NISSAN-TEAM SIEGT BEI EUROPA-AUSKLANG

NISSAN-TEAM SIEGT BEI EUROPA-AUSKLANG 2011– Krumm/Luhr gewinnen beide Läufe im französischen Le Castellet
– GT-R-Duo erobert mit drittem Saisonsieg Führung im WM-Klassement zurück
– Nach letztem Rennen in Europa folgt nun eine siebenwöchige Sommerpause

Nissan geht mit einem hart erkämpften Sieg und der Rückeroberung der WM-Führung in die siebenwöchige Sommerpause der FIA GT1-WM. Beim siebten von elf Läufen im südfranzösischen Le Castellet fuhren Michael Krumm und Lucas Luhr im GT-R des Teams JRM Racing sowohl beim Qualifying Rennen am Samstag wie auch im Hauptrennen am Sonntag auf Platz eins. Der Erfolg auf dem Circuit Paul Ricard war nach den Triumphen von Silverstone und Portimao bereits der dritte Saisonsieg der beiden Deutschen. Mit jetzt 111 Punkten eroberten Krumm/Luhr die Führung in der Fahrerwertung von den Lamborghini-Piloten Markus Winkelhock/Marc Basseng zurück; zugleich verkürzte Nissan in der Markenwertung den Rückstand auf die Spitze auf fünf Punkte. Mit einem vierten Platz rundeten Jamie Campbell-Walter/David Brabham im Sumo Power GT-R die tadellose Nissan-Performance ab. Nur ein Aufhängungsdefekt am zweiten JRM-GT-R von Richard Westbrook/Peter Dumbreck vereitelte fünf Minuten vor Rennende ein noch besseres Teamresultat

Nach dem Sieg am Samstag im Qualifying-Rennen gebührte Michael Krumm die Pole Position beim „Championship Race”. „Im letzten Jahr kamen wir in Paul Ricard mit dem GT-R schon auf Platz zwei. Die Strecke liegt dem Auto also, und auch die 20 Kilo Zusatzballast sollten uns nicht allzu sehr stören”, gab sich der Wahl-Monegasse vor dem Start optimistisch. Krumms Teamkollegen Westbrook/Dumbreck gingen von Position sechs, die Sumo Power-Autos mit Nick Catsburg/Enrique Bernoldi und Campbell-Walter/Brabham von den Plätzen sieben und elf ins Rennen.

Krumm fuhr bei seiner Dienstfahrt vier Sekunden Vorsprung heraus
Bis zum Öffnen des Boxenstoppfensters konnte Krumm einen Vorsprung von vier Sekunden auf den Aston Martin von Enge herausfahren. Westbrook schnappte sich einen Konkurrenten und kam als Fünfter in die Boxen. Im Hinterfeld kämpfte sich Campbell-Walter nach zwischenzeitlichem Rückfall auf Platz zwölf wieder bis auf die achte Stelle vor. Dank eines ultraschnellen Fahrer- und Reifenwechsels ging sein Partner Brabham dann sogar als Sechster zurück ins Rennen.

Während die beiden JRM GT-R, nun gesteuert von Lucas Luhr und Peter Dumbreck, die Plätze eins und fünf behielten, hinkte Enrique Bernoldi im zweiten Sumo-Nissan mit Platz neun etwas hinter dem Marschtempo an der Spitze zurück.

In der zweiten Rennhälfte konnte sich der Koblenzer Luhr keineswegs ausruhen – zu stark beschattete ihn der nun von Ex-Nissan-Mann Darren Turner gesteuerte Aston Martin DBR9. Weiter hinten schob sich Dumbreck mit einem gekonnten Manöver am viertplatzierten Ford GT vorbei, während sich Bernoldi auf P7 verbesserte.

Nur knapp verpasste ein zweiter Nissan Platz drei auf dem Podium
In der Schlussphase kämpften dann gleich zwei Nissan/Aston Martin-Pärchen um die Top-Plätze: An der Spitze Luhr und Turner um den Sieg, gut zehn Sekunden dahinter Alex Müller und Dumbreck um Platz drei. Doch während vorne Luhr mit 0,8 Sekunden Vorsprung den Sieg für Nissan knapp aber sicher nach Hause fuhr, humpelte Dumbreck nach 27 von 29 Rennrunden mit Aufhängungsschaden zur Box. Sein Missgeschick spülte Brabham auf Platz vier vor – am Ende trennten den Australier sogar nur 0,6 Sekunden vom Drittplatzierten Aston Martin und damit dem Podium!

Michael Krumm war nach seinem dritten Saisonsieg natürlich überglücklich: „Am wichtigsten war heute, ohne Zwischenfall durch die erste Kurve zu kommen. Danach machte mir wie erwartet Tomas Enge im Aston Martin reichlich Druck. Doch so nach drei, vier Runden bauten die Reifen richtig Grip auf und ich konnte einen kleinen Vorsprung herausfahren. Insgesamt war es ein perfektes Wochenende bei meinem Heimrennen – Le Castellet liegt schließlich nur 200 Kilometer von Monaco entfernt! Nun geht es in sieben Wochen auf die für alle unbekannte Strecke in China.”

Luhr achtete sorgfältig auf das Profil seiner Reifen
Lucas Luhr schilderte den Nissan Erfolgstag so: „Als ich die Boxen verließ, hatte ich noch einen schönen Vorsprung, doch Darren Turner fuhr eine sehr schelle Out-lap und füllte bald meine Rückspiegel aus. Ich konnte ihn zwar erfolgreich abwehren, doch achtete ich immer darauf, die Reifen nicht zu stark zu strapazieren. Denn am Samstag haben wir ja erlebt, wie schnell sie auf dieser Strecke abbauen können.”

In der Tat zollten Richard Westbrook und Jamie Campbell-Walter im Qualifying-Rennen den stark nachlassenden Reifen ihrer GT-R Tribut. Bitter besonders für Westbrook: Er ging als Zweiter hinter Krumm in die letzte Runde und musste kampflos noch zwei Aston Martin vorbeiziehen lassen. Krumm dagegen siegte locker mit über acht Sekunden Vorsprung.

Zweimal sieben Woche Pause bis zum Saisonfinale
Nach einer siebenwöchigen Sommerpause geht die FIA GT1-WM mit drei Überseerennen in ihre Schlussphase: Dem Lauf in China am ersten September-Wochenende folgt erneut eine rennfreie Periode von sieben Wochen, ehe zwei Läufe in Südamerika – Curitiba (Brasilien) am 22./23. Oktober und San Luis (Argentinien) am 5./6. November – die Entscheidung im Titelkampf bringen müssen. Aktuell hält Nissan mit dem GT-R noch alle Aktien zum Sieg in beiden WM-Wertungen.

FIA GT-1-WM, Meisterschaftsstand nach sieben von zehn Läufen:

Teams
1. All-Inkl.com Münnich Motorsport D Lamborghini 169
2. JRM Racing GB Nissan 164

3. Young Driver AMR D Aston Martin 159
4. Hexis-AMR F Aston Martin 155
5. Sumo Power GT GB Nissan 103

Fahrer
1. Krumm/Luhr D/D Nissan GT-R 111
2. Winkelhock/Basseng D/D Lamborghini 97
3. Piccini/Hohenadel I/D Aston Martin 84
4. Mücke/Turner D/GB Aston Martin 79
5. Enge/Müller CS/D Aston Martin 74
6. Schwager/Pastorelli D/I Lamborghini 67
7. Campbell-Walter/Brabham GB/AUS Nissan 61

8. Piccione/Dusseldorp MC/NL Aston Martin 60

9. Maxime Martin B Ford GT 53
10. Mike Hezemans NL Corvette 46
11. Dumbreck/Westbrook GB/GB Nissan 44

12. Enrique Bernoldi BR Nissan 39


16. Warren Hughes GB Nissan 24

Quelle: Nissan

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