NISSAN IM SERIENNAHEN GT-R MIT ACHTUNGSERFOLG

NISSAN IM SERIENNAHEN GT-R MIT ACHTUNGSERFOLG– Klassensieg und Platz 30 im Gesamtklassement für GT-Academy-Gewinner Lucas Ordonez
– Seriennahe Sportwagen behauptet sich im Top-Feld lupenreiner Rennwagen
– Michael Krumm im zweiten Teamauto macht Doppelsieg in SP8T-Klasse perfekt

Umringt von lupenreinen Renn-GT- und -Tourenwagen hat der nahezu seriennahe Nissan GT-R im 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring einen beachtlichen Platz 30 im Gesamtklassement behauptet. Zudem holten das Fahrerteam um Lucas Ordonez, Sieger der ersten GT Academy des Jahres 2008, den Japanern Kazunori Yamauchi und Yasukichi Yamamoto sowie Tobias Schulze (Weißenfels) den Sieg in der Klasse SP8T. Als zweites Nissan-Team konnten sich der amtierende GT1-Weltmeister Michael Krumm und seine drei japanischen Teamkollegen Toshio Suzuki, Kazuki Hoshino und Tatsuya Tanaka mit Platz zwei in der Klasse beim Eifel-Klassiker plazieren. Der Nürburgring gilt als „Wohnzimmer” des Nissan GT-R. Traditionell verpasst Nissan seinem Kult-Sportwagen auf der Nordschleife den letzten Feinschliff; immer wieder verbesserten GT-R in der „Grünen Hölle” den Rundenrekord für Serienfahrzeuge.

Vor 235.000 Zuschauern rund um die 25 Kilometer lange Berg-und-Tal-Bahn und bei für Eifel-Verhältnisse ungewöhnlich freundlichem Wetter stellte der vom PlayStation- zum realen Rennsport-Profi avancierte Lucas Ordonez einmal mehr seine Allround-Qualitäten unter Beweis. „Meinen ersten Turn habe ich vorsichtig begonnen”, berichtete der Spanier. „Am Anfang herrscht hier extrem viel Verkehr, man wird leicht Opfer eines unverschuldeten Unfalls.” Besonders genossen habe er dann die Runden bei Nacht, in der der Nissan „perfekt” lag und er den Rhythmus der Nordschleife mehr und mehr verinnerlichte. Leichte Ernüchterung dann am nächsten Morgen: „Die Außentemperaturen stiegen sehr schnell – als Folge änderte sich auch das Handling. Der GT-R war zwar noch immer sehr schnell, seine Reaktionen erforderten aber mehr Konzentration. So wurde das Fahren mental anstrengender.” Lohn der Mühen für das Nissan Quartett war am Ende der Klassensieg ihrer Nummer 123. Fazit von Ordonez: „Ich habe an diesem Wochenende viel gelernt. Und nun noch mehr Respekt vor dem Nissan GT-R und dieser einmaligen Rennstrecke.”

Die japanische „Club Track Edition” des GT-R ist ein für die Straße zugelassener Gran Turismo mit einer Lizenz für die Rennpisten. Veredelt wird er in starker Co-Produktion von Nismo, Nova Engineering und Nordring. Zu den lediglich kraft Reglement bedingten Modifikationen gehören ein Überrollkäfig und der auf 120 Liter vergrößerte Tank. Aber auch das hochklappbare Lenkrad, Rennschalensitze mit Hosenträgergurten und ein Feuerlöschsystem sind den Vorschriften eines Rennens wie am Nürburgring geschuldet.

Dazu kamen am vergangenen Wochenende jedoch auch Neuerungen, die Nissan unter dem wachsamen Auge von Kazutaka Mizuno, Chief Vehicle Engineer und Chief Product Specialist, erstmals auf ihre Serientauglichkeit und Dauerhaltbarkeit prüfte. Unter den neuen Teilen: eine mit Blick auf zusätzlichen Abtrieb und noch bessere Cw-Werte modifizierte Frontpartie sowie ein vergrößerter Heckspoiler für eine Extradosis Anpressdruck. Der 3,8 Liter große Twin-Turbo-V6 mit 404 kW (550 PS) blieb dagegen ebenso unangetastet wie Kraftübertragung und Allradantrieb. Auch beim Fahrwerk hielten sich die „Tuning”-Maßnahmen in Grenzen: von 9,5 auf 10 Zoll verbreiterte Felgen, versteifte Aufhängungspunkte und Hochleistungsbremsen mit geschmiedeten Sätteln.

Michael Krumm: „Dieser seriennahe GT-R ist fast so schnell wie eine GT3-Version”
„Dieses Resultat ist sehr wichtig für die weitere Entwicklung des Autos”, sagte Michael Krumm, der im identischen GT-R mit Startnummer 23. „Diese ‚Club Track Edition’ des GT-R ist für ein Straßenfahrzeug unglaublich schnell und liegt nahe am Niveau eines GT3-Fahrzeugs. Die Leistung ist sehr beeindruckend, und es war sehr aufregend, diesen Nissan über die Nordschleife zu scheuchen.”

Nissan wird den legendären GT-R in den nächsten fünf Jahren weiter entwickeln – und ihn dabei noch ein wenig schneller und fahragiler machen. Damit trotz steigender Performance die Zuverlässigkeit und Langlebigkeit des Autos auch künftig gewährt bleibt, bestreitet Nissan unter anderem das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. „Denn es gibt weltweit kein härteres Erprobungsfeld”, weiß Chefentwickler Mizuno, allgemein anerkannter Gottvater des Nissan GT-R.

Quelle: Nissan

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