CHRISTOPH SAUSER GEWINNT AUFTAKTETAPPE / TRANS GERMANY-TITELVERTEIDIGER UNTERSTREICHT FAVORITENROLLE

CRAFT BIKE TRANSALP powered by NISSANChristoph Sauser hat die Auftaktetappe der CRAFT BIKE TRANS GERMANY 2011 powered by NISSAN für sich entschieden. Der Titelverteidiger aus der Schweiz unterstrich auf der 68,24 Kilometer langen Strecke von Sonthofen nach Pfronten und ihren 2.557 Höhenmetern, dass der der 35-Jährige auch in diesem Jahr wieder derjenige ist, den es zu schlagen gilt. Der Specialized Factory Racer benötigte für die Allgäu-Etappe des großen Mountainbike-Etappenrennens 2:49.21,8 Stunden und verwies damit den amtierenden Weltmeister Alban Lakata (AUT) von Topeak Ergon Racing auf den zweiten Platz (2:50.16,0). Centurion-Vaude-Fahrer Markus Kaufmann wurde Dritter (2:52.08,6).

Mit Blick auf die Rückstände sorgte Sauser, der auch im Vorjahr mit dem Sieg auf der ersten Etappe den Grundstein zum Erfolg gelegt hatte, damit für eine kleine Vorentscheidung. 54,2 Sekunden sind in diesem hochklassig besetzten Feld ein durchaus komfortables Polster, auch wenn noch drei weitere Tage anstehen.


„Der Vorsprung ermöglicht mir jetzt, defensiver zu fahren. Deswegen war es auch mein Plan, gleich die erste Etappe zu gewinnen; auch wenn ich nach dem Weltcup vom vergangenen Wochenende noch nicht ganz so spritzig war“, so der Spitzenfahrer aus Sigriswil.

Die Entscheidung fiel indes erst im letzten von vier Anstiegen hinauf zum Edelsberg. Sauser attackierte in der vierköpfigen Spitzengruppe, die sich über die Berge zuvor hinweg hatte absetzen können und fuhr ein kleines Loch heraus; einzig Lakata konnte das Tempo mitgehen. „Ich bin ganz gut mitgekommen. Aber dann ist Susi (Christoph Sauser) immer on/off gefahren. Damit ist er weggekommen, denn ich wollte meinen Rhythmus fahren“, so der dreimalige Österreichische Staatsmeister.

Auf den letzten Kilometern hinab ins Ziel der Königsetappe fuhr der ausgewiesen starke Abfahrer Sauser dann mehr und mehr Sekunden auf seinen Verfolger raus, der aber die Flinte noch nicht ins Korn werfen will. „Ich hoffe, dass es noch besser wird. Morgen ist vielleicht etwas möglich. Ich werde sicher versuchen, zu attackieren“, so der 32-jährige Osttiroler angriffslustig.

Kaufmann mit starker Performance
Der Centurion-Vaude-Biker Markus Kaufmann unterstrich mit seinem dritten Platz ebenfalls seine derzeit starke Form. Nach seinem Sieg beim Tegernsee-Marathon am vergangenen Wochenende legte der aus Meckenbeuren stammende Biker im Konzert der Asse nach. Neben dem ersten Top-3-Resultat bei einer Trans Germany übernahm Kaufmann auch die Führung in der Bergwertung um das Grüne Trikot der Bayerischen Staatsforsten.

„Ich habe mir die Bergwertung genau angeschaut. Ich habe noch nie ein besonderes Trikot gehabt. Deswegen hatte ich mir vorgenommen, mir das endlich zu holen.“ Ob der 29-Jährige in den kommenden Tagen das Trikot verteidigen kann, wird sich indes zeigen. Denn: „Mein Hauptaugenmerk liegt auf der Gesamtwertung.“

Pia Sundstedt mit persönlicher Trans Germany-Wiedergutmachung
Nachdem sie im vergangenen Jahr nach einem Sturz auf der dritten Etappe (Pfronten – Sonthofen) mit dem Helikopter abtransportiert und aus dem Rennen aussteigen musste, beglich die 36-jährige Finnin mit ihrem Sieg heute eine Rechnung. Die Finnin absolvierte die knapp 70 Kilometer in 3:18.10,9 Stunden und verwies damit Milena Landtwing (SUI) von Centurion-Vaude (3:25.35,9) und die Britische Meisterin Sally Bigham von Topeak Ergon (3:26.30,0) auf die Plätze zwei und drei.

„Ich bin von Anfang an Vollgas gefahren und konnte mich so auch nach dem ersten Berg absetzen“, so die CRAFT – Rocky Mountain-Fahrerin. „Nach meiner Blutgefäß-OP im letzten Herbst ging es heute gut, auch wenn ich bei allen Abfahrten den Sturz aus dem letzten Jahr im Hinterkopf hatte.“

„Kombresser“ bester Master
Bei den Über-40-Jährigen konnte sich heute Carsten Bresser nicht nur durchsetzen, sondern auch über drei Minuten Vorsprung auf die Konkurrenten herausfahren. In seiner ersten Saison bei den Mastern überzeugte der Teamkollege Sundstedts heute in 3:07.11,5 Stunden.

„Das ist eine starke Masterklasse“, so der Olympia-Achte von Sydney, der am letzten Wochenende noch einen Triathlon in Worms absolviert hatte. „Ich habe mich erst auf den letzten 20 Kilometern absetzen können.“

In einem Zielsprint um die weiteren Plätze auf dem Treppchen kamen Arild Christophersen (NOR) vom Team United Bakteries (3:10.23,3) und Lars van der Sloot (3:10.23,7) noch vor dem Titelverteidiger Johann Grasegger vom Team Garmisch-Partenkirchen (3:10.24,4) in Pfronten an.

Machtwechsel bei den Senior Mastern
In der Klasse der ältesten Teilnehmer (50+) entthronte Werner Höpperger (AUT) vom Team der Tiroler Zugspitz Arena nach 3:23.34,8 Stunden den Senior Master-Sieger der letzten beiden Jahren.

Milan Spolc (CZE) von TBR-Bikes-JH Sachsen kam nach 3:32.18,5 Stunden schon mit deutlichem Rückstand als Dritter ins Ziel, nachdem sich noch der Norweger Olav Tronnes den zweiten Platz gesichert hatte (3:27.14,2).

Vorschau Etappe 2: Pfronten – Lermoos
Nach den vielen Höhenmetern von heute gleicht die zweite Etappe einem Déjà-vu-Erlebnis. Wieder warten vier deftige Anstiege und insgesamt 2.298 Höhenmeter verteilt auf 78,17 Kilometer auf das Teilnehmer-Feld.

Quelle: bike-transgermany.de

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