LÜBECKER ABENTEUERER LANDEN BEI WÜSTEN-RALLYE WEIT VORN

Von Sebastian Prey, Lübecker Nachrichten

Rallye-SportEine Reifenpanne, ein Defekt an der Bremse, Wüstensand und schroffe Gebirge konnten das Lübecker Rallye-Team nicht stoppen.

Das Lübecker Nissan Raid Rallye-Team mit Anja Bork (40) und Andreas Wulf (47) war wieder auf Abenteuer-Tour in Nordafrika. Bei der „Rallye Tunesie Sahara Masters“ belegte das Duo nach 2500 Kilometern durch die Wüste und über Gebirgspisten einen achtbaren dritten Platz in der Profi-Kategorie. „Wir fühlten uns sicherlich nicht wie Profis“, erzählt Wulf, der bei der Lübecker Feuerwehr für die Aus- und Fortbildung zuständig ist. „Aber auch dieser Herausforderung haben wir uns gestellt.“


Das erfahrene Lübecker Duo hatte bei der zweiwöchigen Rallye so manch heikle Situation zu meistern. Bereits die erste Wertungsprüfung hatte es in sich: schwierige Navigation für den Copiloten und harte felsige Pisten über einen Gebirgszug. Nicht nur die Besatzung war schwer gefordert. Auch der Nissan musste einiges einstecken. Bei der Prüfung wurde der rechte Fahrzeugschweller stark deformiert, er machte laut Wulf auch „richtig hässliche Geräusche“. Am zweiten Tag ließen es Bork und Wulf zunächst etwas langsamer angehen, aber von einer Ruhepause konnte keine Rede sein. In einem Dünentrichter wurde der vordere rechte Reifen von der Felge gezogen, und so musste das halbe Auto aus der Düne geschaufelt werden. „Nach 45 Minuten hatten wir es dann total erschöpft geschafft“, berichtet Wulf.

Doch damit war das Pech der Lübecker noch nicht zu Ende. Besonders bitter erwischte es das Team am siebten Tag. In Führung liegend wurde das Bremspedal immer weicher. „Schon beim ersten Blick unter die Motorhaube war das Drama in Gänze sichtbar. Die Hauptbremsleitung war gebrochen“, so der 47-jährige Wulf, der fortan die restlichen 120 Kilometer der Wertungsprüfung ohne Bremse fahren musste. Noch in der Nacht wurde der Schaden repariert, und der Nissan Pickup zeigte sich fortan von seiner besten Seite. Der Lohn am Ende: Platz drei in der Profi-Kategorie. „Ein schönes Ergebnis für so eine harte Rallye“, so Wulf, der sich gemeinsam mit seiner Partnerin im März ins nächste Wüstenabenteuer stürzt und in Libyen an den Start geht. Im Mai will das Team zudem bei einer besonderen Rallye in der Nähe von Leipzig an den Start gehen. Wulf: „Da geht’s 600 Kilometer durch ein Braunkohletagewerk.“

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