NISSAN SUCHT DEN DEUTSCHEN SUPERSTAR

NISSAN AT THE LE MANS 24 HOURS– Weltweit erfolgreiche GT Academy für 2012 mit eigener deutscher Serie
– In zehn Monaten vom virtuellen zum echten Spitzenrennfahrer
– Gesamtsieger winkt Start auf Nissan 370Z bei den 24 Stunden von Dubai

Die 2008 von Nissan Europa und Sony PlayStation gegründete europäische GT Academy wird in diesem Jahr erstmals um einen für deutsche Teilnehmer reservierten Wettbewerb erweitert. Er bleibt dem Kerngedanken der Akademie treu: Im Zuge eines mehrstufigen Auswahlverfahrens aus den schnellsten virtuellen Rennfahrern jene herauszufiltern, die ihre auf der Gran Turismo® 5 (GT5) für PlayStation®3 erzielten Rundenzeiten auch auf einer authentischen Rennstrecke abrufen können.

In einem ersten Sichtungsdurchgang wird Nissan ab dem 10. März über einen Zeitraum von 16 Wochen 32 Finalisten bestimmen, die sich dann Mitte Juli zu einem zweitägigen Deutschland-Finale am Nürburgring treffen. 16 der glücklichen Teilnehmer werden bei Live-Events ermittelt, unter anderem beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, bei der AMI in Leipzig und in den Showrooms der zwölf deutschen Nissan GT-R-Händler. Die übrigen 16 Piloten qualifizieren sich über wöchentliche Online-Zeitenjagden in der Rennsimulation GT5.

Auf dem Eifelkurs müssen die Spielekonsole-Champions erstmals beweisen, dass sie nicht nur virtuelle Steuerkünste besitzen. Denn schon 50 Prozent der dort vermittelten Lehrinhalte sind Tests mit einem Nissan 370Z auf der Grand Prix-Rennstrecke. Die zwölf Besten dieser zweiten Qualifikationsrunde lädt Nissan schließlich vom 5. – 10. August zu einem fünftägigen Racecamp ins britische Silverstone ein – dem Ort der finalen Entscheidung.

Eine dreiköpfige Jury – darunter Nissan-Werksfahrer und GT1-Weltmeister 2011 Michael Krumm sowie Bob Neville, Teammanager des britischen Nissan-Rennstalls RJN – entscheidet im Rahmen der deutschen GT Academy über Promotion und Nicht-Bestehen. Zwei Mentoren – eine davon die Nürburgring-„Königin” Sabine Schmitz – stehen dem Nachwuchs bei allen Fragen mit Rat und Tat zur Seite.

Der Gewinner der Endausscheidung erhält als Hauptpreis ein fünfmonatiges Intensiv-Fahrertraining, bei dem ihm die Sieger der anderen weltweit ausgetragenen GT Academy-Serien Gesellschaft leisten. Über nationale Rennen – zunächst in einem serienmäßigen 370Z und dann in einer heißeren GT4-Version – erwerben die Newcomer in kürzester Zeit die internationale C-Rennfahrerlizenz. Das umfangreiche Programm umfasst auch individuelle Trainingssitzungen in Silverstone unter Anleitung der Instruktoren, ein sportliches Aufbautraining, Einsätze im Kart, Training in einem Rennsimulator und in einer Hitzekammer, Lehrstunden zur Rennpsychologie und Szenarien, in denen die Stressanfälligkeit der Probanden überprüft wird. Ist das sowohl physisch wie mental höchst anspruchsvolle Mammutprogramm erfolgreich absolviert, dürfen die Absolventen schon einmal den 12. und 13. Januar 2013 dick im Kalender anstreichen – das Datum für das 24-Stunden-Rennen von Dubai, an dem sie auf einem Nissan 370Z teilnehmen dürfen.

Deutsche GT Academy läuft unabhängig vom europäischen Wettbewerb
Die neu ausgeschriebene deutsche GT Academy läuft zwar weitgehend nach den Regularien des europäischen Vorbilds, jedoch terminlich wie logistisch komplett unabhängig. „Neben Deutschland wird auch in anderen Ländern weltweit eine GT Academy stattfinden. Diese Länder werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. 2013 wird Nissan in Dubai bereits zwei 370Z einsetzen, um allen Einzel-Siegern einen Startplatz zu garantieren”, sagt Michel Jansen, Produktmanager Sport und 4×4-Fahrzeuge sowie Projektleiter GT Academy bei Nissan Center Europe in Brühl. „Die GT Academy wird 2012 noch globaler. Zugleich erhoffen wir uns hierzulande von der deutschen Serie einen noch höheren Aufmerksamkeitsgrad für diesen einzigartigen Talentsichtungswettbewerb.”

Hintergrund: Zwar kamen 2011 bei der dritten Auflage der europäischen GT Academy neben zwei französischen, italienischen, niederländischen, britischen und spanisch/portugiesischen auch zwei deutsche Teilnehmer bis ins Finale – doch am Ende konnte es wieder nur einen Sieger geben: Diesmal Jann Mardenborough, ein 20jähriger Youngster aus der walisischen Metropole Cardiff. Dank des eigenen GT Academy-Status darf Deutschland 2012 nun erstmals einen eigenen Nachwuchsstar aufbauen.

2011 hatten über 90.000 Teilnehmer aus zehn europäischen Ländern an den ersten Online-Wettfahrten teilgenommen. Gedriftet wurde auf einer vom legendären Gran Turismo®-Schöpfer Kazunori Yamauchi persönlich zusammengestellten Strecke namens „Eifel”; als Wettkampfgerät kam auf der PlayStation®3 der Nissan 370Z zum Einsatz. An der Spitze ging es extrem eng zu – hinter dem Sieger lagen die nächsten 145 Spieler innerhalb von einer Sekunde.

Die besten 12 aus sechs Regionen – darunter auch Deutschland und Österreich – waren danach in die nationalen Finalrunden aufgerückt. Aus diesen Halb-Finalrunden qualifizierten sich dann wiederum je zwei Piloten aus jeder Region für das große Finale von Silverstone. Wo unter anderem Ex-Formel-1-Star Eddie Irvine als Chef einer hochkarätig besetzten Jury auf sie wartete.

Lucas Ordonez – vom PlayStation®-Racer zum Profi binnen drei Jahren
Dass der Aufstieg vom virtuellen Rennfahrer zum realen Champion möglich ist, beweist eindrucksvoll Lucas Ordonez (26): Der Spanier saß noch Anfang 2008 auf seinem Sofa in Madrid und spielte eifrig auf der PlayStation. Inzwischen hat er sich zum Vollprofi entwickelt und belegte 2011 unter anderen den zweiten Platz bei den 24 Stunden von Le Mans in der LMP2-Klasse. Zugleich wurde er nach fünf Podiumsplätzen zum „Rookie of the Year 2011″ der ILMC-Serie (Intercontinental Le Mans Cup) gekürt. „Im Juni ging Lucas in Le Mans während der Nacht unmittelbar nach einem Regenschauer auf die Piste – spätestens da wurde ihm klar, dass dies kein Videospiel mehr ist. Die GT Academy ist sehr realitätsbezogen, und sie funktioniert auf jedem Niveau”, sagt Darren Cox, Leiter Marketing für Crossover und Sportwagen, Nissan Europe.

Doch auch der Franzose Jordan Tresson (23) – Jahrgangsbester 2010 – zeigt bereits vielversprechende Ansätze. 2011 gewann er auf einem vom Team RJN Motorsport eingesetzten 370Z den GT4-Cup im Rahmen der Blancpain Endurance Serie.

Als nächste sollen nun die frischgebackenen Sieger der Saison 2011 – Jann Mardenborough und Bryan Heitkotter (Gewinner der US-Serie) – die Erfolgstory fortschreiben. Als dritten und vierten Fahrer hat sie daher Nissan für jenen 370Z nominiert, der beim diesjährigen 24-Stunden-Rennen von Dubai mit Ordonez und Tresson als Topfahrer an den Start geht.

„Wir sehen kein Risiko darin, dass sich vier Fahrer in einem Auto abwechseln, die vor 2008 noch keine Autorennen gefahren sind”, sagt Darren Cox. „Als wir die GT Akademie gründeten, hielten uns viele für verrückt. Doch die Ergebnisse sprechen inzwischen für sich und haben auch die letzten Zweifler zum Verstummen gebracht.”

Quelle: Nissan

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