KAZUTOSHI MIZUNO STEHT FÜR DIE WEITERENTWICKLUNG DES NISSAN GT-R

Kazutoshi MizunoKazutoshi Mizuno ist federführend bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Nissan GT-R, er ist nicht nur als Chef-Ingenieur tätig, sondern als wichtigster Frontmann und Cheerleader.

Das Nissan Global Media Center sprach mit dem Mann, der letzte Woche beim Japan-Debüt des überarbeiteten Supersportwagens auch als “Pate des GT-R” bezeichnet wurde. Wir fragten ihn zuerst, welchen Einfluss die Tests auf dem Nürburgring auf den überarbeiteten Nissan GT-R für den japanischen Markt haben.

Kazutoshi Mizuno: Jedes Jahr im Frühjahr und Herbst entwickeln wird das Auto in Deutschland für rund einen Monat intensiv weiter. Kein anderer Rundkurs als der Nürburgring setzt das Auto einem doppelten Leistungsdruck aus.

Wir arbeiten an spezifischen Themen wie Wärmeverteilung oder Anpressdruck mit dem Ziele, das Auto straßentauglich zu machen und alle Herausforderungen weltweit zu meistern – und nicht nur die auf dem Nürburgring, sondern auch auf kurvenreichen deutschen Bergstraßen mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Es gibt viele Autos, die für dieses Tempolimit nicht gemacht sind, aber für uns ist es sehr wichtig, dass unser Auto auch solche Bedingungen klaglos übersteht.

Eine andere Sache ist die Ausdauer. Auf dem Nürburgring testen wir das Auto über 3.000 km, was einer ungefähren Belastung von über 400.000 km zweimal im Jahr auf öffentlichen Straßen entspricht. In diesem Jahr waren unsere Themen die Qualitätverbesserung und die konsequente Weiterentwicklung. Beide Ziele haben wir durch die Tests in Deutschland erreicht.

Media Center: Wie sind die Aussichten für die GT-R-Produktion und den Vertrieb?

Mizuno: Die Vorbereitung für die Einführung des 2013er Modell im Nissan-Werk Tochigi sind im vollem Gange. Wir haben bereits Vorbestellungen für das Modelljahr 2013 und wir fragen uns jetzt schon im Werk, ob wir die Produktion erhöhen sollen.

Media Center: Was sind Ihre Pläne für die internationalen Auto-Shows?

Mizuno: Dieses Auto wird auf internationalen Autoshows in den USA und Europa ausgestellt. Gerade in diesem Jahr bieten wir eine Version mit einem modischen Interieur an, genannt “amber red”. Dies soll vor allem Frauen und etwas ältere Fahrer ansprechen, und wir werden diese spezielle Innenraum-Version auf den internationalen Automessen zeigen.

Media Center: Was sind die Vorzüge dieses GT-R-Modells gegenüber der Konkurrenz?

Mizuno: Was für Nissan als Autohersteller im Vordergrund steht ist unser Engagement für Sicherheit. Wir haben nicht nur gezeigt, dass es mit einem normalen Auto wie dem GT-R möglich ist, auf deutschen Autobahnen 300 km/h zu fahren oder dass dieses Auto eine Runde auf dem Nürburgring in 7 Minuten und 18 Sekunden bewältigt, sondern wir prüfen Bereiche, die Mitbewerber nicht bedenken.

‘Wie gestalten wir ein Auto, dass einen platten Reifen bei 300 km/h aushält, den man in der Werkstatt reparieren kann.’ ‘Wie schützen wir Fahrer und Mitfahrer bei einem Unfall mit 200 km/h?’ oder ‘Wie können wir die Fahrdynamikregelung (VDC) bei 250 km/h aktivieren?’

Wir müssen vertrauensvolle Technologien entwickeln, die andere Hersteller nicht haben. Das macht die Marke Nissan aus und das müssen wir vermarkten.

Quelle: Nissan | Übersetzung: RRBM

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