NISSAN VERKÜNDET DAS MOTORSPORTPROGRAMM 2015

Nissan GT-R LM NISMONissan und seine Motorsportabteilung NISMO haben heute in Yokohama das weltweite Motorsportprogramm für die Saison 2015 bekanntgegeben. Der Einstieg in die LM P1-Klasse der FIA World Endurance Serie (WEC) und die Nennung von zwei Werks-Nissan GT-R NISMO GT3 für das 24 Stunden Rennen auf dem Nürburgring zählen dabei zu den ambitioniertesten Projekten. Neben diesen Highlights führt das Unternehmen langjährige Engagements wie die Teilnahme an der japanischen Super GT Serie und Starts bei weiteren Langstreckenrennen in aller Welt fort. Aber auch als führender Motorenkonstrukteur für LM P2-Sportwagen und alleiniger Triebwerkslieferant für die neue LM P3-Kategorie spielt Nissan eine tragende Rolle. Zugleich werden frühere und neue Sieger der GT Academy weiter gezielt gefördert: So starten Jann Mardenborough und Lucas Ordonez unter anderem für Nissan in Le Mans und am Nürburgring, während Florian Strauss (deutscher GT Academy Sieger 2013) die Chance erhält, auf einem Nissan GT-R NISMO GT3 des neuen Nissan Kundensportteams Molitor Racing Systems sein Können in der ADAC GT Masters unter Beweis zu stellen.

FIA World Endurance Championship: 24 Stunden von Le Mans als Höhepunkt
Mit dem am 1. Februar enthüllten Nissan GT-R LM NISMO steigt Nissan in die LM P1-Klasse der FIA World Endurance Championship (WEC) ein. Das ungewöhnliche Layout – Frontantrieb und vorn liegender Motor – hebt den von einem 3,0 Liter V6 Bi-Turbo angetriebenen Prototypen von konventionellen Entwürfen ab. Zusätzlich zum Verbrenner sorgt ein kinetisches Energierückgewinnungssystem (ERS) beim Herausbeschleunigen aus Kurven für geballte Kraft.

Auftakt zur Langstrecken-WM ist am 12. April in Silverstone. Nach dem Rennen in Spa-Francorchamps folgt mit den 24 Stunden von Le Mans der Saisonhöhepunkt. Danach geht es zum Nürburgring, ehe die Saison mit den Überseerennen in den USA, China, Japan und Bahrain ausklingt.

Team Teamchef No. Fahrzeug Reifen
 Nissan Motorsports  Ben Bowlby 21  Nissan GT-R LM NISMO  Michelin
22
23

Startnummern: 21 (nur für Le Mans), 22 & 23 (für die komplette FIA WEC Saison)
Fahrer: Tsugio Matsuda (J), Marc Gené (E), Olivier Pla (F), Harry Tincknell (GB), Michael Krumm (D), Lucas Ordonez (E), Jann Mardenborough (GB) + zwei TBA

Das komplette Fahrerteam und die Zusammensetzung der Dreier-Crews für die zwei (Le Mans: drei) Fahrzeuge wird Nissan zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben.

24 Stunden Nürburgring: Mit zwei Werkswagen geht Nissan in die Vollen

Beim 24 Stunden Rennen in der Eifel (16./17. Mai) wird Nissan mit zwei lupenreinen Werkswagen vom Typ GT-R NISMO GT3 antreten. Fahrerseitig werden bei dem Klassiker Michael Krumm und Florian Strauss die schwarz-rot-goldenen Farben vertreten. Mit Lucas Ordonez, Jann Mardenborough und Wolfgang Reip sind drei weitere ehemalige Konsole-Champions Mitglied der schlagkräftigsten Mannschaft, die Nissan je für den Eifel-Marathon aufgeboten hat.

Team Teamchef
Fahrer
Fahrzeug
Reifen
 Nissan GT
Academy
Team RJN
 Bob Neville Alex Buncombe (GB)/
Florian Strauss (D)/
Wolfgang Reip (B)/
Jann Mardenborough (GB)
 Nissan GT-R NISMO GT3  Michelin
Michael Krumm (D)/
Lucas Ordonez (E)/
Kazuki Hoshino (J)/
Katsumasa Chiyo (J)


Florian Strauss tritt in der anspruchsvollen ADAC Masters an

Neben seinem Einsatz beim „deutschen Le Mans“ in der Eifel steht für den Berliner Florian Strauss eine komplette Saison mit Nissan in der ADAC GT Masters-Serie auf dem Programm. Der Sieger der deutschen GT Academy-Staffel von 2013 ist der erste von vier Piloten, der sich bereits einen Platz im neuen Nissan Kundensportteam Molitor Racing Systems gesichert hat. Strauss hat für Nissan in den vergangenen 13 Monaten bereits vier 24 Stunden Rennen bestritten und machte zuletzt mit dem Sieg beim 12 Stunden Rennen von Bathurst auf sich aufmerksam. Unter Leitung von Karsten Molitor setzt Molitor Racing Systems mit Unterstützung von JRM (England) und Nissan Deutschland zwei neue Nissan GT-R NISMO GT3 bei den ADAC GT Masters ein, die von jeweils zwei Fahrern pilotiert werden. Karsten Molitor und sein Team haben langjährige Erfahrung im Motorsport und neben der aktiven Teilnahme am Motorsport auch die Organisation markeneigener Rennserien geleitet.

Blancpain Endurance Serie: Nissan erstmals in der Profi-Klasse genannt
In der europäischen Blancpain Endurance Serie engagiert sich Nissan 2015 erstmals in der Pro- statt wie bislang in der Pro-Am-Klasse. Für den Einsatz des GT-R NISMO GT3 zeichnet das langjährige Partnerteam RJN unter Leitung von Bob Neville verantwortlich. Die Kundenversion des erstmals 2012 eingeführten Nissan GT-R NISMO GT3 wurde mit Blick auf die neue Saison nochmals leichter, aerodynamischer und sparsamer. Zudem wurden die Gewichtsverteilung und die Bremsleistung verbessert. Zusammen mit seinem europäischen Partner JRM steht NISMO GT-R-Kunden und -Teams mit Rat und Tat zur Seite.

Klasse No. Team Teamchef Fahrer Fahrzeug Reifen
Pro 23 Nissan GT Academy
Team RJN
Bob Neville Alex Buncombe (GB)/
Chiyo Katsumasa (J)/
Wolfgang Reip (B)
Nissan GT-R NISMO GT3 Pirelli

SUPER GT in Japan: Vier GT-R NISMO GT500 streben die Titelverteidigung an
Bis auf eine abweichende Motorisierung entsprach der Nissan GT-R NISMO GT500 in der Saison 2014 bereits exakt dem technischen Regelwerk der DTM (Deutsche Tourenwagen Masters). Sowohl das Chassis als auch das Aerodynamik-Paket und die wichtigsten Abmessungen waren kompatibel mit den aktuellen DTM-Autos. Lediglich bei den Motoren gehen beide Rennserien auch 2015 noch getrennte Wege: Während die DTM mit 4,0 Liter großen V8-Saugmotoren startet, arbeitet im Nissan ein Vierzylinder-Turbo mit zwei Liter Hubraum und Direkteinspritzung.

Im Finale der vergangenen Saison gelang NISMO mit seinem Werkswagen (#23 MOTUL AUTECH GT-R) der Sieg in der Königsklasse GT500. Das Modell für das neue Jahr basiert auf dem Meisterauto des Vorjahres, wurde jedoch mit Blick auf die Standfestigkeit des Antriebsstrangs, die aerodynamische Effizienz und eine weitere Gewichtsreduzierung nochmals verbessert.

Die Änderungen im Einzelnen:
– Motor:    Für das zweite Jahr des direkteinspritzenden NR20 A-Motors verbesserte NISMO die Verbrennung, um auf diese Weise das Ansprechverhalten, die Gesamtleistung und die Zuverlässigkeit weiter zu optimieren.
– Aerodynamik: Feinschliff wurde besonders um die speziell geformten seitlichen Lufteinlässe und die hinteren Kotflügel betrieben. Folge: Noch mehr Abtrieb bei gleichbleibend niedrigem Luftwiderstand.
– Chassis: Die Fahrdynamik wurde durch eine konsequente Gewichtsreduzierung in allen Bereichen gesteigert. Ausgenommen: Gleichteile, die wie in der DTM für alle Teilnehmer bindend sind und nicht verändert werden dürfen. Im Zuge dessen sank auch der Schwerpunkt des GT-R GT500, zugleich wurde auch die Gewichtsverteilung nochmals optimiert.

Analog zum Vorjahr werden die vier GT-R GT500 von NISMO selbst sowie den drei Kundenteams IMPUL, KONDO RACING und MOLA eingesetzt. Damit sich Michael Krumm ganz auf die Entwicklung des neuen Nissan GT-R LM NISMO konzentrieren kann, wird ihn der aus der GT300-Klasse beförderte Lucas Ordonez im Auto von Kondo Racing in den ersten drei Läufen als zweiter Fahrer neben Daiko Sasaki ersetzen. Kunihiko Kakimoto ist als Executive Director weiterhin als Koordinator für alle vier Nissan GT500-Teams zuständig.

No
Team
Teamchef
Fahrer
Fahrzeugname
Reifen
NISMO Yutaka Suzuki Tsugio Matsuda (J) / Ronnie Quintarelli (I) MOTUL AUTECH GT-R Michelin
12 TEAM IMPUL Kazuyoshi Hoshino Hironobu Yasuda (J) /
João Paulo de Oliveira (BR)
Calsonic IMPUL GT-R Bridgestone
24 KONDO RACING Masahiko Kondo Lucas Ordonez (E, Rennen 1-3), Michael Krumm (D, Rennen 4-8)/ Daiki Sasaki (J) D’station ADVAN GT-R Yokohama
46 MOLA Toshiomi Oeki Satoshi Motoyama (J)/ Masataka Yanagida (J) S Road MOLA GT-R Michelin

SUPER GT GT300-Klasse: NDDP Racing mit einem GT-R NISMO GT3
In der zweiten Liga der Super GT, der GT-300-Klasse, ist NISMO mit einem GT-R des Teams NDDP Racing vertreten. Das Kürzel steht für Nissan Driver Development Program – das firmeneigene Talentförderprogramm. Unter Leitung des 69-jährigen Teammanagers und japanischen Motorsportidols Masahiro Hasemi startet mit Mitsunori Takaboshi ein 22-jähriger Fahrer, der mit Nissan Unterstützung 2014 die japanische Formel 3-Serie bestritt und im Schlussklassement Platz drei belegte. Zweiter Fahrer ist Kazuki Hoshino, Sohn des legendären Kazuyoshi Hoshino. Die Reifen für diesen GT-R liefert Yokohama.

Super Taikyu-Serie: Support für GT-R- und 370 Z-Teams
Last but not least setzen Nissan und NISMO auch 2015 ihren Support für in der japanischen Super Taikyu Serie startende Teams fort. Zunächst für Kunden eines GT-R NISMO GT3, die in der ST-X-Klasse konkurrieren. Die Kooperation zwischen dem Nissan Technical College und KONDO Racing geht in das nunmehr vierte Jahr, konkret mit dem Start eines GT-R unter der Bewerbung ThreeBond Nissan Technical College. Für die Studenten der Hochschule sind die Rennaktivitäten Teil ihres Ausbildungsprogramms.
In der ST-3-Klasse unterstützt Nissan/NISMO darüber hinaus alle Teams, die mit einem FairladyZ NISMO RC (Nissan 370Z NISMO) auf Punkte- und Trophäenjagd gehen.

Nissan stellt Motoren für LM P2- und – als Alleinlieferant – LM P3-Fahrzeuge
NISMO wird auch in der neuen Saison den seit vielen Jahren erfolgreichen VK45-Motor an Kundenteams liefern, die mit Nissan V8-Power die Rennen zur FIA World Endurance Championship (WEC) und europäischen Le Mans-Serie bestreiten. Technische Unterstützung und Wartung sind im Paket inbegriffen.

Für die neue LM P3-Klasse ist Nissan in Gestalt des VK50-Aggregats (5,0-Liter-V8-Sauger) sogar exklusiver Motorenlieferant. Die vom Le Mans-Veranstalter ACO (Automobile Club de l’Ouest) neu geschaffene Kategorie soll Teams und Fahrern als kostengünstige Einstiegsformel in den Langstreckensport dienen. Den Vertrieb des von NISMO entwickelten VK50-Motors übernimmt ORECA. Das Triebwerk ist darauf ausgelegt, eine ganze Rennsaison zu halten, so dass sich angesichts niedriger Wartungskosten ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis ergibt. Darüber hinaus besticht es durch eine gute „Fahrbarkeit“ und hohe Performance.

Globales Fahreraustauschprogramm: NISMO Athleten überqueren Kontinente
Das 2013 aus der Taufe gehobene Fahreraustauschprogram von Nissan und NISMO zielt darauf ab, den Rennsport Background junger Nissan Rennfahrer durch Einsätze auf anderen Kontinenten zu erweitern. Sowie den Austausch untereinander zu intensivieren. In diesem Jahr darf der erste Sieger der GT Academy, Lucas Ordonez, nach letztjährigen Einsätzen in der GT300-Klasse für die ersten drei Rennen der neuen Saison GT 500-Luft schnuppern. Zugleich wird er bei Einsätzen in der All Japan Formel 3-Meisterschaft (Champion Klasse) erstmals den Sprung in einen Formelrennwagen machen.

Katsumasa Chiyo wird wie schon 2014 eine volle Saison in der Blancpain Endurance Serie absolvieren, während Wolfgang Reip für den fünften Lauf zur Super GT-Serie, den 1000 Kilometer von Suzuka, als dritter Fahrer eines GT-R NISMO GT300 eingeplant ist.

Darren Cox: „Eine Karriereleiter von der PlayStation bis nach Le Mans“

Darren Cox, NISMO-Marketingchef und Leiter der weltweiten Nissan-Motorsportaktivitäten, sagt: „2014 war ein grandioses Jahr für Nissan und NISMO. Wir feierten nicht nur unser 30. Firmenjubiläum, sondern erzielten weltweit 84 Podestplätze und 42 Rennsiege. In diesem Jahr weiten wir unsere Aktivitäten durch den Einstieg in die LM P1-Klasse noch weiter aus. Der neue Nissan GT-R LM NISMO ist die oberste Stufe einer Karriereleiter, die einen GT Academy Sieger über die Stationen GT4, GT3, LM P3 und P2 bis in die P1-Topklasse führen kann. Lucas Ordonez hat bewiesen, dass diese Leiter funktioniert, und seine Ankunft in der Super GT GT500 und im LM P1 für Le Mans ist ein leuchtendes Beispiel für jeden, der vom Beruf des Rennfahrers träumt. Wir wollen den Motorsport wieder stärker demokratisieren – den Spaß, den Nervenkitzel, die Innovationen und den Forschergeist der Ingenieure jedermann zugänglich machen. Ich hoffe, wir können in einem Jahr zurückschauen und feststellen, dass wir genau das erreicht haben.”

NISMO-Präsident Miyatani: „Wir wissen, dass die LM P1 kein Spaziergang wird“
Shoichi Miyatani, CEO und Präsident von NISMO, sagt: „2014 haben wir den 30. Geburtstag von NISMO mit dem Gesamtsieg in der GT500-Klasse der Super GT-Serie gebührend gefeiert. In diesem Jahr geben wir nun unseren Einstand in der LM P1-Klasse der World Endurance Championship. Es ist schon einige Zeit her, dass sich Nissan und NISMO auf diesem Top-Niveau engagiert haben. Daher sind wir uns völlig bewusst, dass dies kein Spaziergang sein wird. Wir werden das erste Jahr auch als Möglichkeit nutzen, von einigen der Besten zu lernen. Auch 2015 sichert NISMO darüber hinaus Kundensupport in unterschiedlichsten Rennklassen – von der Super GT über die GT3-Serien bis zu den LM P2- und LM P3-Prototypen. So ist NISMO als die Performance-Marke von Nissan weltweit auf den Rennstrecken präsent.“

Quelle: Nissan

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