ERFOLGREICHE FEUERTAUFE FÜR 
GT- ACADEMY-TEAM IN DUBAI

ERFOLGREICHE FEUERTAUFE FÜR GT- ACADEMY-TEAM IN DUBAI 2012– Vier GT Academy-Sieger fahren auf Nissan 370Z nach 24 Stunden aufs Podium
– Platz drei in der Klasse für Ordonez/Tresson/Mardenborough/Heitkotter in Dubai
– Michael Krumm im GT-R Nismo GT3 nach Kollision früh ausgeschieden

Der erste gemeinsame Einsatz von vier Siegern der GT Academy auf einem Nissan 370Z ist beim 24-Stunden-Rennen von Dubai mit einem großen Erfolg zu Ende gegangen. Mit Hilfe ihrer bereits erfahrenen Teamkollegen Lucas Ordonez (Sieger 2008) und Jordan Tresson (Sieger 2010) belegten die Jahrgangsbesten der 2011er-Auflage, Jann Mardenborough (Europa-Wertung) und Bryan Heitkotter (USA-Wertung) den dritten Platz in der SP2-Klasse. Am Ende war es der erst 20jährige Waliser Mardenborough, der den vom britischen Team RJN vorbereiteten Nissan nach 24 Stunden harten Racings ohne einen einzigen Kratzer ins Ziel brachte.

Das war ohne Zweifel das bislang schönste Wochenende meines Lebens” schwärmte Mardenborough. „Nur der Gewinn der GT Academy im vergangenen Juni fühlte sich ähnlich gut an. Momentan herrscht die pure Freude vor. Doch dies ist nur der erste Schritt, und ich hoffe, dass ich auf der Leistung von Dubai nun weiter aufbauen kann.”

„Ich freue mich unbändig über dieses Ergebnis in unserem ersten internationalen 24-Stunden-Rennen”, freute sich Heitkotter. „Wir haben in den letzten sechs Monaten sehr hart auf diesen Tag hingearbeitet. Und ich kann nun aus eigener Erfahrung sagen, dass man seine Ziele erreichen kann, wenn man sich nur klar genug auf sie fokussiert.”

Der erste Sieger der GT Academy, Lucas Ordonez, begann seine Karriere vor drei Jahren auch in Dubai – seitdem hat ihn sein Weg bereits bis auf das Siegertreppchen der LMP2-Klasse in Le Mans geführt. „Das ist ein großer Augenblick”, sagte der Spanier. „Wir haben bewiesen, dass das Konzept der GT Academy – Rennkonsole-Spieler zu echten Rennfahrern auszubilden – funktioniert. Ich bin sehr beeindruckt von den beiden Jungs, die ja erst seit einem halben Jahr Rennen fahren. Sie kamen hier her und waren auf Anhieb schnell und konstant – und machten auch keine Fehler!”

Jordan Tresson, Vierter im Bunde der glücklichen GT Academy Gewinner, pflichtete Ordonez bei: „Großes Kompliment an Jann und Bryan, die noch vor einem Jahr im Schlafzimmer auf der Spielekonsole fuhren. Es war ein verdammt hartes Rennen und schon der kleinste Ausrutscher hätte für uns das Aus bedeuten können.”

GT Academy: Nach drei Jahren schloss sich wieder in Dubai der Kreis
Bob Neville, Teamchef der RJN GT Academy-Truppe und als Stamm-Juror auch einer der Entdecker der vier Nachwuchsstars, war ebenfalls voll des Lobes: „Ein spezieller Moment auch für mich, weil zuvor noch nie vier meiner Schützlinge zusammen ein Rennen bestritten haben. Wie zuvor Lucas und Jordan kamen Jann und Bryan mit offenen Augen und Ohren hier her und sogen alles auf, was wir ihnen sagten. Es trifft sich besonders gut, dass dies alles in Dubai passierte. Denn es war genau hier vor drei Jahren, als die von Darren Cox (Nissan) und Mark Bowles (Sony) ersonnene Idee wirklich mit Leben erfüllt wurde. Dieses Rennen war und ist der härteste Test – und sie alle haben ihn mit Bravour bestanden. Ich bin stolz auf alle vier und stolz, Teil der GT Academy zu sein!”

Darren Cox, Leiter Marketing Crossover und Sportwagen, Nissan Europa, sah das Erfolgsgeheimnis nicht nur bei den Fahrern: „Sie haben alle einen perfekten Job gemacht, doch möchte ich ausdrücklich auch einmal das ganze Team hinter der GT Academy herausheben. Dies ist ein Ergebnis, das sich die ganze GT Academy-Familie an die Fahnen heften kann.”

Der GT-R Nismo GT3 war bis zum frühzeitigen Aus voll bei der Musik
Leider konnte sich das mit dem neuen GT-R Nismo GT3 angetretene JRM Team nicht annähernd so freuen wie die 370Z-Crew. Michael Krumm war als Dritter eines 70 Wagen starken Feldes ins Rennen gegangen und mischte in der Anfangsphase in einer fünfköpfigen Spitzengruppe mit. Doch schon in Runde zehn kam es zu einer folgenschweren Kollision mit einem Lamborghini, bei der die vordere linke Seite des GT-R arg in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der Deutsche musste einen längeren Boxenstopp einlegen, bei dem ein Rad sowie Teile der Lenkung und Aufhängung gewechselt wurden. Nach erfolgter Rundumreparatur ging Krumm zurück ins Rennen und legte einige schnelle Runden und Sektorbestzeiten in die Bahn.

Als nächster übernahm Alex Buncombe das Volant des GT-R. Auch der Brite fuhr zunächst brillante Zeiten, ehe ihn zwei Runden vor dem nächsten geplanten Routinestopp Vibrationen aus dem Bug des Nissan aufschreckten – und zum vorzeitigen Halt zwangen. An der Box entdeckten die Mechaniker dann den Grund des Übels: Als weiterer Folgeschaden war der Halter für den Frontsplitter und den Wasserkühler gebrochen – und dadurch leider auch Kühlwasser ausgetreten.

Als Folgeschaden der Kollision zu Rennbeginn überhitzte der Motor
Zwar konnten die Mechaniker auch diesen Schaden provisorisch beheben, doch endete die Fahrt von Frank Mailleux danach recht bald. Denn schon nach wenigen Runden notierte der Franzose steigende Motortemperaturen – Indiz für eine durchgebrannte Zylinderkopfdichtung. So kam das Aus nach nur 73 Runden.

Die Enttäuschung über den frühzeitigen Ausfall war im JRM-Lager verständlicherweise groß. Hatte doch der GT-R mit schnellen Rundenzeiten bewiesen, dass er mit den anderen GT3-Autos mithalten konnte. Teamchef James Rumsey: „Wir nehmen trotzdem das Positive aus Dubai mit zurück. Der GT-R hat sich als voll konkurrenzfähig erwiesen, ohne den Unfall hätten wir das Rennen sicher beendet. Nun freuen wir uns auf weitere Einsätze – wenn nicht unter unserer Regie, dann bereits in den Händen von Kundenteams.”

Krumm: „Der Wagen fährt sich fast wie ein Straßen-GT-R und hat viel Potenzial”
„Ich hatte ein gutes Qualifying und einen guten Start. Doch dann wurde ich schon in Runde 10 heftig von einem anderen Auto touchiert; dabei hatte ich keine Chance auszuweichen”, schilderte Michael Krumm die entscheidende Szene. „Nachdem die Lenkung neu fixiert war, konnte ich einige schnelle Runden und Sektorzeiten hinlegen. Der Wagen fühlte sich zunehmend besser an. Er fährt sich nun ähnlich wie der letztjährige GT-R GT1 – dank ABS und Traktionskontrolle fast schon wie ein Straßen-GT-R. Der GT-R Nismo GT3 hat großes Potential und ich hoffe, dass ich ihn in dieser Saison noch einmal fahren kann.”

Auch Alex Buncombe blickt nicht nur mit Groll auf Dubai zurück: „Als mir die Jungs über Funk mitteilten, dass wir das schnellste Auto auf der Strecke seien, war das ein tolles Gefühl. Obwohl ich 90 Minuten draußen war, hat mich in der Zeit kein einziger Konkurrent überholt. Der GT-R Nismo GT3 ist physisch sehr leicht zu fahren – und daher geradezu ideal für Langstreckenrennen.”

Quelle: Nissan

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: