NISSAN MIT ZWEI GT-R BEIM 24 STUNDEN RENNEN AUF DEM NÜRBURGRING

NISSAN MIT ZWEI GT-R BEIM 24 STUNDEN RENNEN AUF DEM NÜRBURGRING 2012– Japans legendärer Sportwagen startet am 19. Mai im eigenen Wohnzimmer
– Zwei seriennahe Modelle testen neue Technologien auf deren Zuverlässigkeit
– Michael Krumm und Lucas Ordonez sind prominenteste Nissan-Piloten in der Eifel

Der Nissan GT-R gilt als ein König der Nordschleife. In unzähligen Testrunden haben Nissan Ingenieure ihren Supersportwagen in der „Grünen Hölle” gestählt und über die Jahre immer weiter perfektioniert. Nun treten am 19./20. Mai zwei seriennahe Versionen zum 40. ADAC-24-Stunden-Rennen am Nürburgring an – quasi im eigenen Wohnzimmer.

Wenn die Startampel um 16 Uhr auf Grün springt, geht es Nissan weniger um Top-Plätze im Gesamtklassement, als um den ultimativen Zuverlässigkeitstest für neue Technologien, die den GT-R demnächst noch schneller machen sollen. Kazutaka Mizuno, als Chief Vehicle Engineer und Chief Product Specialist so etwas wie der Gottvater des GT-R, sagt: „Es ist nun vier Jahre her, seit Nissan den aktuellen GT-R R35 auf den Markt brachte. 2007 fuhr der Wagen eine Nürburgring-Bestzeit von 7:38 Minuten – dieser Wagen umrundet die Nordschleife in nur noch in 7:20 Minuten.” Und das soll noch längst nicht das letzte Wort sein.

Die beiden am Nürburgring eingesetzten Fahrzeuge basieren auf der japanischen Club Track Edition des GT-R. Ein straßenzugelassener Gran Turismo für die Rennstrecke, veredelt in Co-Produktion von Nismo, Nova Engineering und Nordring. Zu den reglementbedingten Modifikationen gehören ein Überrollkäfig und der auf 120 Liter vergrößerte Tank. Aber auch das in eine vertikale Position hochklappbare Lenkrad, Rennschalensitze mit Hosenträgergurten und ein Feuerlöschsystem sind Pflicht.

Optimierte Dynamik, breitere Felgen und geschmiedete Bremssättel
Dazu kommen Neuerungen, die nun erstmals im Renneinsatz auf ihre Serientauglichkeit überprüft werden sollen. Darunter eine dezent neu modellierte Frontpartie für mehr Abtrieb und einen optimierten Cw-Wert sowie ein größeres Flügelwerk am Heck für ein Plus an Anpressdruck. Der Motor – ein 3,8 Liter großer Twin-Turbo-V6 mit vier obenliegenden Nockenwellen, vier Ventilen pro Zylinder und einer Leistung von 404 kW (550 PS) – präsentiert sich dagegen ebenso im Serienzustand wie die Kraftübertragung. Beim Fahrwerk beschränken sich die Maßnahmen auf von 9,5 auf 10 Zoll verbreiterte Felgen, versteifte Aufhängungspunkte und Hochleistungsbremsen mit geschmiedeten Sätteln. Das Interieur präsentiert sich identisch mit der puristischen Club Track Edition des GT-R.

Zu den prominentesten Nissan Startern beim 24-Stunden-Rennen 2012 gehören der Nissan Werksfahrer und amtierende GT1-Weltmeister Michael Krumm und der Spanier Lucas Ordonez, Sieger der GT Academy 2009. Krumm teilt sich den GT-R mit Startnummer 23 (GT-R Development Team) mit den Japanern Toshio Suzuki, Tetsuya Tanaka und Kazuki Hoshino; als Teamchef fungiert Kazutaka Mizuno höchstpersönlich.

Bewerber der beiden Nissan ist das Nissan Center Europe
Auf dem zweiten GT-R mit Startnummer 123 (Poliphone Digital Team) wechselt sich Lucas Ordonez mit Tobias Schulze (Weißenfels) und den Japanern Kazunori Yamauchi und Yasukichi Yamamoto ab. Teammanager ist Martin D. Scheel. Beide Nissan GT-R starten unter der Nissan Center Europe GmbH.

„Der GT-R wird sich in den nächsten fünf Jahren weiterentwickeln – und dabei immer ein wenig schneller und fahragiler werden. Doch parallel zur steigenden Performance muss auch die Zuverlässigkeit und Langlebigkeit des Autos gewährt bleiben”, betont GT-R-Papst Mizuno. „Aus diesem Grund haben wir uns das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ausgesucht – denn es gibt weltweit kein härteres Erprobungsfeld als dieses Rennen.”

„Beim kleinsten Fehler schaltet der GT-R auf Allradantrieb um” (M. Krumm)
Nach den ersten Testfahrten in Japan zeigten sich die Fahrer schon tief beeindruckt vom schneeweiß lackierten GT-R. Kazuki Hoshino etwa schwärmte. „Es ist kaum zu glauben, dass ein solch seriennaher GT-Rennwagen so schnell sein kann.” Michael Krumm ergänzte: „Sobald dir ein kleiner Fehler unterläuft, der Wagen übersteuert oder rutscht, schaltet der GT-R sofort auf Allradantrieb um. So wirst du schneller, bist aber auch sicherer unterwegs. Extrem wichtig gerade am Nürburgring.”

Mizuno steckt noch einmal die Ziele für das große Rennen im Mai ab: „Zunächst wollen wir die 24 Stunden beenden, um so die Zuverlässigkeit des Autos und seiner neuen Komponenten unter Beweis zu stellen. Daher werden die Wagen auch nicht von unserer Motorsportabteilung Nismo, sondern direkt vom GT-R-Entwicklungsteam eingesetzt.

Das Rennen gibt uns ferner die Chance, auch als Team noch enger zusammenzuwachsen. Die Evolution eines Autos funktioniert nur, wenn sich auch die Menschen dahinter weiterentwickeln. Wir hoffen, dass die Vorstellung der Fahrzeuge am Nürburgring ein Vorspiel zu dem sein wird, was Nissan GT-R-Fans in naher Zukunft erwarten können.”

„Es gibt kein ultimatives Entwicklungsziel für den GT-R” (K. Mizuno)
Oft werde er nach dem ultimativen Entwicklungsziel für den GT-R gefragt, sagt Mizuno. „Meine Antwort heißt dann: Das gibt es nicht. Denn immer, wenn ein Kunde einen GT-R gekauft hat, fordert er spätestens nach einem Jahr noch mehr PS, noch höhere Querbeschleunigungen, noch bessere Bremsen und noch mehr Fahrspaß. Daher ist unser Ziel nicht die Performance des Autos an sich, sondern die Erwartungen unserer Kunden an einen GT-R immer wieder aufs Neue zu erfüllen.”

Und Pilot Suzuki freut sich schon: „Wenn wir den Wagen jedes Jahr immer ein wenig schneller machen, bin ich sehr gespannt, wo wir irgendwann einmal landen.”

Quelle: Nissan

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