NISSAN NACHWUCHSSTARS BEREIT FÜR DIE ARDENNEN-ACHTERBAHN

PETER PYZERA STEHT VOR INTERNATIONALEM RENNFAHRER-DEBUTAm kommenden Wochenende lässt Nissan seine Nachwuchsriege auf einer der schönsten Rennstrecken der Welt gegen die Creme de la crème des internationalen GT-Rennsports antreten. Mehr als 70 Fahrzeuge werden am Samstag, 27. Juli 2013, um 16:30 Uhr an den Start des 24 Stunden-Rennens von Spa-Francorchamps gehen. Bei der 65. Auflage des erstmals 1924 ausgetragenen Klassikers kämpfen die acht Fahrer der Nissan GT-R Nismo GT3 gegen die geballte Konkurrenz von McLaren, Lamborghini, Ferrari, Audi, Porsche, Aston Martin und BMW. Gesteuert von 250 weiteren Piloten – darunter Ex-Formel 1-Piloten wie Bruno Senna oder LMP1-Werksfahrer wie Marcel Fässler und André Lotterer.

Im rot-weißen Nissan GT-R Nismo GT3 mit Startnummer 35 spannen mit Jann Mardenborough, Lucas Ordoñez, Wolfgang Reip und Peter Pyzera je zwei ehemalige und aktuelle GT Academy-Sieger zusammen. Im schwarzen Schwesterauto mit Startnummer 32 teilen sich die Brüder Alex und Chris Buncombe die Lenkarbeit mit den beiden GT Academy-Siegern von 2012, Mark Shulzhitskiy und Steve Doherty.

Pyzera: „Der GT3 hat im Regen so viel Grip wie der Serien-GT-R im Trockenen”
Der deutsche GT Academy-Champion Peter Pyzera konnte im Rahmen des offiziellen Testtags gerade einmal fünf Runden auf dem für ihn neuen Kurs absolvieren – und das auch noch im für Spa so typischen Regen. „Das Auto wurde erst nach der Mittagspause fertig, doch da meine Zeiten auf Anhieb gut waren, holte mich das Team schnell wieder rein. Spa ähnelt von der Landschaft dem Nürburgring und hat einige echte Mutpassagen zu bieten. Am meisten erstaunte mich, wie viel Grip unser Nissan im Nassen aufbaut. Im Prinzip hat er so viel Haftung wie ein Serien-GT-R im Trockenen. Dank der verstellbaren Traktionskontrolle ist er auch beim Beschleunigen gutmütig und sicher zu fahren.”

Im Dunkeln hat der Gladbecker die Ardennen-Achterbahn dagegen noch nicht kennengelernt: „Bislang bin ich ohnehin nur bei den 24 Stunden von Dubai bei Nacht gefahren. Doch das war eine gut beleuchtete Strecke mit großen Auslaufzonen. Das ist in Spa anders, sodass die Nachtstunden sicher besonders spannend werden.”

Jann Mardenborough: Dreimal Formel 3, dann 24 Stunden im Nissan
Für Jann Mardenborough steht ein besonders geschäftiges Wochenende an. Denn der gebürtige Waliser bestreitet in Spa zusätzlich drei Läufe à 30 Minuten zur britischen Formel-3-Meisterschaft. Schon am Freitag muss Jann zweimal (um 10:10 Uhr und 13:30 Uhr) in seinen Monoposto klettern, ein drittes Mal am Samstag um 11:50 Uhr. „Ich bin mit meinem Formel-3-Ingenieur und mit RJN-Chef Bob Neville den Zeitplan durchgegangen – solange es zu keinen Verschiebungen kommt, sollte alles klappen”, gibt sich Jann zuversichtlich. „In den GT-R Nismo GT3 zurückzukehren, ist eine tolle Sache. Natürlich ist der Unterschied zur Formel 3 groß, weil auch ein ganz anderer Fahrstil gefragt ist. Der Formel 3 ist am schnellsten, wenn die Strecke topfeben ist, der GT-R Nismo GT3 ist schwerer und man muss das höhere Gewicht geschickt zu seinen eigenen Gunsten ausnutzen.”

Wolfgang Reip: „2012 war ich hier noch als Zuschauer an der Strecke”
Lokalmatador Wolfgang Reip befand sich beim Start zu den letztjährigen 24 Stunden von Spa noch in der Endausscheidung der GT Academy – nun geht der Belgier selbst an den Start des berühmtesten Autorennens seines Landes. „In Spa zu fahren ist definitiv das Highlight meiner Karriere”, sagt Reip. „Das war immer ein Traum von mir. Im letzten Jahr war ich hier noch als Zuschauer, hatte mich gerade für das Race Camp qualifiziert und scherzte noch mit meinem Freund: ‚Vielleicht bin ich ja nächstes Jahr selbst hier dabei.‘ Ich hoffe vor allem, dass wir ankommen, ohne Zwischenfälle wird ein gutes Ergebnis von selbst kommen. Ein Platz auf dem Podium der Pro-Am-Klasse wäre phantastisch.”

„Nach Spa kommen echte Fans, die richtigen Motorsport sehen wollen”
Es gibt kaum einen Rennfahrer, der die Strecke von Spa nicht liebt. Mit vielen langgezogenen Kurven und Mut-Passagen wie der Eau Rouge und Blanchimont trennt sich schnell die Spreu vom Weizen. „Spa ist einfach unglaublich”, schwärmt Jann Mardenborough. „Eau Rouge zum Beispiel ist eine Kurve, bei der man als Fahrer sehr gut Zeit gutmachen kann. Die Strecke ist ein schöner Mix aus schnellen und langsamen Kurven, mit sehr eng an der Strecke stehenden Leitplanken. Daher werden Fehler in der Regel schnell bestraft. Auch ist es wichtig, auf Kieselsteine, Geröll und Kleinteile zu achten, die sich während des Rennens auf der Strecke ansammeln. Ich liebe die Atmosphäre rund um ein 24-Stunden-Rennen – da kommen echte Fans, die authentischen Motorsport sehen wollen. Und allein im Dunkeln über eine Rennstrecke zu fahren, gehört zu den coolsten Sachen im Motorsport überhaupt.”

Nissan GT Academy Team RJN führt Tabelle der Pro Am-Wertung an
Das Nissan GT Academy Team RJN liegt nach drei von fünf Läufen an der Spitze der Pro-Am-Wertung der Blancpain Endurance Serie – ein starkes Ergebnis in Spa würde die Spitzenposition untermauern. Unterstützung erhält die Mannschaft wie gewohnt durch die beiden GT-R Nismo GT3 des Teams JRM. Im für die Pro-Class genannten Fahrzeug sitzen die drei Stammpiloten Lucas Luhr, Peter Dumbreck und Steven Kane, während im zweiten GT-R (Pro-Am-Klasse) Humaid Al Masaood, Charles Bateman, Matt Bell und der britische GT4-Meister Jody Fannin in die 24-Stunden-Schlacht durch die Ardennen gehen.

Quelle: Nissan

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