DIE WUNDERKIEFER AUS STAHL

Die Wunderkiefer aus StahlRikuzentakata der Prävenktur Iwate in Japan verlor vor drei Jahren jeden zehnten Einwohner durch den Tsunami am 11. März 2011. Jetzt lebt ein Viertel der Bevölkerung in Notunterkünften. Fertighäuser sind der Standard.

Überall gibt es Anzeichen des Wiederaufbaus. Planierraupen glätten die Berghänge. Lastwagen sind dort gegenüber den Autos in der Überzahl. Ein Stahlförderband bewegt die Erde in die Höhe, flaches Gelände ist der Neuanfang um die Vergangenheit mit der Zukunft zu überwinden.

Mehr als 70.000 Kiefern standen einst bei Takata Matsubara, aber nur die Ippon Matsu oder die einsame “Wunderkiefer” behauptete sich in Folge der Welle. Sie überlebte nicht lange – nun wurde sie durch eine Nachbildung ersetzt. Ippon Matsu lebt als Symbol der Hoffung und der Belastbarkeit derer, die so viel beim Tsunami verloren haben, weiter.

“kibou no ippon matsu” oder der “Baum der Hoffnung” ist eine Stahlminiatur des ursprünglichen Baumes, die ein Zehntel der Höhe des Originals erreicht und von den Mitgliedsunternehmen der Gesellschaft der japanische Automobilhersteller (JAMA) gefertigt wurde.

Neun Techniker von Toyota, Nissan, Mitsubishi, Mazda und Hine skizzierten die “Wunderkiefer” vergangenen September. Seit dem haben sie das Modell durch Hämmern und Schweißen von Stahl gefertigt: 4.000 Stücke der Rinde und bis zu 1.000 Tannennadeln sowie 20 Tannenzapfen – 7 davon auf Fahrzeugschrott, der in der Nähe geborgen wurde.

Sie demonstrierten ihre Techniken Schülern einer Mittelschule bevor die Nachbildung bei einer Zeromonie der Stadt präsentiert wurde. Alle waren bei dem Gedenken an die Katastrophe berührt. Nach einem Moment der Stille stimmten die Schüler das Lied “Asu toiu hi ga” (“Wenn der Morgen kommt”) an. Das Team, dass die Nachbildung baute, präsentierte diese dem Bürgermeister von Rikuzentakata Futoshi Toba, der bei der Zeromonie in Katigiri eine Rede hielt.

JAMA Vorsitzender Akio Toyoda erklärte, dass der “Baum der Hoffnung” eine Möglichekeit war, Unterschiede zu vereinen. Die Idee entstand in seinem Unternehmen, konnte aber nur durch die Zusammenarbeit von 14 japanischen Automobilhersteller verwirklicht werden.

Das Kunstwerk ist ein Symbol der Hoffnung in Rikuzentakata, damit andere das sehen und daraus lernen wie der Aufbau in Tohoku weitergeht.

Quelle: Nissan

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: