NISSAN SCHAFFT DAS DOUBLE AM NÜRBURGRING

NISSAN SCHAFFT DAS DOUBLE AM NÜRBURGRINGNach einem Rennen voller Dramen und Rückschläge gab es für das Nissan GT Academy Team RJN am Ende doch noch ein Happy End: Nach sechs Stunden auf dem Grand Prix-Kurs des Nürburgrings reichte Lucas Ordoñez ein achter Platz in der Pro-Am-Klasse, um mit drei Punkten Vorsprung auf das in der Eifel siegreiche Ferrari-Trio den Fahrertitel der Blancpain Endurance Serie zu gewinnen.

Der deutsche GT Academy-Gewinner 2012, Peter Pyzera, der zusammen mit Ordoñez und Wolfgang Reip im GT-R Nismo GT3 mit Startnummer 35 fuhr, landete in seinem ersten Jahr als „echter” Rennfahrer auf einem hervorragenden dritten Schlussrang in der Pro-Am-Kategorie. „Eine klasse Leistung von Peter”, freut sich Thomas Hausch, Geschäftsführer der Nissan Center Europe GmbH. „Er hat gezeigt, dass er nicht nur auf der PlayStation, sondern auch am Steuer des Nissan GT-R Nismo GT3 verdammt schnell ist und sich als echter Racer behaupten kann.” Grund zum Jubel gab es für Nissan auch in der Teamwertung: Nach dem Ausfall der ebenfalls um die Meisterschaft fahrenden Teams AF Corse und TDS Racing sicherte sich das Team RJN noch vor Halbzeit des Rennens auch die Team-Wertung. Peter Pyzera wurde beim Heim-GP nichts geschenkt.

Im Fußball gibt es den geflügelten Spruch vom „dreckigen” 1:0-Sieg. Und manchmal muss halt auch im Motorsport eine suboptimale Leistung reichen, um dank hervorragender Ergebnisse in den vorangegangenen Läufen trotzdem als Gesamtsieger vom Platz zu gehen. Genau so erging es auch dem Nissan GT Academy Team RJN beim Finale zur Blancpain Endurance-Serie, dem 1000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring. Während der Kampf um den Team-Titel nach dem frühen Ausfall des Ferrari 458 Itala von Hommerson/Machiels/Babini und des BMW Z4 von Hassid/Badey schon vor Halbzeit zugunsten von Nissan entschieden war, wurde es im Fight um die Fahrer-Krone am Ende noch einmal eng. Fieberhaft rechnete Teamchef Bob Neville aus, auf welchem Platz der weit zurückgefallene Nissan landen müsste, um Lucas Ordoñez trotz bereits mehrerer unplanmäßiger Boxenstopps den Pro-Am-Cup zu sichern. Am Ende sorgte dann Peter Pyzera bei seinem „Heim”-GP dafür, dass der Tag für Nissan doch noch zu einem guten Ende führte. „Im Gegensatz zu sonst waren wir hier von Anfang an nicht bei den Schnellsten”, bekannte der Gladbecker. „Es fehlte dem Auto an Grundspeed, dazu kamen dann nachlassende Bremsen und schließlich eine Kollision in Kurve Eins mit einem privaten Ferrari, der uns einen sehr langen Reparaturstopp einbrachte. Am Ende überwog dann nur noch die Freude über die beiden Titel für Nissan!”

Alex Buncombe auf dem Weg zum Titel durch Bremsprobleme gestoppt
Großer Pechvogel im Nissan-Camp war am Nürburgring fraglos Alex Buncombe. Die Entscheidung schien bereits zugunsten des Briten gefallen, als ein Abflug in der fünften Stunde den Briten aus allen Titelträumen riss. Partner Jann Mardenborough hatte den GT-R Startnummer 32 auf Platz zwei liegend nach Bremsproblemen in die Reifenstapel gesetzt. Das Richten der Karosserie und der Wechsel der Bremsen warfen das Team bis auf Platz neun (mit 23 Runden Rückstand auf die Klassensieger) zurück. „In Spa sind wir zwölfeinhalb Stunden mit einem Satz Bremsen gefahren, und hier am ‚Ring‘ zerbröseln die Beläge nach viereinhalb Stunden”, fand Buncombe keine Erklärung für die Probleme. Lucas Ordoñez spendete Trost: „Alex hat bis dahin alles richtig gemacht, er hätte den Titel genauso verdient gehabt wie ich.”

Nissan trat 2013 regelmäßig mit zwei GT-R Nismo GT3 in der Pro-Am-Klasse der Blancpain Endurance Serie an. In Monza, Silverstone, Paul Ricard, Spa und am Nürburgring kamen neben Full-time-Rennfahrer Alex Buncombe ausschließlich ehemalige und aktuelle GT Academy-Sieger zum Einsatz: Lucas Ordoñez, Jann Mardenborough, Wolfgang Reip, Mark Shulzhitskiy, Peter Pyzera und Steve Doherty.

Pyzera-Highlights 2013: Sieg in Silverstone und Platz drei in Spa
Gesamtsieger Ordoñez (28) blickt bereits auf einige Karriere-Highlights zurück. 2011 und 2013 erreichte er Podiumsplätze in der LMP2-Klasse bei den 24 Stunden von Le Mans; 2012 gelang der gleiche Coup auch bei den 24 Stunden von Dubai. Zusammen mit Peter Pzyera gewann er in diesem Jahr das Rennen in Silverstone, bei den 24 Stunden von Spa fuhren die beiden auf Platz drei. „Trotz all der Dramen sind wir als Gesamtsieger aus diesem harten Rennen hervorvorgegangen”, sagte Lucas nach der Zieldurchfahrt am Nürburgring. „Ich freue mich für Nissan, die GT Academy und RJN Motorsport. Zusammen haben wir einen weiteren großen Schritt nach vorne gemacht, und ich kann es kaum erwarten, dieses Abenteuer zusammen mit Nissan fortzusetzen.”

Hinter Ordoeñz und den Nürburgring-Siegern Ladygin und Shaiter belegt Peter Pyzera Platz drei in der Endwertung, gefolgt auf Position vier von Alex Buncombe. „Das ist ein großartiges Ergebnis für unsere GT Academy-Champions”, lobt Nissan Motorsport-Direktor Darren Cox. „Die Blancpain Endurance Serie ist die weltweit härteste Meisterschaft für GT3-Wagen. Daher zeugt das Double in der Pro-Am-Klasse nicht nur von der starken Performance unserer Fahrer, sondern auch von der Stärke der ganzen Nissan-‚Familie’. Ich bin sehr stolz auf jedes Mitglied des Teams.”

Erfolgreicher Einsatz von Kazuki Hoshino im GT-R des Teams JRM Racing
Das 1000-Kilometer-Rennen am Nürburgring sah im Rahmen des weltweiten Fahrer-Austauschprogramms von Nismo auch den ersten Einsatz von Kazuki Hoshino in der Blancpain Serie. Im GT-R des Teams JRM Racing belegte der Japaner zusammen mit Peter Dumbreck und Steven Kane Platz sechs im Gesamtklassement und Rang fünf in der Profirennfahrern vorbehaltenen Pro-Kategorie.

Finale Punktestände

Fahrer:
1. Lucas Ordoñez | Nissan GT-R | 66
2. Ladygin/Shaiter | Ferrari 458 Italia | 63
3. Peter Pyzera | Nissan GT-R | 62
4. Alex Buncombe | Nissan GT-R | 53

Teams
1. GT Academy | Team RJN Nissan | 86
2. AF Corse | Ferrari | 79
3. SMP Racing | Ferrari | 69

Quelle: Nissan

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