BONSAIFLITZER UND SUPERSPORTWAGEN

Nissan DC-3– 40 Jahre Nissan in Deutschland
– Erster asiatischer Sportwagen
– Nissan begründet schon 1951 die bis heute währende Sportwagentradition

Sportwagen sind das Salz in der Suppe des Automobilbaus. Nippons scharfe Schwerter wurden zuerst bei Nissan geschmiedet. Als Roadster, Racer und Sportcoupé eroberten sie ab 1951 in rasantem Tempo Straßen und Strecken auf allen Kontinenten. Die Sportler brachten nicht nur Emotionen ins pragmatische Nissan-Programm, sie wurden auch weltweite Markenbotschafter. So sind es immer wieder Nissan Fahrzeuge, die Meilensteine in der Hall of Fame der erfolgreichsten Sportwagen aller Zeiten setzen. Mal mit der legendären Z-Reihe als meistverkauftem Sportcoupé der Welt, mal mit neuen Fabelzeiten auf der Nürburgring-Nordschleife durch den GT-R.

In seiner jüngsten Ausbaustufe katapultieren den Nissan GT-R nicht weniger als 404 kW/550 PS in 2,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und schließlich zu einer Höchstgeschwindigkeit von 315 km/h. Ganze 15 kW/21 PS genügten dagegen dem Urvater aller asiatischen Sportwagen, dem Nissan DC-3, um vor über 60 Jahren zum ersten internationalen Sportwagen-Straßenrennen in Japan zugelassen zu werden. Der kleine 860-ccm-Vierzylinder beschleunigte den Roadster über ein Dreigang-Getriebe auf gerade einmal 80 km/h. Dennoch verlor der flinke Flitzer die bis zu zehnmal stärkere Konkurrenz aus Amerika und Europa bei dem Sportwagen-Grand-Prix nie aus den Augen. Vor allem aber triumphierte der DC-3 in den Herzen der begeisterten Zuschauer, und erstmals berichtete die internationale Presse über Nissan und den Vorreiter aller Nippon-Sportler. Kein Wunder, dass die limitierte Auflage des Bonsai-Racers rasch in Sammlergaragen verschwand.

Auch die folgenden Sportstars von Nissan, die zwischen 1959 und 1962 produzierten Bluebird-Cabriolets mit innovativer GFK-Karosserie, waren so begehrt, dass Lieferzeiten unvermeidbar waren. Das elegante Cabrio SP 212 wurde als erster japanischer Sportwagen mit Linkslenkung vorgestellt, um gegen die in den USA überaus populären europäischen Roadster anzutreten. Dies mit einem Namen, der in der Sportwagenszene zur Legende wurde. Zum Amerika-Debüt taufte Nissan-Chef Kawamata den Zweisitzer auf den Namen Fairlady, nachdem er am Broadway das Musical „My Fair Lady” gesehen hatte. Zum weltweiten Erfolg, auch in Europa, entwickelte sich dann der Roadster Nissan Fairlady 1500/1600, der 1962 zeitgleich mit dem Debüt mehrerer englischer Roadster präsentiert wurde.

Allerdings war dieser Absatzerfolg nicht mehr als eine milde Brise im Vergleich zu dem Orkan, der schon 1969 mit der nächsten Fairlady losbrach. Der 240Z Fairlady, Japans erster echter Großserien-Sportwagen, war auf Initiative des Motorsportenthusiasten und Nissan-USA-Chefs Yutaka Katayama entstanden. Katayama suchte eine erschwingliche Alternative zu den etablierten europäischen und amerikanischen Sportwagen-Ikonen. Begehrenswert machten den 240Z ein kraftvoller Sechszylinder, die fast endlos lange Motorhaube und ein knackig kurzes Fastback, das Ganze zu erschwinglichen Preisen. Der Verkaufsstart des Sportcoupés wurde ein rauschendes Fest für Nissan. 1.600 Einheiten wollte die Marketingabteilung vom 240Z der ersten Generation verkaufen – über eine Viertelmillion Einheiten wurden es, Weltrekord im gehobenen Sportwagensegment. Als der 240Z im Jahr 1973 nach Deutschland eingeführt wurde, brachte er Nissan sofort in die Schlagzeilen, nicht zuletzt dank diverser Motorsporterfolge.

Als im Herbst 1978 mit dem 280ZX eine vollkommen neu entwickelte Generation des japanischen Leistungsträgers enthüllt wurde, hatte die Z-Reihe erneut Geschichte geschrieben: Mit insgesamt 531.601 Einheiten der ersten Serien (240Z und 260Z) waren die Fairlady-Coupés zum meistgebauten Sportwagen der Welt avanciert. An die Spitze des japanischen Starterfeldes setzte sich wenig später der 280ZX TT, den ein 147 kW/200 PS starkes Turbotriebwerk auf über 230 km/h beschleunigte. Noch schneller war ab 1985 der 300ZX Turbo, der fast 250 km/h schnelle Leistungsträger der dritten Z-Generation.

In einer abermals höheren Liga spielte von 1989 bis 1999 die vierte Z-Reihe, beispielsweise mit dem 208 kW/283 PS leistenden 300ZX Twin Turbo. Mit dem 350Z erlebte das legendäre Z-Konzept im Jahr 2003 seine Wiedergeburt. Übertreffen konnten diese scharf gezeichneten Fahrmaschinen nur die Nachfolger, die aktuellen Sportcoupés und Roadster mit dem Typenzeichen 370Z.

Daneben verkörpert der GT-R seit 2009 Nissans ultimative Begeisterung für das Automobil. Vom Design bis zu den technischen Glanzstücken unter der Haut komplett in Japan entwickelt, besitzt der Rekordbrecher auf Rundstrecken alle Anlagen zum Kultauto einer neuen Generation.

Quelle: Nissan

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