KARL PATT UND THOMAS DIETSCH MIT ERSTEM ETAPPENSIEG 2011 / TEAN STÖCKLI VERTEIDIGT DIE GESAMTFÜHRUNG / MOUNTAIN HEROES DANK SIEG VOR ERSTEN TITEL

CRAFT BIKE TRANSALP powered by NISSANKarl Platt (GER) und Thomas Dietsch (FRA) haben die siebte Etappe der CRAFT BIKE TRANSALP powered by NISSAN von San Martino di Castrozza (ITA) nach Trento (ITA) für sich entschieden. Das Team Bulls belohnte sich nach knapp 120 Kilometern und 2.598 Höhenmetern für eine fulminante Fahrt an der Spitze des Feldes mit dem ersten Etappensieg 2011 (4:00:40,6). Nur 0,6 Sekunden später folgten die in Gelb fahrenden Schweizer vom Team Stöckli, Urs Huber und Konny Looser, auf Platz zwei (4:00:41,2), die so den Vorsprung von 3:14 Minuten auf das deutsch-französische Gespann vor der morgigen letzten Etappe verteidigen konnten.

Den dritten Platz sicherte sich das Multivan Merida Biking Team mit Hannes Genze (GER) und Andreas Kugler (SUI) in 4:04:20,6 Stunden im Sprint gegen die beiden Deutschen Markus Kaufmann und Rupert Palmberger von Centurion-Vaude sowie die Italiener Massimo De Bertolis und Johann Pallhuber von Silmax Autopolar Cannondale, die damit den dritten Gesamtrang zurückeroberten.


In Sachen Klassement haben heute allerdings Urs Huber und Konny Looser einen riesigen Schritt Richtung erstem Transalp-Titel gemacht. Das in diesem Jahr neu zusammengestellte Etappen-Duo war im 20 Kilometer langen Anstieg zum Passo Cinque Croci (2.017m) als einziges Team in der Lage gewesen, die Tempoverschärfung der Transalp-erfahrenen Bulls-Paarung mitzugehen.

Mehrmals hatten Platt und Dietsch versucht, die Träger der Gelben Trikots abzuschütteln – aber ohne Erfolg. „Wir haben schnell gemerkt, dass sie uns nicht wegbringen“, sagte Urs Huber. Der 25-Jährige steht damit bei seiner ersten Transalp-Teilnahme unmittelbar vor seinem ersten Titel.

„Das ist natürlich ein super Gefühl, auch wenn ich noch ein kleines bisschen Angst vor Defekten und Problemen habe. Wenn es aber normal läuft, sollte es sich ausgehen. Ich kann also ruhig schlafen“, so der in Joni lebende Profi, der nachschob: „Der Titel wäre natürlich ein super Einstieg für uns als Duo. Da könnte man zuversichtlich in die Zukunft gehen.“

Team Bulls zieht den Hut
Zu sicher sollten sich die beiden dominierenden Mountainbiker der 14. Transalp allerdings nicht sein. Denn anders als bei langen Straßenrad-Rundfahrten gibt es bei der acht Tage dauernden Hatz über die Alpen keinen Nichtangriffspakt auf der letzten Etappe nach Riva del Garda.

Allerdings glaubt der siebenmalige Transalp-Champion Karl Platt nicht an ein Wunder. „Natürlich ist man immer erst sicher, wenn man über die Ziellinie gefahren ist. Aber die beiden (Huber und Looser) machen einen sehr guten Eindruck. Die müssten den Sieg nach Hause bringen.“

Argumente für einen Triumph der beiden Schweizer lieferte der dreifache Vater gleich nach. „Heute war es sehr schwer. Wir haben immer wieder attackiert, aber gemerkt, dass es keinen Sinn macht. Wir sind dann zusammen weiter gefahren“, so Platt, der dann den knappen Rennausgang klarstellte: „Zu sprinten wäre in der Abfahrt sowieso schwer gewesen. Aber die beiden haben uns den Ehrenplatz überlassen.“

Mountain Heroes legen Grundstein zu erstem Titel
Nachdem sie gestern ein wenig ihres Vorsprungs eingebüßt hatten, haben Martina Miessgang (AUT) und Katrin Neumann (GER) heute mit ihrem vierten Etappensieg den Grundstein zum ersten Transalp-Titel gelegt – und dass, obwohl beide Bikerinnen heute nicht gerade vom Glück verfolgt waren.

Während Miessgang über einen gebrochenen Umwerfer klagte, traf es Neumann richtig hart: „Mir ist im letzten Anstieg die Kette gerissen, und ich bin über den Lenker abgeflogen“, so die Deutsche, die sichtlich von Schürfwunden und Prellungen gezeichnet war.

Dennoch rollten die Mountain Heroes nach 5:13:09,7 Stunden als Erste über die sechs Kilometer vor Trento gelegen Zeitnahme und waren damit 2:38 Minuten schneller als ihre Rivalen von Felt Ötztal X-Bionic/Rotwild, Natascha Binder (GER) und Danièle Troesch (FRA), die heute Zweite wurden (5:15:48,2). Dritte wurden die Schweizerinnen Manuela Jenny und Susanne Tanner vom Velorado Racing Team (5:27:35,3).

Im Gesamtklassement führen die Mountain Heroes jetzt mit etwas weniger als fünf Minuten und haben gute Chancen auf den ganz großen Wurf. „Unser Ziel war es, einmal aufs Podium zu fahren und einmal das Leaderjersey zu tragen. Dass wir jetzt sogar gewinnen können, hätten wir nie gedacht“, so Miessgang abschließend.

Master-Duo von Centurion-Vaude mit zweitem Tagessieg in Folge
Wie bereits gestern haben sich Udo Bölts und Andreas Strobel auch auf der siebten Etappe bärenstark präsentiert und sich den Sieg bei den Master-Teams gesichert (4:15:43,6). Das deutsche Duo von Centurion-Vaude verwies mit mehr als fünf Minuten Vorsprung die Träger der Blauen Leaderjerseys von Factory Cube auf Platz zwei (4:20:54,5).

In der Gesamtwertung haben die beiden Österreicher Heinz Zörweg und Silvio Wieltschnig allerdings noch gut sieben Minuten Luft auf Bölts und Strobel.

Tagesdritte wurden die beiden Italiener Claudio Segata und Claudio Pellegrino von Trento Iii (4:21:56,2).

Auch Mixed von Centurion-Vaude erfolgreich
In der Mixed-Klasse haben es die beiden top-klassierten Duos ihren Pendants in der Elite-Kategorie gleichgetan. Nachdem die Leader in den Orangenen Jerseys, Pia Sundstedt (FIN) und Carsten Bresser (GER) von Craft-Rocky Mountain, den ganzen Tag über mit Milena Landtwing (SUI) und Martin Kiechle (GER) unterwegs gewesen waren, überließen sie dem Centurion-Vaude-Team am Ende den Vortritt, das nach 4:37:26,1 Stunden seinen zweiten Etappensieg feierte.

Seinen ersten Podestplatz holte das deutsche Mixed Daniela Storch und Patrick Müller vom Kröning Scott Generation Team als Dritte (4:54:35,6).

Senior Master-Leader Janes/Platzgummer eine Macht
Die beiden Italiener Silvano Janes und Walter Platzgummer von Trient-Südtirol haben bei den Senior Mastern den siebten von sieben möglichen Siegen eingefahren (4:18:46,0).

Hinter den beiden Wertungsführenden reihten sich die beiden Österreicher Erich Pross und Erwin Dietrich von Zweirad Janger Simplon (4:37:29,5)
sowie Walter Perkmann (ITA) und Georg Niggl (GER) von Craft And Friends (5:03:35,7) als Zweite und Dritte ein.

Vorschau Etappe 8: Trento (ITA) – Riva del Garda (ITA)
Die Schluss-Etappe ist eine echte Cross Country-Strecke und auf 75 Kilometern Länge fahrtechnisch sehr abwechslungsreich.

Vom Start weg geht es hinauf auf den Monte Bondone, auf dem jedes Jahr das legendäre Radrennen Charly Gaul, das einem ehemaligen Profi aus Luxemburg gewidmet ist, stattfindet. Die Mountainbiker nutzen allerdings nicht die Straße, sondern ziemlich steile Schotter- und Waldwege zur Malga Brigolina.

Es folgt eine Abfahrt ins Valle dei Laghi, dem Naherholungsgebiet der Trentiner und damit zu vielen kleinen Bergseen, die nördlich von Riva del Garda liegen.

Der Terlago-Bike-Strecke folgend geht es zum türkisgrünen Lago di Lamar bis zur Panoramastraße nach Ranzo mit herrlichem Blick über den Lago di Toblino, das Steinmeer „Marrocche“ und den Gardasee – dem Traditionsziel der CRAFT BIKE TRANSALP powered by NISSAN.

Quelle: bike-transalp.de

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