PHARAONS RALLY: ZWEITER NISSAN-ETAPPENSIEG

marathonrally.com

Schlesser/Vigouroux WM-Finale

Pharaons Rally 2010Was für ein Tag! Die Organisatoren der 13. Ausgabe der Pharaonen Rally hatten sich gegen Ende der Rally eine der schwersten Etappen ausgesucht. Über fast 400 Kilometer in Wertung ging es bei nahezu 40 Graed im Schatten durch “Das Grosse Sandmeer” von dem menschenleeren, heissen See “Sitra” in “The middle of nowhere” in die Oase Siwa nahe der libyschen Grenze im Westen Ägyptens.

80 Prozent der Etappe führte durch Dünen – mal hart, mal weich, aber immer extrem hoch und mit einer extrem schweren Navigation. Es war der Tag für die 4×4-Autos, auch wenn sich die Buggies tapfer schlugen. Maurizio Traglio aus Italien und Fabian Lurquin aus Belgien fuhren im Nissan Pathfinder den zweiten Etappensieg ein, gefolgt von Jerome Pelichet und Eugenie Decret im Bowler Wildcat und Jean-Louis Schlesser im Schlesser-Buggy.


Der französische Buggy-Pilot hatte es heute besonders schwer. Vorne gestartet fuhren er und Navigator Arnaud Debron sich richtig in einer weichen Düne fest, kamen nicht mehr alleine raus. Zahlreiche Teilnehmer überholten “Le Patron”, darunter auch Eric Vigouroux im Chevrolet Protruck. Erst der Desert Warrior des äygptisch-englischen Teams El Shamy/Paul Round hielt an und zerrte den Buggy aus dem Sand.

Schlesser gab nun Alles, versuchte, Vigouroux wieder einzuholen. Das gelang ihm auch – aber eigentlich unfreiwillig. Vor einer grossen Düne bogen Vigouroux und Beifahrer Alex Winocq in die falsche Richtung ab, Schlesser nutzte seine Chance. Die Protruck-Crew verlor mindestens 5 Minuten, Schlesser und Debron waren wieder in Front.

Bei Beiden geht es um was – die Entscheidung im FIA Marathonrally Worldcup für Buggies. Vigouroux führt mit 15 Punkten, Schlesser hat 10. Gewinnt Schlesse – und danach sieht es auch nach der 5. Etappe aus, hätte Schlesser 20 Punkte… Vigouroux müsste also mindestens Platz 4 machen – bzw. auf jeden Fall ankommen. Es wird also spannend auf der letzten Etappe am Samstag.

In der Gesamtwertung gab es trotz der grossen Dünenetappe keinen grossen Veränderungen. Jean-Louis Schlesser führt nachwievor vor Traglio im Nissan, Mitsuhashi im Toyota Land Cruiser und Jerome Pelichet im Bowler. Eric Vigouroux konnte sich nach den Problemen in den Vortagen in den Top 10 behaupten, liegt nun auf Platz 8 Gesamt.

Am Samstag folgt die grosse Abschlussetappe von Siwa nach Al Alamein. Die Teilnehmer müssen nach einer Überführung eine letzte, sandige und steinige aber Dünenfreie Etappe bewältigen, bevor es auf das Podium geht. Sowohl bei den Motorrädern als auch Autos geht es um einige Weltmeisterschaften…

Quelle: marathonrally.com

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