NISSAN WEIHT AUTOMOBILKOMPLEX IN BRASILIEN EIN

Nissan-Werk Resende, BrasilienHeute hat Nissan seinen Industriekomplex in Resende, Rio de Janeiro, Brasilien, im Wert von umgerechnet rd. 841 Mio.  Euro offziell eröffnet. Es ist einer der größten Investitionen eines Automobilherstellers in diesem Land. Durch diese Investitionen ist der will Hesteller einen Marktanteil von 5 % erreichen und damit die Nummer 1 der japanischen Hersteller in Brasilien werden.

Die neue Einrichtung beschäftigt bereits 1.500 Mitarbeiter und Nissan wird voraussichtlich noch weitere 500 Mitarbeiter einstellen. Der Komplex umfasst alle Facetten der Automobilproduktion – vom Stanzen von Blechteilen in Fahrzeugteile bis hin zu Straßenrundkurstests. 200.000 Fahrzeuge und 200.000 Motoren werden dort jedes Jahr produziert werden.

Nissan Präsident und CEO Carlos Ghosn traf den Gouverneur des Bundesstaates Rio de Janeiro, Luis Fernando Pezão, Nissan Vorsitzenden für Lateinamerika, José Luís Valls und Präsident von Nissan Brasilien, François Dossa zusammen mit anderen Obrigkeiten, Mitarbeiter und Gäste bei der heutigen Eröffnungszermonie.

Im Nissankomplex in Resende wird die “V-Plattform” produziert für Fahrzeuge und Motoren wie z.B. den Nissan March und dem 1,6-16-V-Flexfuel-Motor.

Alle Nissan-Mitarbeiter haben eine spezielle Ausbildung durchlaufen. Mehr als 300 davon wurden außerhalb von Brasilien für drei Monate in Nissan-Werken in Japan, Mexiko, den USA und England geschult, da Qualität eine Priorität von Nissan hat . Qualitätskontrollteams für Fahrzeuge bekamen eine sechs monatige Spezialausbildung in Japan und Mexiko. Im letzten Jahr investierte Nissan mehr als 4 Millionen Dollar in die technische Ausbildung von Mitarbeitern in Resende.

Technologie für Qualität und Nachhaltigkeit
Die Ausbildung ist den Richtlinien der Devise der Nissan-Produktion gefolgt, die von der Kreativität und Beharrlichkeit der brasilianischen Mitarbeiter ergänzt werden. Modernste Technologie und Ausstattung in höchster Qualität versprechen dementsprechende Fahrzeuge und Motoren.

Insgesamt 88 Roboter führen Aufgaben aus, die mehr Präzision verlangen, als ein Mensch in der Lage ist. Da wo die Sicherheit der Menschen nicht gewährleisten werden kann oder ergonomische Risiken bestehen, werden sie u.a. eingesetzt. In den meisten Bereichen sind fahrerlose Transportfahrzeuge unterwegs. Da sind kleine selbstfahrende Roboter , die kleine Karren mit Teilen bewegen, wodurch die Notwendigkeit für Transportbänder angetrieben von Verbrennungsmotoren oder Plattformen, die durch Ketten aktiviert werden, überflüssig werden. Dadurch wird der Betrieb sicherer und leiser.

Die Fahrzeuglackierung folgt dem modernden und nachhaltigen “3Wet”-Wasserlacksystem, so dass der Prozess nun kürzer ist und damit den Energieverbrauch reduziert. Die Roboter verwenden Patronen, die die Abfälle von Farben und Lösungsmittel reduzieren. Dadurch wird die Emission von flüchtigen organischen Komponenten verringert und den Betrieb umweltfreundlicher gemacht.

Ein grünes Werk Innen und Außen
Über verbesserte Montagetechnik und Prozesse sowie die Gestaltung der Gebäude und der gesamten Infrastruktur lassen den Industriekomplex von Nissen umweltfreundlicher und nachhaltiger werden. Die Gebäude haben eine natürliche Beleuchtung und natürliche Lüftungsanlagen, die den Energieverbrauch reduzieren und die Umwelt nur gering belasten. Das bei den Produktionsprozessen benötigte Wasser wird durch Filterung wieder aufbereitet und wiederverwertet oder entsorgt. Das Ziel ist weiterhin, die CO2-Emissionen  und die Menge an flüchtigen organischen Verbindungen, die bei der Produktion entstehen, zu verringern.

Außerhalb der Mauern des Werkes wird um die ganze Anlage ein grüner “Gürtel” gepflanzt, der zur Verringerung der Emssionen und des Lärms beitragen soll. Der “Gürtel” wird den natürlichen Lebensraum der Region reflektieren und eine Fläche von mehr als 5 Hektar in Anspruch nehmen.

Nissan hat sich auch zu Investitionen in die Erhaltung der Grünflächen in der Region sowie der Wiederaufforstung verpflichtet. Das Unternehmen will das Ökosystem der Turfeira Lagune neben dem Industriekomplex bewahren, das von grundlegender Bedeutung für die Erhaltung der Artenvielfalt ist und damit das Überleben von mehr als 150 Vogelarten sichert.

Mehr brasilianisches Investment und größerer Zuliefererpark
Der neue Industriekomplex gibt Nissan die Möglichkeit, eine viel größere Präsenz in Brasilien zu schaffen und weiter zu wachsen. Um sich dem weiteren Wachstum anzupassen, wird ein Lieferantenpark den Komplex ergänzen. Im Lieferantenpark haben vier Autozulieferer bereits ihren Sitz. Zwei Zulieferer operieren im Werk.

Folgende Anbieter, die in die Region gezogen sind, unterstützen Nissan:

  • Tachi-S, Sitzhersteller
  • Yorozu, Anbieter von Federn
  • Kinugawa, Herstellung von Gummidichtungen
  • Calsonic Kansei, Cockpit-Komponenten
  • Mitsui Stahl, Platten-Lieferant
  • Sanoh, Bremsen und Kraftstoffzuleitungen

Nissan zielt darauf ab, dass fast 80 % der Zulieferer bis 2016 in Resende, Brasilien, ihren Sitz haben.

Quelle: Nissan

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: