MIT VOLLGAS AUF REKORDKURS

Nissan R380-II– 40 Jahre Nissan in Deutschland
– Nissan R380-II als schnellster Sportwagen der Welt
– Rekordfahrten als ultimativer Härtetest für Fahrzeugtechnik

Sie bringen Ruhm und Ehre für die Ewigkeit, vor allem aber sind Rekordfahrten härteste Belastungsproben für Mensch und Maschine. So ist die Jagd nach neuen Bestzeiten und maximalen Geschwindigkeiten gleichzeitig auch ein endgültiger Stresstest für Qualität und Zuverlässigkeit von Motoren und Technik – ein Test, den Nissan Sportwagen seit über 45 Jahren immer wieder erfolgreich absolvieren.

Heute ist es der Nissan GT-R, der im elitären Club der Supersportwagen durch Rundenrekorde und Sprintbestwerte ständig neue Einträge in die Geschichtsbücher erzielt. Im Jahr 1965 war es der Nissan Prince R380, der als erster asiatischer Sportwagen gleich vier außergewöhnliche Geschwindigkeitsrekorde erzielte, die globales Aufsehen erregten. Immerhin hängte der Prince R380 nicht nur die Tempomesslatte höher, er beeindruckte den internationalen Zirkel der Vmax-Racer auch durch außergewöhnliche Zuverlässigkeit auf Straße und Strecke. Noch nachdrücklicher setzte sich zwei Jahre später der Nissan R380-II in Szene. Der mit fließenden Linien gezeichnete Flügeltüren-Sportwagen verbesserte gleich drei Weltrekorde seines Vorgängers und ergänzte diese um einen weiteren. Seitdem zählt der R380-II zu den wenigen Ikonen japanischen Automobilbaus, die immer wieder bei bedeutenden Motorsport-Events ausgestellt werden.

Hochgeschwindigkeitssportwagen, die nicht nur auf schnellen Straßen das Tempo vorgaben, sondern zugleich auf Rundstrecken die Klassen von Prototypen & Co. dominierten, waren stets Innovationsträger, die Publikum und Presse gleichermaßen faszinierten. Entsprechend groß war die Begeisterung bei allen motorsportaffinen Japanern, als 1965 für den Grand Prix von Japan der Nissan Prince R380 als erster asiatischer Sportwagen in der Prototypenklasse angekündigt wurde. Nachdem Skyline-GT-Produktionsmodelle in den Vorjahren bereits einige Motorsporterfolge erzielt hatten, wollte deren Chefkonstrukteur Shinichiro Sakurai beim neuen Heim-Grand-Prix mit dem R380 einen reinrassigen Rennwagen präsentieren, der zugleich straßentauglich sein sollte. Als Herausforderer der schnellsten Sportwagen der Welt zeigte sich der nur 3,39 Meter lange Flügeltürer schon durch die ausgeprägt muskulösen und geschwungenen Linien seiner Aluminiumkarosserie. Unter der Motorabdeckung des R380 arbeitete ein neu konstruierter 2,0-Liter-Sechszylinder mit wegweisender Vier-Ventil-Technik. 147 kW/200 PS Leistung bei 8.000 Touren ließen den 660 Kilogramm leichten Racer auf Rennstrecken die 300-km/h-Marke sprengen und mit Straßenbereifung immer noch über 270 km/h schnell sein.

Dann kam die Ernüchterung für das Entwicklungsteam von Nissan Prince: Der Grand Prix von Japan wurde 1965 abgesagt. Deshalb sollte der R380 nun auf der berühmten Teststrecke von Yatabe zeigen, ob er Geschwindigkeitsweltmeister war. Erfolgreich: Der Nissan Prince R380 präsentierte sich nicht nur als bis dahin schnellstes japanisches Auto aller Zeiten, er erzielte auch gleich mehrere Geschwindigkeitsweltrekorde in seiner Kategorie. So absolvierte er die Distanz von 50 Kilometern mit einem Durchschnitt von 266,37 km/h, 100 Kilometer mit einem Durchschnitt von 262,44 km/h und 200 Kilometer mit einem Durchschnitt von 261,22 km/h. Eindrucksvolle Ergebnisse, die zugleich die Robustheit und Zuverlässigkeit des R380 bewiesen. Obwohl die europäischen Sportwagenhersteller nun in Leistung und Performance aufrüsteten, konnte der Nissan Prince R380 im Jahr 1966 beim Großen Preis von Japan einen Doppelsieg erzielen.

Für Nissan nur Ansporn, es ein Jahr später mit dem neu entwickelten R380-II noch besser zu machen. Tatsächlich verbesserte der auf 162 kW/220 PS erstarkte Flügeltürer alle in Yatabe erzielten Weltrekordwerte noch einmal geringfügig, vor allem aber ergänzte er sie um einen weiteren Bestwert: Als erstes Auto seiner Klasse legte der Nissan R380-II die Distanz von 259,98 Kilometern in einer Stunde zurück. Der Club der internationalen Supersportwagenhersteller hatte in Nissan ein neues Mitglied gefunden.

Quelle: Nissan

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