DER NISSAN LEAF – DAS ERSTE ELEKTROAUTO VON DER STANGE

Nissan LeafFahrzeuge mit Elektroantrieb haben zumeist noch eher experimentellen Charakter: Häufig werden dafür bereits verfügbare Fahrzeugtypen und -modelle alternativ abgewandelt und mit einem differenten Antriebssystem versehen. Nissan geht hier nun einen anderen Weg: Der Nissan Leaf ist der erste Kompaktwagen, der bereits als Elektroauto konzipiert und eigens um seinen Antrieb herum gebaut worden ist. Ab Ende des Jahres 2011 wird er auch in Deutschland zu haben sein.


Er entwickelt sich, der Markt für Elektrofahrzeuge, ist jedoch noch immer nicht so stabil, dass es sich für die meisten namhaften Hersteller lohnen würde, ein Auto mit Elektroantrieb in Großserie zu produzieren. Der japanische Autohersteller Nissan hat diesen Schritt gewagt und dafür nach eigenen Angaben 5 Milliarden Dollar investiert. – Für das Unternehmen ein Schritt in die Zukunft, wenn auch verbunden mit einigem Risiko. Dabei hat man sich im Design des Fahrzeuges und der Anordnung der Bedienelemente im Innenraum bewusst zurückgehalten, damit Leaf-Fahrer bei aller Alternativität zumindest hier auf Vertrautes setzen können. Der Wagen ist mit einer Länge von 4,45 m und einer Höhe von 1,55 m vergleichbar mit einem Opel Astra und hat eine Leistung von 109 PS. Mit Rücksicht auf die Reichweite des Elektroautos, ist für den Leaf vom Hersteller eine Höchstgeschwindigkeit von 145 km/h angegeben worden.

Wie schnell man mit dem Leaf auch immer unterwegs ist: Man hört ihn nicht. – Zumindest im Innenraum des Fahrzeuges herrscht absolute Ruhe. Um die Sicherheit von Fußgängern zu gewährleisten, wurden daher Lautsprecher in den Stoßstangen untergebracht, die ein zunehmendes Surren bzw. einen Piepton beim Rückwärtsfahren hören lassen. Zwar kann man mit dem Leaf nach Herstellerangaben nur etwa 160 Kilometer weit fahren, dafür bietet Nissan seinen Elektro-Kunden ein umfangreiches Servicepaket, das unter anderem auch einen Leihwagen für den Urlaub beinhaltet. Deutsche Kunden müssen auf den Leaf allerdings noch bis Ende des Jahres warten und dann etwa 35.000 Euro für den alternativen Fahrspaß zahlen.

 

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