FLORIAN STRAUSS KNAPP AM PODIUM VORBEI

Berliner Sieger der GT Academy startet in die Blacpain Endurance SerieVom Ende des Feldes aus ins dreistündige Rennen gegangen – und am Ende das ersehnte Podium doch knapp verpasst: So heißt die Bilanz des Nissan Trios Florian Strauss, Nick McMillen und Alex Buncombe nach dem Auftakt zur Blancpain Endurance Serie 2014 in Monza. Nachdem ihr GT-R NISMO GT3 mit Startnummer 80 zeitweise bis auf Platz zwei in der PRO AM-Klasse vorgekommen war, musste der Sieger der deutschen GT Academy-Wertung in der Schlussphase wegen zur Neige gehenden Benzins das Gaspedal lupfen und bis zur Zielflagge noch drei Konkurrenten passieren lassen. „Nach unserem unglücklichen Qualifying bin ich dennoch sehr glücklich über dieses Ergebnis“, sagte der Berliner nach seinem ersten Einsatz in einem 550 PS starken Nissan GT-R. „Am Anfang war ich noch etwas nervös, konzentrierte mich sehr auf die nachfolgenden Autos. Es ist nicht einfach, die Wagen der PRO-Klasse vorbeizulassen, wenn man kaum langsamer ist als sie.“

Rückblick ins Qualifying am Samstag: Ein kleines technisches Problem fesselt den Nissan GT-R mit Startnummer 80 so lange an die Box, dass Alex Buncombe nur noch eine einzige Runde für eine schnelle Zeit übrig bleibt. Hopp oder top – heißt das Motto. Doch der Ausritt eines Bentleys in der Ascari-Schikane führt zum Abbruch von „Q3“ – womit der potenziell weitaus schnellere Nissan auf Startplatz 17 hängen bleibt. Besser läuft es zu diesem Zeitpunkt noch für das zweite Auto des Teams: Position sechs durch den japanischen Monza-Debütanten Katsumasa Chiyo.

Schon gleich nach dem Start wendet sich aber dann das Glück: Als sich über 40 Fahrzeugen gleichzeitig durch die erste Schikane zwängen, kollidiert der Startfahrer im Nissan mit Nummer 35, Mark Shulzhitskiy, mit einem Audi. Obwohl die Berührung für den Russen kaum spürbar ist, wird sein Auto stark beschädigt. Folge: Erst zur Halbzeit des 3-Stunden-Rennen ist seine Boxencrew mit den Reparaturarbeiten – darunter der Austausch des Wasserkühlers – fertig. „So wurde Monza für uns nur noch zu einer Trainingsfahrt“, sagte Manuel Faisca, Sieger des europäischen GT Academy-Wettbewerbs. „Ich hatte einen schönen Zweikampf mit einem Audi, und das Auto fühlte sich auch gut an. Doch ansonsten achtete ich vor allem darauf, niemandem im Weg zu stehen“, berichtete der Portugiese.

Alex Buncombe überholt in der ersten Runde 17 Autos
Viel besser läuft es da lange Zeit für den zweiten der rot-weiß lackierten Nissan: Alex Buncombe lässt schon in der ersten Runde 17 Autos hinter sich und stürmt vom 32. auf den 15. Platz. Und macht so zugleich einen Riesensatz von Platz 17 auf vier in der PRO AM-Klasse. Nach einer Stunde übergibt der Brite an den amerikanischen Sieger der GT Academy, Nick McMillen. Der heftet sich sofort an die Fersen der Führenden und bringt den Nissan bis zum Ende seines Turns bis auf Platz zwei nach vorn. „Ich hatte anfangs eine freie Strecke und erlebte tolle Duelle mit einem Ferrari und einem Bentley. Ich habe heute viel gelernt und viel Spaß gehabt“, freute sich Nick, ehe er für die letzte Stunde an Florian Strauss übergab.

„Alle sechs Fahrer haben auf diesem extrem schnellen und anspruchsvollen Kurs eine super Leistung gebracht“, lobte GT Academy RJN-Teamchef Bob Neville. „Nun bin ich gespannt, was sie beim zweiten Lauf am 23. Mai in Silverstone abrufen werden.“

Quelle: Nissan

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