INTERVIEW MIT NISSAN CEO CARLOS GHOSN

Carlos Ghosn, Nissan CEONissan CEO Carlos Ghosn sagt, dass Lokalisierung und niedrige Kosten der Schlüssel für die Führungsposition von Nissan auf den chinesischen Mark für elektrisch betriebende Fahrzeuge sein wird.

Ghosn hielt eine Rede an der Kansai Universität inmitten von Nissan-Leaf-Besitzern und Studenten und sagte dem Global Media Center, dass das Ziel in China sei, 2 Millonen Elektrofahrzeuge bis zum Jahre 2020 zu verkaufen. Nissan wird alles dafür tun die Führungsposition zu behalten.

Global Media Center:
Die Teilnehmer des Festes reden leidenschaftlich über ihre Leafs. Wie kann Nissan diese Begeisterung einfangen und auf die nächste Fahrzeuggeneration übertragen?

CEO Carlos Ghosn:
Unsere erste Priorität ist es, die Umsätze zu steigern. Jetzt haben wir ein Auto, das technisch fit ist. Die Qualität ist gewährleistet. Wir arbeiten daran, die Kosten zu senken. Wir arbeiten daran, die Infrastruktur zu entwickeln. Die erste Priorität ist der Verkauf von immer mehr Leafs um sicherzustellen, dass Elektroautos nicht länger ein Nischenprodukt sind, sondern ein Segment des Marktes, das sehr wichtig ist und eines, dass Menschen mögen. Das ist unsere erste Priorität.

Das bedeutet nicht, dass wir nicht auch andere Auto entwickeln. Wir haben andere Autos, die kommen werden. Wir haben leichte Nutzfahrzeuge. Wir sind dabei ein Stadtauto in Zusammenarbeit mit Renault zu entwickeln. Aber ich denke nicht so sehr an die Erweiterung der Produktpalette, sondern an die attraktive Modellvielfalt der vorhandenen Autos.

Global Media Center:
Nissan hat seine Produktion der Elektrofahrzeuge in den USA und in Großbritannien zusätzlich zu der in Japan erweitert. Wie beurteilen Sie den Verlauf des bis dato seit Marktstart mit mehr als 54.000 verkauften Leafs  und welche Hürden bleiben?

CEO Carlos Ghosn:
Die Lokalisierung von der Produktion, Senkung der Kosten und Reduzierung der Kosten seit Marktstart ist sehr gut. Wir sind praktisch auf der Höhe der Zeit mit allem. Offensichtlich hatten wir einige Hindernisse und Gegenwind. Als wir zum Beispiel  mit dem Leaf in den Jahren 2006, 2007 in die Offensive gingen als der Yen gegenüber dem Dollar einen Wechselkurs von ungefähr 110 hatte. Als wir den Verkauf des Leafs starteten, stand der Dollar zum Yen ca. 80, wir hatten Mehrkosten von 25 % zu verkraften im Vergleich zu dem was wir geplant hatten. Nicht weil unsere Jungs nicht gut gearbeitet hatten, sondern weil ein wesentlicher Faktor gegen uns gespielt hat.

Aber all das vergeht. Erstens: Der Yen bewegt sich nun in die richtige Richtung. Es ist nicht zu Ende, aber es ist in Bewegung. Und zweitens: Wir lokalisieren die Produktion. So werden die Kosten sinken – offensichtlich hilft das uns eine Menge. Vergessen wir nicht, dass wir zur Zeit zwei Probleme mit dem Leaf haben. Zuerst ist es der Preis des Fahrzeugs. Zweitens ist es die Infrastruktur “Reichweitenangst” wie wir es nenen. Wo fahre ich hin, um das Auto aufzuladen, wenn ich eine lange Strecke fahren will. Das ist berechtigt. Wir kennen die Lösung. Wir arbeiten an der Umsetzung. Und ich bin mir sicher, dass nach und nach diese Hindernisse überwunden werden und der Verkauf des Autos wird schnell ansteigen.

Global Media Center:
Die Augen sind auf die globale Infrastruktur für Elektrofahrzeuge gerichtet und Sie haben gesagt, dass die Rolle Chinas in der Expansion entscheidend sein wird. Wie sind Ihre Erwartungen in die chnesische Produktion und Infrastruktur und wie wirken sie sich auf die Pläne der Allianz aus.

CEO Carlos Ghosn:
In Schwellenländern oder ich würde “wachsende Märkte” sagen, ist China sicherlich in der Führung im Hinblick auf die Unterstützung für Elektroautos. Und natürlich im Hinblick auf die Maßnahmen, die die Entwicklung von Null-Emissions-Fahrzeugen unterstützen, sind sie Spitzenreiter. Ich sehe kein anderes Schwellenland, dass es mit China aufnehmen könnte. China macht sich auch im Vergleich zu den entwickelten Märkten.

Also, ich glaube, da eröffnet sich ein sehr wichtiger Markt für Elektroautos. Wir werden den Leaf in China platzieren, aber er wird unter einer chinesischen Marke vertrieben, die im Übrigen von unserer Firma in China gemanaged wird. Und wir wollen in China die Führungsposition einnehmen. Sie können erwarten, dass die neuen Elektroautos von Nissan sehr bald eingeführt werden.

Global Media Center:
Die Produktion und der Vertrieb der Elektrofahrzeuge in China muss über eine lokale Marke entsprechend den aktuellen Vorschriften erfolgen. Wie würde die Marke Venucia und die Elektrofahrzeugmodelle, die im Jahr 2015 geplant sind, das Angebot stärken; ist da irgendeine Chance die aktuellen Produktionpläne für China zu beschleunigen?

CEO Carlos Ghosn:
Ich glaube nicht, dass wir den Plan beschleunigen könne, weil wir schon so viele Investitionen getätigt und so viele Kapazitäten gebunden haben. Was wir wirklich wollen, ist zu starten in Bezug auf Umsatz um die getätigten Investitionen zu relantevieren.

Persönlich haben ich keinen Zweifel daran – es kommt nur auf die Geschwindigkeit an, mit der wir uns bewegen werden. Natürlich werden wir von der Regierung unterstützt, weil sie daran interessiert sind zu sehen, wie sich diese Technologie entwickelt. Und wir müssen uns selbst helfen – besonders in den Bemühungen den Preis zu senken. Jedes Mal passen wir den Preis an wegen der Kostensenkung und wegen der Lokalisation. Wir sehen dann eine positive Reaktion des Marktes.

Der Preis des Autos ist nicht das einzige Problem, vor dem wir stehen. Die Infrastruktur ist eine andere. Aber was wichtig ist, dass wir eine Lösung für beides haben. Wir bewegen uns für beides in die richtige Richtung. Aber wenn du erneuern willst, musst du belastbar sein. Wenn du ein Hindernis siehst, lass dich nicht aufhalten. Im Gegenteil, es motiviert dich, weiter zu gehen um das Problem zu lösen. Und es weiter zu verfolgen.

Quelle: Nissan|Übersetzung: RRBM

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