NISMO: DIE MOTORSPORTAKTIVITÄTEN HEUTE

Neben der starken Präsenz in der digitalen Welt engagiert sich Nismo natürlich auch weiterhin erfolgreich und ideenreich im realen Motorsport.

Kaum ein anderes Fahrzeug könnte die ungebrochene Innovationsfreude der Ingenieure besser versinnbildlichen als der Nissan DeltaWing. Das spektakuläre Experimentalfahrzeug setzt auf die Formel “halbes Gewicht, halbe Leistung, halber Luftwiderstand” – und verbraucht als Folge nur halb so viel Treibstoff und Reifengummi wie ein konventioneller Le Mans-Sportprototyp.

Der im März 2012 vorgestellte DeltaWing gab bereits drei Monate später bei den 24 Stunden von Le Mans sein Debüt. Beim französischen Klassiker startete er aus der für Experimental-Fahrzeuge reservierten „Garage 56″. Sie räumt Autos mit alternativen Konzepten eine „Wild Card” ein – als Konzession an den Veranstalter starten diese jedoch außer Konkurrenz. Der DeltaWing schrieb auf Anhieb Schlagzeilen – und das nicht nur als Folge seines fremdverschuldeten Einschlags in einen Reifenstapel. Nissans japanischer Werksfahrer Satoshi Motoyama versuchte zwar in 90minütiger heroischer Arbeit, das Auto noch einmal flott zu machen, doch waren die Beschädigungen zu groß. Trotz des vorzeitigen Ausfalls war das Le Mans-Wochenende ein großer Erfolg für das DeltaWing-Projekt und auch für Nismo.

Ein Viertel des Teilnehmerfeldes setzte auf japanische Motorenpower; im Feld der LMP2-Prototypen arbeitete sogar in jedem zweiten Auto ein Nissan-Motor im Heck. Und der DeltaWing lag bis zu seinem Aus im zuvor abgesteckten Zielkorridor.

Platz fünf beim „Petit Le Mans” – der DeltaWing setzt erstes Ausrufezeichen
Unverdrossen und mit frischem Mut trat das Team DeltaWing im Oktober beim Finale der amerikanischen Le Mans-Serie – dem über 1.000 Meilen gehenden „Petit Le Mans” in Atlanta – ein zweites Mal an. Trotz eines folgenschweren Remplers durch einen Porsche im Training und einem Startplatz in der letzten Reihe des 42 Wagen starken Feldes wurde der Nissan als Fünfter des Gesamtklassements abgewunken. Phasenweise lag der DeltaWing sogar auf Platz drei, nachdem Gunnar Jeanette vier Turns infolge ohne Reifenwechsel absolviert hatte. Damit demonstrierte der Amerikaner eindrucksvoll das wahre Potential dieses einzigartigen Rennwagens.

Am gleichen Wochenende gab Nismo zwei Personalentscheidungen bekannt, die ein klares Bekenntnis zur weiter verstärkten Präsenz im weltweiten Motorsport darstellten.

Darren Cox wird zum neuen globalen Motorsportchef ernannt
Darren Cox, eine der treibenden Kräfte hinter dem DeltaWing-Projekt, wurde mit Wirkung zum 1. November 2012 zum neuen globalen Motorsportchef mit den Tätigkeitsfeldern Strategie und Marketing ernannt. In dieser neu geschaffenen Position wird er sich auch um die zahlreichen Motorsportprogramme mit Nissan/Nismo-Beteiligung kümmern – allen voran die Super GT-Serie in Japan und die V8-Supercar-Meisterschaft in Australien.

Die zweite Personalie mit Tragweite betraf Jerry Hardcastle, der künftig als Technischer Direktor der weltweiten Motorsportaktivitäten des Unternehmens verantwortlich ist. Daneben fungiert er weiterhin als Chief Marketability Officer für Nissan und bleibt auch Verbindungsglied zwischen der globalen Nissan-Luxusmarke Infiniti und dem Formel 1-Team von Red Bull Racing.

Beide Manager haben ihren Arbeitsplatz im Nissan Technical Center Europa (NTCE) im britischen Cranfield, was die Bedeutung Europas für Nismo verdeutlicht.

Mit Focus auf den Kundensport setzt Nissan auch 2013 weiter auf den GT-R Nismo GT3. Das im März 2012 erstmals eingesetzte Modell machte schon im vergangenen Jahr durch eine Reihe von Siegen auf sich aufmerksam. Ein im Nismo-Auftrag von NDDP Racing eingesetzter Werkswagen sowie verschiedene Privatfahrzeuge zeigten in der GT 300-Klasse der japanischen Super-GT-Serie, der Super Taikyu (GT3-Klasse) und – mit GT Academy Sieger 2011 Jann Mardenborough und Alex Buncombe in Brands Hatch – im britischen GT-Championat der Konkurrenz mehrmals das Heck. Mit Hilfe der gesammelten Daten und des Feedbacks der Teams und Fahrer hat Nismo für 2013 eine nachgeschärfte Version präpariert.

Nismo GT-R Nismo GT3 für 2013 in vielen Bereichen weiterentwickelt
Der GT-R Nismo GT3 wird auch weiterhin vom 3,8 Liter großen V6 Bi-turbo mit 405 kW (550 PS) und maximal 637 Nm an Drehmoment angetrieben. Dank neuer Nockenwellen-Steuerzeiten und verstärkter Innereien wurde er jedoch auf eine noch kraftvollere Leistungsentfaltung und höhere Standfestigkeit getrimmt. Des Weiteren optimierte Nissan die aerodynamische Effizienz und die Bremsbalance. Das Fahrwerk wurde ebenso an das neue Aerodynamik-Paket angepasst wie die Getriebeübersetzungen an die geänderte Motorcharakteristik.

Der Preis des nur auf Einzelbestellung gebauten GT-R Nismo GT3 beträgt (ohne Versandkosten und Steuern) £270.000 (umgerechnet knapp 338.000,– Euro). Für Besitzer eines 2012er Modells bietet Nismo ein Nachrüst-Kit an.

Quelle: Nissan

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