AUTO IM ALLTAG: NISSAN JUKE

Nissan Juke 1.5 dCi ShiroAutor: Günther Koch, auto.de

Mit dem Juke ist Nissan im Umfeld von Mini Countryman, Skoda Yeti oder Toyota Urban Cruiser unterwegs. Wir haben das fünftürige Crossover-Schrägheckmodell der Japaner jetzt als einzigen Turbodiesel mit Frontantrieb und Shiro-Paket Probe gefahren.

Außen & Innen
Seit rund zwei Jahren ist die ungewöhnliche Mischung aus Kompakt-SUV und -Sportcoupé mit der höher gelegten Karosserie bei uns auf dem Markt. Sie kommt auf gut 4,1 Metern Länge solide verarbeitet und für ihre Klasse standesgemäß anmutend daher. Vorn ist genug Platz vorhanden. Im Fond des für fünf Personen ausgelegten Wagens geht es enger zu. Ins Gepäckabteil hinter der kleinen, dazu unpraktisch geformten Öffnung mit der hohen Ladekante passen bloß 251 bis dachhoch bei geteilt umklappbaren Rücksitzlehnen 830 Liter hinein. Die Sicht nach hinten ist eingeschränkt. An die Bedienung muss man sich gewöhnen. Schade, dass das Lenkrad nur höhenverstellbar ist.

Motor & Umwelt
Bei dem getesteten Vierzylinder handelt es sich um einen etwas lauter auf sich aufmerksam machenden 1,5-Liter mit 81/110 kW/PS und kraftvolleren 240 Newtonmetern Drehmoment schon früh ab deutlich unter 2.000 Touren. Der rußgefilterte Selbstzünder macht diesen Nissan in der Spitze bis zu 175 Stundenkilometer schnell. Ein ordentlich abgestuftes Sechsgang-Schaltgetriebe überträgt die Kraft auf die Vorderräder. Die in Verbindung damit zumindest im Datenblatt angegebenen rund fünf Liter Mixverbrauch haben wir nicht erreicht.

Dynamik & Sicherheit
Der Turbodiesel schiebt den leer in diesem Fall über 1.300 Kilo schweren Wagen insgesamt recht flott voran. Das Fahrwerk macht einen sicher-sportlichen, nicht ganz so komfortablen Eindruck. Die elektrische Servolenkung könnte direktere Rückmeldung von der Straße geben. Die Bremsen sorgen für standfeste Verzögerung. Unter anderem Stabilitätsprogramm, Seiten-, Kopfairbags sowie Kindersitz-Halterungen tragen zum Standard-Insassenschutz bei.

Serie & Extras
Vier Ausstattungen gibt es. Shiro ist die höchste davon. Schon im Basispaket sind etwa Bordcomputer, Klimaanlage und CD-Padio enthalten. Zur Stufe zwei gehören Klimaautomatik, Tempomat samt Begrenzer, Lederlenkrad, Dynamikkontrolle, Nebelscheinwerfer sowie 17-Zoll-Räder mit 215er-Reifen, zur Stufe drei Regensensor sowie das Connectsystem mit Navigation, CD/MP3-Radio, USB-Schnittstelle, Freisprecheinrichtung und Rückfahrkamera in Farbe. Im Shiro sind die Sitzpolster aus Leder Serie, nur die Speziallackierung kostet extra.

Preis & Leistung
Anschaffung, hier ab doch rund 23.500 Euro, und Unterhalt sind nicht ganz billig. Dafür fährt ein alles in allem spritzig-unkonventionelles Spaßmobil vor. Sonst sind ab über 15.500 bis fast 27.000 Euro noch zwei Benziner mit 86/117 und 140/190 kW/PS, darunter ein aufgeladener Direkteinspritzer, zu haben. Den für Spätsommer vorgesehenen Hochleistungs-Juke-R mit 357/485 kW/PS liefert Nissan in streng limitierter Kleinserie aus – ab 450 000 rund Euro.

Datenblatt: Nissan Juke 1.5 dCi Shiro
Motor Vierzylinder-Turbodiesel
Hubraum 1,5 Liter
Leistung 81/110 kW/PS
Maximales Drehmoment 240/1750 Newtonmeter/Umdrehungen pro Minute
Beschleunigung 11,2 Sekunden von 0 auf Tempo 100
Höchstgeschwindigkeit 175 Stundenkilometer
Umwelt Testverbrauch 6,2 Liter pro 100 Kilometer, 129 Gramm Kohlendioxid-Ausstoß pro Kilometer bei angegebenen 4,9 Litern Mixverbrauch
Preis 23.440 Euro

Quelle:  auto.de/Günther Koch/KoCom

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