ERFOLGREICHER NISSAN AUFTRITT IN LE MANS AUF UND ABSEITS DER STRECKE

ERFOLGREICHER NISSAN AUFTRITT IN LE MANS AUF UND ABSEITS DER STRECKEBei der 90. Auflage der 24 Stunden von Le Mans hat Nissan einen nie gefährdeten Fünffach-Sieg in der LMP2-Klasse errungen. Hinter den beiden siegreichen Morgan Nissan des OAK Teams unter Leitung von Jaques Nicolet holte das offizielle Nissan Partnerteam G-Drive Racing mit den Piloten Roman Rusinov, John Martin und Mike Conway den letzten freien Platz auf dem Podium. Mit nur 1:07,075 Minuten Rückstand dahinter lief der von Startplatz zwölf gestartete Zytek-Nissan des Teams Greaves Motorsport mit Michael Krumm, Jann Mardenborough und Lucas Ordoñez ein. Weitere zwei Runden dahinter der Oreca-Nissan des Teams Pecom Racing, für das unter anderen der Deutsche Pierre Kaffer ins Steuer griff. Das von Wetterkapriolen geprägte Rennen wurde von insgesamt zwölf Safety Car-Phasen unterbrochen, die sich am Ende auf insgesamt 5:27 Stunden Dauer aufsummierten.

Krumm: „Noch nie so viele Safety Cars wie in diesem Jahr gesehen“
Der in den rot-weißen Farben von Nismo lackierte Zytek-Nissan mit Startnummer 42 lag den Großteil des Rennens an dritter Stelle der LMP2-Klasse, nur um sich am Ende mit dem undankbaren vierten Platz zufriedengeben zu müssen. „Im Motorsport braucht man manchmal auch etwas Glück“, sagte Krumm. „Das ganze Team und alle drei Fahrer arbeiteten sehr hart und machten keine Fehler. Aber Le Mans 2013 war ganz speziell. Am Samstag kam einer unserer Kollegen bei einem tragischen Unfall ums Leben, und auch danach war es ein durchgehend chaotisches Rennen. Ich habe noch nie so viele Sicherheitsfahrzeuge auf der Strecke gesehen. Fast bei allen Safety Car-Phasen haben wir Zeit verloren und diese Tatsache hat am Ende den Unterschied zwischen einem Podium- und Nichtpodium-Platz ausgemacht.“

„Meine beiden Teamkollegen waren phantastisch“, so Krumm weiter. „Jann fuhr den Start und ich riet ihm, es langsam angehen zu lassen. Es gäbe noch genügend Zeit, in den Abendstunden seinen Speed unter Beweis zu stellen. Der Junge hat mich wirklich beeindruckt. Wenn man so hart pushen kann und das Auto auf der Strecke hält, muss man sehr viel Talent haben. Auch Lucas fuhr tadellos, legte eine sehr solide, von viel Erfahrung zeugende Performance hin.“
Krumm bewertet die diesjährigen 24 Stunden von Le Mans als das vielleicht härteste Rennen seiner Karriere. „Die Neustarts im Regen und einige Beinahe-Kollisionen lassen mich diesen vierten Platz sehr schätzen.“

Ordoñez: „Die Konkurrenz in der LMP2 war diesmal so stark wie noch nie“
Vor zwei Jahren war Lucas Ordoñez in der gleichen Position wie Jan Mardenborough diesmal – er stand als GT Academy-Champion vor seinem ersten Le Mans. „Wenn Sie mich fragen, ob meine Erfahrungen aus den beiden vorherigen Le Mans-Einsätzen geholfen haben, würde ich das strikt verneinen. Dies war mit Abstand der härteste der drei Starts hier. Das ganze Rennen wechselten die Bedingungen von trocken auf nass und umgekehrt. Dazu kommt, dass die Konkurrenz in der LMP2 noch nie so stark war wie in diesem Jahr. Von Startpatz zwölf aus um einen Podiumsplatz zu kämpfen, war allein schon eine Riesenaufgabe. Während des Testtages musste ich zunächst einmal wieder Vertrauen in einen LMP2-Wagen aufbauen, da ich in dieser Saison bislang nur den GT3 Nismo GT-R gefahren bin. Ich habe stundenlang mit meinen Ingenieuren über Daten gebrütet und meine Hausaufgaben gemacht. Ich denke, das hat sich ausgezahlt.“

Mardenborough: „Ich bin enttäuscht – wir wollten unbedingt aufs Podium“
Jann Mardenborough, GT Academy Sieger 2011, war bei den diesjährigen 24 Stunden von Le Mans ein Gesprächsthema im Fahrerlager. Er fuhr den Anfang- und den Schlussturn und legte in der Nacht während eines Dreifach-Stints phantastische Zeiten in die 13,62 km lange Bahn. Mit dem Endresultat war der 21-jährige Waliser dennoch nicht zufrieden: „Um ehrlich zu sein: ich bin enttäuscht“, so Mardenborough nach der Zieldurchfahrt. „Ich wollte unbedingt diesen Podiumsplatz. Wir kämpfen so hart dafür, aber es sollte am Ende nicht sein. Der letzte Stint war riskant – ich durfte nicht zu stark attackieren, sonst hätten meine Regenreifen vorzeitig abgebaut. Trotzdem habe ich Le Mans genossen: Wenn Du auf dieser Strecke bist, alleine für Dich, mit frischen Reifen und wenig Benzin an Bord, ist es einfach unglaublich.“
Teamchef Tom Greaves bekannte: „Das war das bislang härteste Rennen, an dem das Team teilgenommen hat. Unter diesen Bedingungen Platz vier zu erreichen, ist ein großer Erfolg. Die Kombination aus Nissan Power, Zytek Chassis und Dunlop Reifen gab uns ein siegfähiges Paket. Wir sehen nun der weiteren Saison in der FIA World Endurance Serie und der europäischen Le Mans Serie mit Zuversicht entgegen.“

G-Drive Racing: Klassensieg wegen defekter Startnummern-Beleuchtung verspielt
Trotz des Podiumsplatzes war auch Roman Rusinov, russischer Fahrer des G-Drive Racing Oreca-Nissan mit Startnummer 26, nicht voll zufrieden. Grund: Nach siebeneinhalb Stunden Renndauer hatte das zu diesem Zeitpunkt in Führung liegende Auto einen unplanmäßigen Boxenstopp einlegen müssen. Team Manager Simon Dowson: „Wir verloren sechs Minuten wegen einer defekten Startnummern-Beleuchtung – genau die Distanz, die uns im Ziel gefehlt hat. Alle drei Fahrer gaben ihr Bestes, doch die anderen Nissan-Teams haben auch schnelle Piloten, wie Bertrand Baguette und Olivier Pla.“ Roman Rusinov: „Im Ziel trennte uns wegen des Defekts mit der Startnummer nur etwas mehr als eine Runde vom Siegerauto. Unser Team ist in diesem Jahr sehr konkurrenzfähig und wollte hier gewinnen – doch als wir nach einem solch dramatischen Rennen auf dem Siegerpodest standen, überwog die Erleichterung, es überhaupt geschafft zu haben.“

Darren Cox: „Wir sind glücklich über das Ergebnis, doch Simonsens Unfall relativiert alles“
Ohnehin überschattete der tödliche Unfall von Allan Simonsen die Jubiläums-Ausgabe von Le Mans. Der Däne war mit seinem Aston Martin schon nach neun Minuten Renndauer ausgangs Tertre Rouge auf einem feuchten Randstein ins Schleudern gekommen und ungebremst nach links in die Leitschienen geprallt. „Unsere ersten Gedanken gelten der Familie von Allan Simonsen – dieses Unglück relativiert alles”, sagte Darren Cox, Direktor für die weltweiten Motorsport Aktivitäten von Nissan, gleich nach der Zieldurchfahrt. „Wir sind trotzdem sehr glücklich, die ersten fünf Plätze in der LMP2-Klasse und zusätzlich vier Positionen unter den Top Ten errungen zu haben. Glückwunsch an G-Drive Racing für einen hochverdienten Podiumsplatz. Wir haben mit Jann Mardenborough erneut bewiesen, dass das Auswahl- und Trainingskonzept der GT Academy funktioniert. Doch auch abseits der Strecke hat Nissan ein erfolgreiches Wochenende erlebt: Mit der Aktion #fansfirst und der FanZone haben wir unsere Anhänger in die erste Reihe gesetzt, dazu 25 Stunden live das Geschehen auf Nismo.TV übertragen.“

Quelle: Nissan

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