AUSTRALASIAN SAFARI: WECHSEL AN DER SPITZE, NISSAN UND MITSUBISHI DOMINIEREN

marathonrally.com

Australasian Safari 2010Der Dienstag war ausnahmsweise mal ein verhältnismässig kurzer Tag. Aus der nördlich gelegenen Goldgräber-Stadt Leonora ging es heute wieder wieder Richtung Süden, vorbei an der drittgrössten Stadt West-Australiens “Kalgoorlie” (30.000 Einwohner) in die kleinere Ortschaft “Coolgardie”, die zur besten Goldgräberzeit mal die grösste Stadt der Region war. Heute ist sie mit einem kleinen Dorf vergleichbar, nur einige pompöse Häuser (Rathaus, Bahnhof, Saloon, Hotel) im Südstaaten-Stadtstil erinnern zwischen den restlichen Wellblech- und Bretterbuden noch an die glorreiche Zeit.

Eigentlich sollten heute (als Teil 2 der Marathon-Stage) zwei Stages mit zusammen 565 Kilometern gefahren werden, doch es kam anders. Nach einem schweren Unfall des australischen Motorradfahrers Ivan Erceg (bisher Platz 6 der Gesamtwertung) wurde der Hubschrauber abberufen, um Erceg ins Krankenhaus nach Kalgoorlie zu fliegen. Da der Helikopter nicht mehr rechtzeitig zurückkam, wurde die zweite Etappe gecancelled, da man nicht in die Dunkelheit kommen wollte.


Die Strecke selbst war wie in den Vortagen extrem schnell und sehr staubig – allerdings mit technisch anspruchsvollen Offroadpassagen wie ausgewaschenen Flussbetten und Steinfeldern durchwachsen. Der Tag begann “Wild-West” wüstenähnlich, durch eine von hunderten kleinen und grossen Goldminen zerklüftete Buschlandschaft mit dutzenden künstlichen Bergen, Reste des teilweise aktiven aber zumeist inaktiven Gold-Abbaus. Wer genau auf den Boden schaut findet hier und dort auch ein wenig Gold – aber statt teurer Nuggets nur leichte Fasern von Goldstaub, eingeschlossen in bombenharte Quartz-Steine. Wir hämmerten mal ein wenig – und wurden prompt fündig.

Australasian Safari 2010Bei den Pkw gab es erneut einen Wechsel an der Spitze. Das Vater-Sohn Duo Des und Richard Harrington legte mit ihrem Nissan Patrol mit Chevy-V8 eine neue Bestzeit vor (12:43:30) und setzte sich vor den gestrigen Tagessiegern Denham/Denham im Mitsubishi L200 (12:48:09) an die Spitze. V8-Series Star Craig Lowndes wurde mit 12:52:17 auf Platz 3 verdrängt, knapp gefolgt von Bruce Garland im Dakar Isuzu D-Max (12:56:40).

Nach den ersten Tagen nehmen die Ausfälle zu, einige Marken scheinen sich hingegen zu etablieren. Der USA-Hummer von Rod Hall, der in diesem Jahr von zwei Australiern pilotiert wird, fiel bereits in der ersten Etappe aus, fährt nun aber ausserhalb der Wertung weiter mit. Der einzige Suzuki im Feld musste heute ebenfalls aufgeben.

Mit Ausnahme des Holden Colorado (Isuzu D-Max mit V8-Motor) und dem nagelneuen Isuzu D-Max Diesel von Bruce Garland sind tatsächlich nur noch Fahrzeuge der Marken Mitsubishi und Nissan im Rennen – und das, obwohl einige von ihnen mit umgebauten Chevy-V8 Motoren unterwegs sind. Toyota´s traten nicht an, somit ist ein Vergleich nicht möglich. Doch das ist letzlich nur ein Beweis für die “wahren” Offroader.

Bei den Motorrädern gab es heute ebenfalls einen Führungswechsel. Der Australier Ben Grabham übernahm mit seiner KTM die Führung vor Jacob Smith (Honda) und Rod Faggotter (Yamaha).

Am Mittwoch geht es von Coolgardie weiter Richtung Süden in den Ort Norseman, dort verbleibt der Rallytross zwei Tage – für die zweite Marathon-Stage. Die Landschaft wird sich – so sagt der Veranstalter – komplett ändern, aus der “Goldwüste” wird wieder fruchtbares Küstenland mit Wasserpassagen und vielen Felsen. Es bleibt also spannend…

Quelle: marathonrally.com

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