DE BERTOLIS UND FELDERER SICHERN SIEG AUF ETAPPE 3 DER CRAFT BIKE TRANSALP powered by NISSAN

Team Full-Dynamix with Massimo De Bertolis (ITA) left and Mike Felderer (ITA) celebrates their victory on stage 3 of the 2010 Transalp ahead of BiXS iXS Pro Team with Lukas Buchli (SUI) left and Thomas Stoll (SUI) rightSturz der Führungsgruppe bleibt ohne Folgen

Massimo De Bertolis und Mike Felderer haben die dritte Etappe der CRAFT BIKE TRANSALP powered by NISSAN gewonnen. Das italienische Duo bewältigte die 73,64 Kilometer lange und mit 2.504 Höhenmetern gespickte Panoramastrecke von Ischgl (AUT) nach Scuol (SUI) in 3:06:00.8 Stunden. Damit war das Team Full-Dynamix 0.5 Sekunden schneller als die Schweizer Gesamtführenden, Lukas Buchli und Thomas Stoll vom BiXS iXS Pro Team (3:06:01.2), die ihre Führung im Klassement weiter ausbauen konnten. Als Dritte fuhren Konny Looser und Thomas Zahnd (Stöckli-Craft) erstmals aufs Podium, nachdem sich die beiden Schweizer im Sprint der Verfolger durchgesetzt hatten (3:08:09.2).

Die Vorentscheidung des dritten Teilabschnitts fiel – wie schon gestern – im ersten Anstieg hinauf auf den höchsten Gipfel der Transalp 2010, dem Idjoch (2.737m). Wieder griffen die Titelverteidiger von BiXS iXS an, und wieder sprengten sie damit die Favoritengruppe. „Wir haben gestern gesehen, wie alle im Anstieg gelitten haben. Und da wir wussten, dass uns der Berg liegt, mussten wir die Chance nutzen“, so Buchli.


Dass die späteren Sieger von Full-Dynamix die Tempoverschärfung von Idalpe bis Idjoch mitgehen konnten, erwies sich als wahrer Glücksfall für die Träger der Gelben Leaderjerseys. „Für uns ist das so natürlich perfekt gelaufen, da wir gut zusammenarbeiten konnten“, erklärte der 31-Jährige, der zusammen mit dem Trentiner De Bertolis später allerdings eine Schrecksekunde überstehen musste, die das Klassement richtig durcheinander hätte wirbeln können, allerdings glimpflich ausging.

Glück im Unglück für AusreißerAn der österreichisch-schweizerischen Grenze knallten Buchli, zu diesem Zeitpunkt schon mit gebrochener Speiche unterwegs, und Massimo De Bertolis mit Volldampf in ein Auto. Während der Schweizer Meister von 2008 ungeschoren davon kam („Da haben wir wirklich sehr viel Glück gehabt. Das war eine sehr heikle Situation“), flog der Marathon-Weltmeister von 2004 ab und zog sich zum Glück nur Schürfwunden zu.

Damit war es wieder De Bertolis, der vom Pech verfolgt war. Schon an den ersten beiden Tagen hatte er mit Magenproblemen und Durchfall zu kämpfen gehabt. Heute ging es dann endlich besser, so dass am Ende doch noch ein versöhnlicher Tagessieg heraussprang, der Mut auf mehr macht. So äußerte Italiens Vize-Marathonmeister Felderer: „Wenn es geht, attackieren wir die nächsten Tage noch einmal. Wir hoffen, nachdem es bislang nicht so gut lief, auf ein Top-5-Ergebnis.“

Green Valley Team 100 bezwingt Senior Master Leader
Ferdinand Ganser und Georg Niggl vom deutschen Team Craft mussten heute als Zweite (3:54:21.0) erstmals der Konkurrenz den Vortritt in Sachen Tagessieg lassen. Die Südtiroler Josef Pallhuber und Hartmann Stifter vom Green Valley Team 100 fuhren den ersten Etappenerfolg in 3:53:17.3 Stunden nach Hause. Die Schweizer Max Bertschinger und Thomas Rüegg vom Thomax Bike Team wurden Dritte (3:57:00.2).

Dritter Sieg für Team Cube
Bei den Master-Teams sind Udo Bölts und Silvio Wieltschnig weiterhin das Maß aller Dinge. Das deutsch-österreichische Duo absolvierte die dritte, mit hohem Funfaktor versehene Etappe in 3:18:55.6 Stunden.

Während das Team Cube weiterhin unangefochten im Blauen Leaderjersey fährt, machte heute das Team Garmin adidas/Bike and Soul im Kampf um das Podium Zeit gut. Der Sieger der ersten Transalp (1998), Mannie Heymans (NAM) und sein Partner Reini Woisetschläger (AUT) rollten nach 3:23:27.4 Stunden ins Ziel. Dabei profitierten sie von einem Hinterrad-Defekt des Team Scott / RS Janger um Johann Grasegger (GER) und Georg Koch (AUT), die knapp neun Minuten später ankamen (3:32:12.6).

Dank der starken Leistung gab sich Heymans dann auch optimistisch für die nächsten Tage. „Ich hoffe, die Form steigt weiter an und wir können vielleicht noch eine Etappe gewinnen. Das wäre der Hammer für uns!“

Selbe Podiumsplatzierungen bei den Mixed-Teams wie am Vortag
Die Top-3 der Mixed-Kategorie kamen, wie schon gestern, in derselben Reihenfolge ins Ziel. Ganz oben feierte einmal mehr das Craft-Rocky-Mountain-Duo Pia Sundstedt (FIN) und Daniel Gathof (GER) den Tagessieg (3:37:47.8). Zweite wurden Milena Landtwing (SUI) und Heiko Gutmann (GER) von Rothaus-Cube (3:44:03.2) vor der Schweizer credo-bikes.com-Paarung Jane Nüssli und Markus Hochstrasser (3:48:03.5).

Dritter Sieg für Norgaard-Schwestern
Kristine und Anna-Sofie Norgaard von Rothaus-Cube haben auch die dritte Etappe für sich entschieden. Die beiden Däninnen blieben in Scuol mit 3:56:35.2 Stunden noch deutlich unter der Vier-Stunden-Marke; anders ihre Verfolgerinnen. Natascha Binder und Bettina Dietzen vom Deutschen Duo Felt Ötztal X-Bionic / Cannondale Store benötigten mehr als zehn Minuten mehr als die Trägerinnen der Rosa Trikots (4:07:04.3). Katrin Neumann (GER) und Danièle Troesch (FRA) von den Mountain Heroes rundeten das Damenpodium als Dritte ab (4:11:40.5).

Vorschau Etappe 4: Scuol (SUI) – Livigno (ITA)
Bevor das Bergfest gefeiert werden kann, müssen erneut zahlreiche Höhenmeter „gefressen“ werden. Dabei geht es ab der ersten und schwersten Prüfung des Tages, dem direkten Anstieg nach dem Start hinauf zum Pass da Costainas, immer entlang der Baumgrenze bis nach Italien.

Die Naturliebhaber werden auf ihre Kosten kommen, denn fast alle Vegetationszonen werden durchfahren. Nach der Abfahrt ins Val Müstair ist vor allem der Pass Döss Radond besonders. Hier kommt man sich vor wie in einer Mondlandschaft. Nach dem dritten Pass, dem Passo Alpisella, der ebenfalls sehr speziell ist, führt der Weg vom Lago San Giacomo über einen alten Säumerweg bis nach Livigno.

Quelle:
Text: bike-transalp.de
Foto: ©CRAFT BIKE TRANSALP powered by NISSAN – Hans Mayer

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