NISSAN GT-R EROBERT DEN MOUNT PANORAMA

Nissan GT-R erobert den Mount Panorama„Godzilla“ ist zurück. Über 22 Jahre nach dem letzten Sieg eines Nissan GT-R auf dem legendären Kurs am Mount Panorama gewann das Nissan Athlete Global Team am Sonntag das zwölf Stunden Rennen von Bathurst in Australien. Held in einer an Spannung kaum noch zu überbietenden Schlussphase war der auf Platz drei liegende Nissan Schlussfahrer Katsumasa Chiyo. Dem Japaner war es gelungen, nach der letzten von 20 Safety Car-Phasen in der vorletzten Runde zunächst den Audi R8 von Laurens Vanthoor und kurz darauf auch noch den führenden Bentley von Matt Bell hinter sich zu lassen. Um dann bis zur Zielflagge noch einen Vorsprung von 2,4 Sekunden herauszufahren. Mit Chiyo freuten sich zwei ehemalige Champions der von Nissan und Sony organisierten GT Academy über den historischen Sieg: Wolfgang Reip (Sieger der Europa-Wertung 2012) und der deutsche GT Academy-Meister von 2013, Florian Strauss.

Strauss: „Zielten eigentlich vor allem auf den Sieg in der GT3-Am-Klasse“
Der Berliner war kurzfristig als Ersatzmann für Alex Buncombe eingesprungen, der just am Bathurst-Wochenende in England die Geburt seines ersten Sohnes (Austin) feiern konnte. Für Florian, der sich erst seit 18 Monaten „Rennfahrer“ nennen darf, war es nach dem Klassensieg beim 24 Stunden Rennen von Dubai Anfang Januar der größte Erfolg seiner noch jungen Karriere: „Unser primäres Ziel war der Sieg in der Klasse GT3-Am – dass es dann sogar zum Gesamtsieg gereicht hat, freut uns natürlich um so mehr. Der Nissan lief während des gesamten Rennens absolut problemlos, wir lagen immer in Reichweite der Spitze, schonten den GT-R aber ab Rennmitte ein wenig, um noch Reserven für einen Schlussspurt zu haben. Strauss, den der Anruf des Teams im Urlaub in Thailand erreicht hatte, kam mit der für ihn neuen Strecke auf Anhieb sehr gut zurecht. „Der Wagen gab mir sehr viel Vertrauen, ich kam schnell in einen guten Rhythmus und lag mit meinen Zeiten nur wenig hinter meinen Teamkollegen zurück.“

Nach Trainingsausrutscher von Chiyo Nachtschicht für die Mechaniker
Der erste Triumph eines Nissan GT-R nach dem Doppelerfolg in den Bathurst 1000-Rennen der Jahre 1991 und 1992 war für Nissan jedoch alles andere als ein Spaziergang. Denn nach einem Ausrutscher Chiyos im Qualifying stand für die NISMO-Mechaniker eine Nachtschicht an. Erst um 04:30 am Morgen (Lokalzeit) war der GT-R mit Startnummer 35 wieder hergerichtet und bis ins letzte Detail wie neu. Um 5:50 Uhr nahm dann Wolfgang Reip noch in völliger Dunkelheit von Startplatz drei das Rennen in Angriff.

Für Katsumasa Chiyo, 2014 in Bathurst nach einem unverschuldeten Unfall noch tragischer Held im Nissan-Lager, brachte das Rennen von 2015 ein echtes Happy End: „Solch ein Finale hätte ich mir vor dem Start nicht vorstellen können, schließlich starteten wir ja noch in der Amateur-Klasse. Doch der Nissan war sehr gut abgestimmt und besonders auf der langen Geraden sehr schnell. Ja, und dann hatte ich plötzlich diese Chance nach dem Restart zwei Runden vor Schluss…“

Darren Cox: „Ein weiteres ruhmreiches Kapitel für NISMO und den GT-R“
„Das ist ein wirklich historisches Ergebnis für Nissan und ein weiteres ruhmreiches Kapitel in der Geschichte von NISMO und des legendären GT-R“, sagte Darren Cox, NISMO-Marketingchef und Leiter der weltweiten Nissan-Motorsportaktivitäten. „Ich bin stolz auf das Teamwork einer multinationalen Truppe aus Fahrern, Ingenieuren und Mechanikern. Die Nachricht vom Sieg in Bathurst wird alle GT-R-Fans von Australien bis Japan und natürlich auch jene in Belgien, Deutschland und Großbritannien elektrisieren.“

12 Stunden von Bathurst (Australien)

Ergebnis nach 269 Runden*:
1. Strauss/Katsumasa/Reip Nissan GT-R Nismo GT3 12:00:11,028
2. Mapelli/Vanthoor/Winkelhock Audi R8-LMS 12:00:13,480
3. O’Young/MacDowall/Mücke Aston Martin Vantage 12:00:13,829
4. Smith/Kane/Bell Bentley Continental 12:00:14,810
5. LeBrocq/Muscat/Canto Mercedes SLS AMG GT3 12:00:14,971

*davon 73 Runden hinter dem Safety Car

Quelle: Nissan

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