LITHIUM-IONEN-AKKUMULATOREN AUS EUROPA-PRODUKTION

SPATENSTICH FÜR BRITISCHES BATTERIEWERK

Spatenstich für britisches Batteriewerk– Erste Stromspeicher aus Sunderland ab 2012
– Voraussichtliche Jahresgesamtkapazität von 60.000 Einheiten
– Ebenfalls vor Ort: Fertigung des Nissan LEAF

Nur wenige Monate nach der ersten Ankündigung hat die Allianz Renault-Nissan jetzt mit dem Bau des ersten europäischen Produktionswerks für Lithium-Ionen-Batterien begonnen. Den Grundstein für die Anlage am englischen Nissan-Standort Sunderland legte jetzt Toshiyuki Shiga, COO der Nissan Motor Co., Ltd..


Bei Gesamtinvestitionen von umgerechnet rund 240 Millionen Euro soll die rund 25.000 Quadratmeter große Anlage ab 2012 die Automobilhersteller Nissan und Renault zur Ausstattung ihrer Elektrofahrzeuge mit den fortschrittlichen Stromspeichern beliefern. Das Werk ist auf eine jährliche Produktionskapazität von 60.000 Einheiten ausgelegt. Etwa 200 neue Jobs sollen für den Betrieb der Anlage direkt bei Nissan geschaffen werden. Rund 600 weitere Stellen werden landesweit bei Zulieferbetrieben entstehen.

„Europa übernimmt eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der Allianz-Pläne zur emissionsfreien Mobilität“, betont Toshiyuki Shiga bei seiner Rede während der Grundsteinlegung. „Der heutige Tag markiert einen wichtigen Schritt auf dem Weg dorthin. Sobald die beiden Produktionsstätten in Sunderland und Portugal ihre volle Leistungsfähigkeit erreicht haben, werden sie die Einführung der Elektrofahrzeuge in Europa in beispielloser Stückzahl ermöglichen.“

Bereits zuvor hat das französisch-japanische Herstellerbündnis ein zweites neues Nissan-Batteriewerk angekündigt, das bei Cacia in Portugal errichtet wird. Zudem werden auch am französischen Renault-Standort Flins in Zukunft Lithium-Ionen-Batterien produziert.

Neben den innovativen Akkumulatoren wird am Standort Sunderland in Zukunft auch das erste Nissan-Elektrofahrzeug vom Band rollen. Der LEAF ist dabei das erste in großen Stückzahlen produzierte EV (Electric Vehicle) eines etablierten Herstellers und Vorbote einer Reihe weiterer „Stromer“, welche Nissan in den nächsten Jahren auf den Markt bringen wird. Als reines Elektrofahrzeug stellt er Null-Emissionsmobilität und niedrige Betriebskosten in Aussicht – und das zu einem wettbewerbsfähigen Einstiegspreis.

Das Werk Sunderland wird ab 2013 die Herstellung des Nissan LEAF aufnehmen. Das neue Modell rollt dann neben dem erst kürzlich vorgestellten B-Crossover JUKE (Produktionsbeginn: August 2010) auf der Fertigungslinie 2 vom Band.

Die Fabrikation des Nissan-Elektrofahrzeugs startet schon dieses Jahr zunächst im japanischen Oppama, gefolgt von Smyrna 2012 und Sunderland 2013. Bevor das Fahrzeug 2012 für die weltweite Massenvermarktung bereit steht, wird der LEAF schon Ende 2010 in Japan, den USA und ausgewählten europäischen Märkten eingeführt.

Nissan LEAF – auf einen Blick:
• Das weltweit erste erschwingliche und in Serie produzierte Null-Emissionsfahrzeug
• C-Segmentmodell mit Fließheck und fünf Sitzen
• 100-prozentiger Elektroantrieb mit 80 kW Leistung
• Schnellladung: weniger als 30 Minuten für 80 Prozent der Batterieladung
• Reichweite: 160 Kilometer bzw. 100 Meilen im US LA4-Modus
• Höchstgeschwindigkeit von mehr als 140 km/h (90 mph)
• Auf Basis einer vollkommen neu entwickelten EV-Plattform

Fakten zum Werk Sunderland:
• Gründungsjahr: 1984 – Produktionsstart: 1986
• Gesamtinvestitionen bis heute: umgerechnet rund 2,99 Milliarden Euro
• Gesamtzahl bisher produzierter Fahrzeuge: 5,6 Millionen Einheiten
• Gesamtvolumen 2009: 338.000 Einheiten
• Mitarbeiterzahl: 4.100 Angestellte
• Größter britischer Autohersteller und Exporteur
• Ein Drittel aller in England produzierter Fahrzeuge 2009 kommen aus Sunderland
• Aktuelle Produktionspalette: QASHQAI, QASHQAI+2, NOTE und Micra

Quelle: Nissan

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