NISMO BESCHLEUNIGT IN EUROPA

Nismo-LogoNissan beschleunigt mit seiner durch zahlreiche Erfolge im nationalen und internationalen Rennsport bekannt gewordenen Performance-Marke Nismo (Nissan Motorsports International Co. Ltd.) nun auch in Europa.

Das als offizieller Werkstuner und Motorsportabteilung von Nissan fungierende Unternehmen startete im Februar mit einem Modell auf Basis des kompakten Crossovers Nissan Juke. Ihm folgt noch im Juni der 370 Z Nismo – ebenso wie sein kompakteres Gegenstück positiv beeinflusst vom reichen Erfahrungsschatz der Ingenieure aus fast drei Jahrzehnten Motorsport. Als drittes Modell bereits in der Entwicklung: eine Nismo-Variante des Nissan Hochleistungssportlers GT-R.

Juke Nismo
Dem radikal gestylten und kommerziell sehr erfolgreichen Nissan Juke verpasste Nismo ein noch agileres Handling, ein paar Zusatz-PS und einen aufregenden Body-Kit. Für Juke Kunden, denen ihr Fahrzeug noch nicht originell genug ist, bietet die veredelte Version dank einer starken Dosis Nismo-DNA ein verlockendes Angebot.

Der Serien Juke stellte mit seiner einzigartigen Fusion aus Sportcoupé- und SUV-Linien eine dankbare Ausgangsbasis für die Nismo Designer dar. Die Umwandlung in eine Nismo-Variante erforderte jedoch weitaus mehr als angeschraubte Spoiler und eine sportlich angehauchte Kabine. Vielmehr verfolgte jede kleine Änderung einen konkreten Zweck – und wurde inspiriert von der jahrzehntelangen Erfahrung der Marke im Motorsport.

Exterieur: Rot lackierte Außenspiegelkappen und muskulöser Body-Kit
Beispiel Body-Kit: Die tiefer gezogenen Stoßfänger, die stark modifizierten Seitenschweller, die geänderten Kühllufteinlässe am Bug und der große Heckspoiler sorgen nicht nur für ein aggressiveres Outfit, sondern reduzieren auch den Auftrieb an Vorder- und Hinterachse. Stilvolle 18-Zoll-Leichtmetallfelgen mit breiteren Reifen sorgen ihrerseits für maximalen Grip und steigern die Präsenz des Fahrzeugs auf der Straße. Rot lackierte Außenspiegelkappen und ein um die Unterseite der Karosserie gezogener roter Zierstreifen weisen das Modell zudem eindeutig als Mitglied der Nismo Familie aus.

Interieur mit einem Hauch Motorsport-Flair
Der Innenraum des Juke Nismo verströmt authentisches Motorsport-Flair. Zu den neu gestalteten Komponenten gehören die Instrumente, das Lenkrad, der Schaltknüppel, die Pedale und die Türverkleidungen. Den Leistungsanspruch des Juke Nismo unterstreichen tief ausgeformte Schalensitze mit Wildlederbezug, die zusätzlichen Seitenhalt und Komfort in Kurven bieten. Optische Highlights setzen rote Kontrastnähte und in die Lehnen eingenähte Nismo-Logos.

Unter der Haube arbeitet eine leistungsgesteigerte Version des 1,6-Liter-DIG-T-Motors von Nissan. Dank Turboaufladung und Benzindirekteinspritzung leistet er schon regulär 140 kW (190 PS). Für den Einsatz im Juke Nismo entlockten die Ingenieure dem Vierzylinder nochmals zehn Mehr-PS; auch das maximale Drehmoment nahm um zehn auf nunmehr 250 Nm zu.

Quicklebendiges Fahrwerk mit – auf Wunsch – variablem Allradantrieb
Der Juke Nismo begeistert in erster Linie durch sein quicklebendiges Fahrverhalten. Ein weiter gestrafftes Fahrwerks-Set-up und eine noch direkter ansprechende Lenkung fördern ein agiles und präzises Handling sowie eine enge Verzahnung mit dem Untergrund. Das in Verbindung mit dem optionalen Allradanrieb gelieferte Torque Vectoring System (TVS) verbessert die Traktion nochmals deutlich. Kann es die Kraft doch nicht nur zwischen Vorder- und Hinterachse, sondern zusätzlich auch zwischen den beiden hinteren Rädern variabel verteilen.

Kunden haben die Wahl zwischen einem Modell mit Frontantrieb und Sechsgangschaltgetriebe sowie der Allradvariante samt stufenlosem M-CVT-Getriebe. Letzteres bietet die Möglichkeit, sieben fest einprogrammierte und speziell auf den Juke Nismo abgestimmte Übersetzungen auch manuell anzuwählen.

Der Nissan Juke hat sich derweil längst als Erfolgsmodell entpuppt. Seit seiner Markteinführung hat Nissan europaweit über 270.000 Fahrzeuge verkauft. Wie seine zivileren Baureihen-Brüder läuft auch der Juke Nismo im nordostenglischen Nissan Werk Sunderland vom Band.

370 Z Nismo
In Wahrung der Traditionen des Hauses besticht auch der 370 Z Nismo durch mehr als nur einen Schuss zusätzlicher Leistung. Jede Modifikation des Designs, des Fahrwerks und des Antriebsstrangs zielte auf ein weiteres Plus an Fahrspaß.

Exterieur: Aggressivere Frontpartie und vergrößerter Heckspoiler
Die deutlich aggressiver gestaltete Frontpartie mit tiefer heruntergezogener Schürze samt Splitter sichert eine turbulenzfreie Um- und Unterströmung der Karosserie – was sich in Form einer weiter verbesserten Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten und in schnellen Kurven auszahlt. Durch die Streckung des vorderen Überhangs nahm die Gesamtlänge um 160 auf 4.410 Millimeter zu; die stärker ausgestellten Radkästen ließen zugleich die Breite im Vergleich zum regulären Nissan 370 Z von 1.845 auf 1.870 Millimeter anwachsen.

Am Heck erzeugen ein vergrößerter Spoiler und ein angedeuteter Diffusor noch mehr Anpressdruck. Zugleich sorgt der ebenfalls voluminösere und um angedeutete seitliche Entlüftungsschlitze erweitere Heckstoßfänger für zusätzliche Präsenz.

Von außen weisen analog zum Juke Nismo rote Zierstreifen den 370 Z eindeutig als Mitglied der neuen Nismo Familie von Nissan aus. Sie finden sich in den Rückspiegelkappen, im Ausschnitt des Heckdiffusors und in der den vorderen Kühllufteinlass teilenden Querstrebe. An der rechten Seite des Kofferraumdeckels findet sich zudem ein Nismo Schriftzug mit rot hervorgehobenem Buchstaben „O”.

Nissan bietet den ausschließlich als Coupé und mit Sechsgang-Handschaltgetriebe angebotenen 370 Z Nismo in drei Außenfarben an: New Silver, Black Pearl und Brilliant White. Kontrastierend dazu sind der untere Teil des Heckstoßfängers, die vergrößerten Türschweller, die Rückspiegelgehäuse und das obere Profil des Heckspoilers in einem Nismo-spezifischen Anthrazit-Ton abgesetzt.

Interieur: Weiter veredeltes und konsequent Fahrer-zentriertes Cockpit
Auch das Cockpit des 370 Z Nismo zeigt sich in veredelter Montur: Das Lenkrad ist mit einer Alcantara/Leder-Kombination überzogen, nach Rennsport-Manier trägt es eine rote Markierung für die Geradeausstellung („12-Uhr-Position”) der Lenkung. Die Skala des mit Nismo-Logo verzierten Drehzahlmessers reicht nun bis 9.000 Umdrehungen pro Minute und nimmt wie im Standard-370 Z die prominente Mittelposition aus.

Die elektrisch verstellbaren Stoffsportsitze des 370 Z Nismo zieren rote Kontrastnähte; in die Rückenlehnen sind zusätzlich Nismo-Schriftzüge eingenäht. Eine zwischen den Sitzen angebrachte Plakette mit Nismo-Logo und der Fahrgestellnummer zeugen von besonderer Liebe zum Detail.

Motor und Getriebe: 15 PS und fünf Nm zusätzlich
Der schon in seiner Serienausgabe extrem agile Nissan 370Z präsentiert sich im Nismo-Kleid noch dynamischer und durchzugsstärker. Der 3,7-Liter-V6-Motor schickt dank eines auf geringeren Gegendruck getrimmten Abgassystems und einer umprogrammierter Motorsteuerung nun 253 kW (344 PS) statt 241 kW (328 PS) auf die Hinterräder. Parallel dazu stieg das maximale Drehmoment von 366 auf 371 Nm. Vor allem im unteren und mittleren Drehzahlbereich packt der mit rotlackierten Zylinderkopfdeckeln glänzende Motor nun noch bissiger zu. Er beschleunigt den 370Z Nismo in nur 5,2 Sekunden von Null auf 100 km/h – gegenüber dem Serienmodell eine nochmalige Verbesserung um 0,1 Sekunden.

Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 250 km/h begrenzt. Der Verbrauch im ECE-Zyklus liegt bei 10,6 Liter/100 km (CO2: 248 Gramm pro Kilometer).

Dank eines speziellen Nismo-Auspuffsystems mit zwei im Durchmesser auf 120 Millimeter vergrößerten Endrohren atmet das komplett aus Aluminium gefertigte Triebwerk nicht nur freier aus, sondern klingt auch akustisch nochmals kerniger.

„Synchro Rev Control” passt Drehzahlsprünge automatisch an
Der Sechsgang-Handschalter des 370 Z Nismo überträgt die Kraft wohl dosiert auf die Hinterräder und garantiert Fahrspaß ohnegleichen. Zumal beim Hoch- und Herunterschalten die Drehzahl dank der elektronischen Drehzahlsynchronisation „Synchro Rev Control” automatisch angepasst wird. Und zwar flinker, als es selbst professionelle Fahrer mit der traditionellen „Hacke-Spitze-Technik” könnten.

Fahrwerk auf europäische Straßen und Fahrgewohnheiten feingetunt
Die umfangreichsten Änderungen hat Nismo neben den motorinternen Maßnahmen am Fahrwerk des 370Z vorgenommen. Das Briefing gab vor, die Europa-Ausgabe nochmals speziell auf die hiesigen Straßenverhältnisse und die Vorlieben europäischer Sportwagen-Enthusiasten abzustimmen.

Die Nismo Fahrwerkstechniker strafften daher als Erstes das Feder/Dämpfer-Set-up. Die beim 370 Z Nismo rot lackierten Federn wurden vorne um 14 Prozent steifer gewickelt, zugleich die Stoßdämpfer an der Vorder- um 23 und an der Hinterachse um 41 Prozent härter eingestellt. Zur weiteren Erhöhung der Rollsteifigkeit trägt die nochmals verstärkte und mit einem Nismo-Schriftzug versehene Strebe zwischen den vorderen Federbeindomen bei.

19 Zoll Schmiedefelgen von RAYS reduzieren ungefederte Massen
Der Nissan 370Z Nismo rollt auf geschmiedeten und dunkelgrau lackierten 19-Zoll-Leichtmetallfelgen von RAYS, durch deren fünf Speichen rot lackierte Bremssättel schimmern. Die Räder sind nicht nur optisch eine Augenweide, sondern zugleich auch superleicht. Eine Einsparung von 800 Gramm pro Rad an der Vorder- und immerhin noch 100 Gramm an der Hinterachse reduziert die ungefederten Massen vor allem im Bereich des Vorderbaus beträchtlich. Zusätzlich entlastend wirken die geschmiedeten Querlenker der Vorderachse, der im Hochvakuum-Aluminiumdruckguss gefertigte Hilfsrahmen und der hohle vordere Stabilisator. Folge: noch präzisere und spontanere Reaktionen auf Lenkradeingaben.

Bei der Wahl der Pneus zog Nissans PS-Schmiede anstelle des im regulären 370 Z aufgezogenen Bridgestone Potenza RE050 dessen Evolutionsstufe S001 vor. Bietet er doch nochmals bessere Trocken- und Nasseigenschaften, dazu niedrigere Abrollgeräusche bei zugleich optimiertem Abrollkomfort sowie weiter verringertem Rollwiderstand. Last but not least sind die Hinterreifen mit einer Aufstandsfläche von 285 Millimetern nochmals zehn Millimeter breiter als beim Serien-370 Z.

In der Summe aller Maßnahmen auf dem Fahrwerkssektor präsentiert sich der 250 km/h schnelle 370 Z Nismo als im Vergleich zum Serienmodell nochmals geschärfter Heckantriebs-Sportwagen. Denn auch das Bremssystem mit vorne 355 und hinten 350 Millimeter großen innenbelüfteten Scheiben wurde der gestiegenen Motorleistung angepasst. Es besticht durch ein optimiertes Pedalgefühl und einen weiter verkürzten Pedalweg. Die Standfestigkeit der Anlage erhöhen verstärkte Bremsleitungen und das High-Performance-Motoröl aus dem 550 PS starken Supersportwagen Nissan GT-R.

Nissan 370 Nismo

Nissan Juke Nismo

Quelle: Nissan

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