DE BERTOLIS UND PALLHUBER TRIUMPHIEREN AUF ZWEITER ETAPPE UND EROBERN GELBE TRIKOTS / LEADER DER ANDEREN KATEGORIEN BAUEN IHRE FÜHRUNG MIT TAGESSIEGEN AUS

CRAFT BIKE TRANSALP powered by NISSAN

Dank der entscheidenden Attacke im Anstieg zum dritten Berg des Tages haben sich die beiden Italiener Massimo de Bertolis und Johann Pallhuber den Sieg auf der zweiten Etappe der CRAFT BIKE TRANSALP 2011 powered by NISSAN gesichert. Das Team Silmax Autopolar Cannondale benötigte für die 68,74 Kilometer und 2.911 Höhenmeter von Weerberg nach Mayrhofen 3:13:11,0 Stunden und war damit etwas mehr als 45 Sekunden schneller unterwegs als die drei Verfolger-Teams, was gleichbedeutend mit der Führung im Gesamtklassement war (44 Sekunden).

Den Spurt um Platz zwei und drei entschieden die heute noch in Gelb fahrenden Team Stöckli-Pros Urs Huber und Konny Looser (beide SUI, 3:13:57,2) knapp vor dem Team Bulls 1 (3:13:57,3) mit Karl Platt (GER) und Thomas Dietsch (FRA) für sich. Multivan Merida Biking mit Hannes Genze (GER) und Andreas Kugler (SUI) verpasste als viertes Duo das Podium (3:13:57,9), liegt aber mit nur 48 Sekunden Rückstand in der Männerwertung ebenfalls noch in Schlagdistanz.


Allerdings wird es in den nächsten Tagen schwer für die drei in Lauerstellung liegenden Duos, die Italiener unter Druck zu setzen. Denn De Bertolis und Pallhuber hätten wohl noch mehr Vorsprung herausfahren können, wenn nicht der Ex-Weltmeister nach einer kurzen physischen Krise im Aufstieg zur Lafasteralm auch noch in der Abfahrt vom Geiseljoch (2.296m) technische Probleme mit dem Schaltwerk bekommen hätte.

„Da hat dann zum Glück Johann (Pallhuber) gut reagiert und Druck gemacht“, so De Bertolis, der sich zudem glücklich zeigte, anders als im Vorjahr die Magenprobleme vor der Transalp gehabt zu haben. „In diesem Jahr geht es mir körperlich gut. Ich bin sehr zufrieden, wie die ersten beiden Etappen verlaufen sind. Wir wollten eine Etappe gewinnen, jetzt schauen wir von Tag zu Tag.“

Sein Südtiroler Teamkollege Pallhuber merkte noch an, dass es „herrlich ist, einmal das Gelbe Trikot zu tragen. Damit hätte ich vor Start der Transalp nicht im Traum gerechnet.“

Bitterer Tag für Looser
Diesen Traum hatte sich gestern schon das jüngste Team im Kreise der Transalp-Favoriten erfüllt. Allerdings hatten sich Urs Huber und Konny Looser den Verlauf des zweiten Renntages anders vorgestellt. Mutig attackierten die beiden Schweizer gleich im ersten Berg und konnten sich so rund 45 Sekunden Vorsprung erarbeiten, der dann aber hinauf zum Geiseljoch genauso schnell wieder weg war.

„Ich hatte Rückenschmerzen und konnte daher nicht mehr gleichmäßig ziehen und treten“, so Looser niedergeschlagen. „Dadurch ist der Zug verloren gegangen.“ Davon profitierten die beiden Cannondale-Fahrer, die nicht nur die Lücke schließen konnten, sondern ihrerseits die entscheidende Attacke im dritten und letzten Anstieg setzten.

„Da konnte ich dann nicht mehr mitgehen. Das war dann schon eine kleine Krise“, erklärte Looser. Zum Glück funktionierte zum Schluss der Etappe die Zusammenarbeit mit Team Bulls 1 und Multivan Merida Biking, die ebenfalls aufgeschlossen hatten. „Wir haben gut harmoniert“, so Huber, der auf den Verlust der Führung angesprochen nachschob: „Wir wussten, dass es knapp ist. Das ist es jetzt aber auch. Noch ist alles offen.“

Master-Leader bauen Führung aus
Gestern hatte Silvio Wieltschnig nach dem Auftakterfolg noch schwere Beine befürchtet, heute kam es dann ganz anders. Denn im letzten von drei Anstiegen konnte sich der Österreicher mit seinem Landsmann Heinz Zörweg entscheidend von ihren Hauptkonkurrenten absetzen.

Am Ende hatte das Team Factory Cube nach 3:25:06,3 Stunden mehr als dreieinhalb Minuten Vorsprung auf Udo Bölts und Andreas Strobel von Centurion-Vaude (3:28:48,0).

Die beiden Deutschen hatten ihrerseits rund 14 Minuten Vorsprung auf die drittplatzierten Südtiroler Andreas Laner und Achim Auchentaller vom Team Moserwirt Passeier (3:42:15,1) und schoben sich damit in der Masterwertung auf Platz zwei vor.

Dort liegen Bölts/Strobel allerdings schon knapp zwölf Minuten hinter den Trägern der Blauen Trikots, was laut Heinz Zörweg die Marschrichtung der Führenden für die nächsten Tage klar vorgibt: „Es läuft momentan super. Von daher müssen wir ab morgen kontrolliert fahren, pannenfrei bleiben, dürfen nichts riskieren und sollten ein paar Kräfte sparen. Es ist noch weit bis Riva!“

Führende der Mixed-Wertung ebenfalls wieder dominierend
Insgesamt liegen vor den Teilnehmern noch rund 500 Kilometer und noch mehr als 16.000 Höhenmeter. Die können in der Mixed-Wertung Titelverteidigerin Pia Sundstedt und ihr Craft-Rocky Mountain-Partner Carsten Bresser ebenfalls schon relaxter angehen.

Die finnisch-deutsche Paarung sicherte sich heute ebenfalls den zweiten Etappensieg (3:46:29,0) und baute damit den gemeinsamen Vorsprung auf die erneut zweitplatzierten Centurion-Vaude-Biker (3:50:27,2) Milena Landtwing (SUI) und Martin Kiechle (GER) um weitere vier Minuten aus.

Ihren ersten Podestplatz sicherten sich indes Katharina Alberti und Matthias Gärtner vom deutschen Moooove Racingteam (3:59:06,9), das damit auch Rang drei in der Mixed-Kategorie übernehmen konnte.

Senior Master-Klasse mit Zieleinlauf des Vortages
Wie bereits gestern konnten sich auch heute Silvano Janes und Walter Platzgummer von Trient-Südtirol den Sieg bei den Teams mit einem Gesamtalter von über 100 Jahren deutlich sichern (3:39:14,4).

Die beiden Italiener verwiesen in Mayrhofen – wie in Weerberg zuvor – die Österreicher Erich Pross und Erwin Dietrich von Zweirad Janger Simplon (3:59:01,3) sowie Walter Perkmann (ITA) und Georg Niggl (GER) von Craft And Friends (4:00:58,5) auf die Plätze zwei und drei.

Binder/Troesch geben bei Damen den Ton an
Nachdem sie gestern noch von Krämpfen der Konkurrenz profitiert hatten, ließen Natascha Binder (GER) und Danièle Troesch (FRA) heute in den Pinken Leaderjerseys von Anfang an nichts anbrennen.

Schon im ersten Anstieg konnte sich das Team Felt Ötztal X-Bionic/Rotwild absetzen und baute den Vorsprung über die Gesamtdistanz kontinuierlich aus.

Am Ende standen 4:27:19,3 Stunden zu Buche und damit erneut der Tagessieg vor Martina Miessgang (AUT) und Katrin Neumann (GER) von den Mountain Heroes (4:30:42,2). Dritte wurden, wie bereits gestern, die beiden Schweizerinnen Manuela Jenny und Susanne Tanner vom Velorado Racing Team (4:55:01,6).

Vorschau Etappe 3: Mayrhofen (AUT) – Brixen (ITA)
Die drittlängste Etappe der diesjährigen Transalp bietet auf 94 Kilometern Länge nur einen Berg – und was für einen: das Pfitscherjoch (2.246m) ist ein Muss unter den Alpenüberquerern.

Sportlich wie landschaftlich ist die Tour vorbei am Schlegeisspeicher und der folgende Übergang über den Alpenhauptkamm nach Südtirol ein echtes Highlight.

Die restlichen mehr als 60 Kilometer ins Ziel verlaufen zunächst auf einer alten Militärstraße nach St. Jakob im Pfitsch, dann an Sterzing vorbei und durchs Eisacktal über Franszensfeste mehr oder weniger konstant bergab ins Ziel, dem Domplatz in Brixen.

Quelle: bike-transalp.de

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