten einfach Pech, doch die Grundschnelligkeit dieses Autos war so hoch, dass wir schon mit Freude auf Spa-Francorchamps blicken.”

Das 24-Stunden-Rennen von Spa wirft schon seine Schatten voraus
Beim berühmten belgischen 24-Stunden-Rennen (27./28. Juli) wird Nissan auch wieder auf die Dienste von Jann Mardenborough zurückgreifen können. Der 21-Jährige hatte zuletzt in Le Mans im LMP2-Prototypen mit schnellen Rundenzeiten geglänzt. Auf dem Ardennen-Kurs wird er mit Wolfang Reip, Peter Pyzera und Lucas Ordonez ein GT Academy Superteam bilden. Zuvor startet Jann auch noch im auf der gleichen Strecke ausgetragenen Lauf zur britischen Formel-3-Meisterschaft.

„In diesem Jahr ist Jann bislang nur Formel 3 und LMP2 gefahren, es wird spannend zu sehen sein, wie er sich wieder auf ein GT-Auto einstellt”, sagt Bob Neville. „Es ist gut, dass die Nismo Athleten während einer Saison unterschiedliche Erfahrungen sammeln”, fügt Darren Cox hinzu. „Ein Jim Clark wechselte auch nach einem Formel 2-Rennen noch schnell in einen Lotus Cortina. Wir packen unsere Jungs nicht in Watte, sie sollen verschiedene Szenarien erleben, die sie dann langfristig zu kompletten Profirennfahrern machen.”

Mittwoch Test in Spa, am Wochenende Rennen in Zandvoort

Das Nissan GT Academy Team RJN fuhr nach dem Rennen direkt nach Spa, wo am Mittwoch ein offizieller Testtag auf dem Programm steht. Erste Möglichkeit auch für Peter Pyzera, sich mit dem anspruchsvollen Kurs vertraut zu machen. Danach geht es für das Nissan GT Academy Team RJN gleich weiter nach Zandvoort. Dort vertreten am Wochenende bei einem Rennen zur FIA GT-Serie die Teams Reip/Shultzhitskiy und Ordonez/Buncombe die Farben von Nissan.

Quelle: Nissan

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