AUSTRALASIAN: KEINE WECHSEL IN DEN TOP3 – ABER WILDE FIGHTS DAHINTER

marathonrally.com

Australasian Safari 2010Der Donnerstag auf der Australasian Safari wurde wieder einmal lang, deshalb an dieser Stelle nur eine schnelle Zusammenfassung des Tages. Rund um den kleinen Ort Norseman wurde ein Rundkurs von insgesamt 411 Kilometern Länge ausgefahren. Die Strecke war ein Mix aus Eukalyptuswäldern, hartem Geröll und brutal festen Salzseen – die auch prompt einigen Teilnehmern zum Verhängnis wurden. Das Wetter spielte prima mit: Zwischen 26 und 28 Grad und Sonne pur – den ganzen Tag.

An der Spitze lieferten sich erneut V8-Series Star Lowndes (V8 Holden Colorado/Isuzu D-Max), das Nissan Duo Darren Green und Wayne Smith sowie Isuzu-Pilot Bruce Garland enge Sekundenkämpfe um die Plätze 1-3. Doch ein “alter Gegner” war zurück auf der Strecke: Der V8-Mitsubishi Pajero (ausgestattet mit 6-Liter Chevrolet V8-Motor, mittig versetzt, sequentielles Getriebe) des “Coconut Teams”. Auch wenn es bei der Mitsubishi-Crew eigentlich um nichts mehr geht, spielten sie ganz vorne mit und ärgerten vor allem Lowndes und Weel im feuerroten Holden.


“Es war ein echt tougher Tag” berichtete Lowndes am Abend. “Wir hatten ziemlich viele verdammt enge Kurven, die nur im ersten Gang gefahren werden konnten. Wir liefen auf die Motorräder auf und wurden durch deren Staub ausgebremst. Dabei übersahen wir einen der zahlreichen Baumstümpfe und zerstörten die vordere rechte Aufhängung. Doch unsere Crew konnte das am Servicepoint reparieren, somit waren wir wieder im Rennen.”

Probleme auch bei Dakar-Pilot Bruce Garland im Isuzu D-Max Diesel: Mitten im Wald streikte der Allradantrieb, nach einer schnellen Reparatur ging es dann ohne Allrad weiter.

Die zweitplatzierten der Gesamtwertung Green/Smith (Nissan Patrol) machten Bekanntschaft mit einem tief hängenden Ast. “Wir waren zuweit links von der Strecke, übersahen den Baum – nun haben wir ein etwas tiefer gelegtes Dach” lachte Pilot Darren Green.

Gleich doppeltes Pech bei den Chinesen. Beide Teams (!) übersahen ebenfalls Baumstümpfe, allerdings an unterschiedlichen Stellen. Den einen China-Mitsubishi “Chang Feng” (Lizenzbau) hebelte es aus, die Crew crashte seitlich gegen einen grossen Baum, der “Chang Feng” war krumm wie eine Banane. Man wurde ins Camp geschleppt, werkelte die ganze Nacht – und konnte schliesslich Freitag früh wieder starten.

Der zweite “Chang Feng” Pajero blieb beim Baum-Stumpf-Kontakt zwar ohne grösseren Schaden, doch der Fahrer knackste sich dabei eine Rippe an. “Aber wir machen weiter, sind ja nur noch zwei Tage” meinte der Fahrer am Abend. Chinesen sind eben hart im Nehmen.

Am Freitag startet die vorletzte Etappe der Australasian Safari in Norsemen, dabei geht es in zwei grossen Stages über 400 Kilometer in Wertung in den Süden, genauer gesagt die 13.000-Einwohner Stadt “Esperance”, Nr.1 Touristen-Ort in Western Australia. Esperance ist bekannt für sein glasklares Meerwasser und “die weissesten Strände der Welt”. Weitere Attraktionen: Wild lebende Delfine, Wale und Haie.

Esperance ist schliesslich auch der Zielort der Rally. Am Samstag wartet das grosse Finale – mit einer Strandetappe entlang der Küste und durch die weissen Dünen der Region. Noch ist alles offen – die Führenden Teams liegen nur wenige Minuten auseinander…

Quelle: marathonally.com

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