ALLE VIER GT-R UNTER DEN TOP TEN

MOTORSPORT - FIA GT1 WORLD CHAMPIONSHIP 2011 - SACHSENRING (GER) - 13 TO 15/05/2011 - PHOTO : JEAN MICHEL LE MEUR / DPPI -– Bernoldi/Hughes als beste Nissan Crew auf Rang vier
– Luhr/Krumm (Platz 9) büßen beim Boxenstopp wertvolle Zeit ein
– Starke Mannschaftsleistung auf einem für den GT-R nicht idealen Kurs

Auf einer Strecke, die aufgrund vieler langsamer und enger Kurven dem GT-R nicht gerade auf den Leib geschneidert ist, hat Nissan am Sonntag eine starke Mannschaftsleistung abgeliefert. Vor 45.000 Zuschauern rund um den Sachsenring landeten alle vier GT-R im Finalrennen unter den Top Ten. Mit den Plätzen vier, sechs, sieben und neun sammelten die Teams Sumo Power und JR Motorsport wertvolle Punkte im Kampf um die WM-Titel bei den Fahrern und Teams.


Vor einer Woche hatte Nissan in Portimao an der Algarve noch fünf der insgesamt sechs möglichen Podiumsplätze erobern können – diesmal reichte es auf einem völlig anderen Kurs als Maximum zu zwei vierten Plätzen durch die brasilianisch/britische Paarung Enrique Bernoldi/Warren Hughes. Lucas Luhr und Michael Krumm – in Portugal noch Sieger im Hauptrennen – mussten sich mit den Rängen elf und neun sowie insgesamt zwei WM-Zählern bescheiden.

Lucas Luhr: „Es war schon vorher klar, dass es auf dem Sachsenring für Nissan hart werden würde. Nicht nur wegen der 45 Kilogramm Zusatzgewicht, die unserem GT-R als ‚Belohnung‘ für den Sieg in Portugal aufgebürdet worden waren. Sondern auch wegen der Strecke, die dem Auto als Folge des relativ hohen Schwerpunkts nicht sonderlich zusagt.”

Am Samstag gingen Luhr/Krumm von Startplatz neun aus ins Qualifying-Rennen – und waren auch auf einem guten Weg nach vorn. „Wir konnten den Extra-Ballast so geschickt verteilen, dass die Balance unseres Autos nicht zu sehr beeinträchtigt wurde. Doch dann hatten wir nach dem Boxenstopp ein Problem mit dem zweiten Reifensatz – der Druck in den Pneus war zu niedrig. So verloren wir Platz und Platz und purzelten am Ende sogar noch aus den Top Ten.”

Im „Championship Race” am Sonntag ging es dann für die deutsche Paarung im GT-R des Teams JR Motorsport erneut zügig nach vorn. Luhr: „Wir arbeiteten uns bis auf Platz sechs vor, verloren dann aber wertvolle Sekunden durch einen zu langsamen Boxenstopp.” Folge: Nur Platz neun, nachdem Krumm kurz vor dem Ziel noch den Ford GT mit Startnummer 40 hatte passieren lassen müssen.

So war es an Warren Hughes, der den anderweitig verpflichteten Ricardo Zonta im zweiten Auto des Teams Sumo Power vertrat, mit Platz vier die beste Nissan-Platzierung herauszufahren. „Bedenkt man, wie wenig das Layout der Strecke unseren Autos zusagt, war es unter den gegebenen Umständen das bestmögliche Ergebnis.” Partner Enrique Bernoldi: „Ich musste mich mit Händen und Füßen gegen einen Aston Martin wehren, doch dann bekam er Probleme, was mir wieder etwas mehr Luft zum Atem einbrachte. Der Nissan ist ein wirklich ‚großes‘ Auto, und der Sachsenring besser geeignet für Fahrzeuge mit niedrigerem Schwerpunkt. Doch auf den geraden Stücken holten wir dank der überlegenen Höchstgeschwindigkeit des GT-R immer wieder auf. Außerdem scheinen wir die zu Beginn der Saison noch aufgetretenen Zuverlässigkeitsprobleme jetzt endgültig überwunden zu haben.”

Hinter Bernoldi/Hughes landeten die weiteren GT-R auf den Plätzen fünf (David Brabham/Jamie Campbell-Walter), sieben (Peter Dumbreck/Richard Westbrook) und wie erwähnt neun (Lucas Luhr/Michael Krumm).

Beim fünften Lauf der FIA GT1-WM in 14 Tagen rechnet sich Nissan auf dem schnellen und sehr flüssig zu fahrenden Kurs von Silverstone wieder Chancen auf Podiumplätze aus. Luhr: „Bis dahin dürfen wir das Zusatzgewicht wieder herausnehmen. Und es bleibt genügend Zeit, um Boxenstopps zu üben!”

FIA GT-1-WM, Meisterschaftsstand nach vier Läufen:

Teams/Punkte

  1. Hexis-AMR F Aston Martin 107
  2. All-Inkl.com Münnich Motorsport D Lamborghini 90
  3. Young Driver AMR D Aston Martin 87
  4. 4. JR Motorsport GB Nissan 85
  5. 5. Sumo Power GT GB Nissan 55

Fahrer

  1. Piccini/Hohenadel I/D Aston Martin 61
  2. Winkelhock/Basseng D/D Lamborghini 57
  3. Mücke/Turner D/GB Aston Martin 56
  4. Piccione/Dusseldorp MC/NL Aston Martin 42
  5. Dumbreck/Westbrook GB/G Nissan 39
  6. Krumm/Luhr D/D Nissan 39
  7. Schwager/Pastorelli D/I Lamborghini 32
  8. Campbell-Walter/Brabham GB/AUS Nissan 31
  9. ….

    14. Enrique Bernoldi BR Nissan 24

    15. Warren Hughes GB Nissan 15

    16. Ricardo Zonta BR Nissan 9

Quelle: Nissan

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