ALBAN LAKATA GEWINNT DRITTE ETAPPE / CHRISTOPH SAUSER WACKELT ABER VERTEIDIGT FÜHRUNG / PIA SUNDSTEDT ERNEUT VORNE

CRAFT BIKE TRANSALP powered by NISSANAlban Lakata (AUT) hat die dritte Etappe der CRAFT BIKE TRANS GERMANY 2011 powered by NISSAN für sich entschieden und damit auch im dritten Jahr in Folge eine Tageswertung gewinnen können. Der amtierende Weltmeister setzte sich auf den 83,40 Kilometern und 1.881 Höhenmetern von Lermoos (AUT) nach Garmisch-Partenkirchen (GER) äußerst knapp gegen den Träger des Gelben Trikots, Christoph Sauser (SUI), durch. Beim vorgezogenen Ende der Zeitmessung auf der Partnachalm hatte der Topeak Ergon Racing-Fahrer nach 2:44:36.3 Stunden gerade einmal sechs Zehntel Vorsprung auf seinen Kontrahenten von Specialized Factory Racing (2:44:36.9).

Tim Böhme vom Team Bulls setzte sich im Sprint der Verfolger durch und rundete nach 2:47:24.1 Stunden das Podium als Dritter ab. Der Führende der Bergwertung, Markus Kaufmann von Centurion-Vaude, verteidigte als Tagesvierter (2:47:25.0) seinen dritten Platz im Gesamtklassement.


Zwischenzeitlich hatte es allerdings so ausgesehen, als ob Sauser Probleme bekommen würde, seine Führung in der Gesamtwertung zu verteidigen. Denn im Aufstieg zur Ehrwalder Alm und weiter im Übergang zum Gaistal, dem höchsten Punkt des diesjährigen Etappenrennens, attackierte Alban Lakata den Spitzenreiter.

Mit Erfolg; denn der Titelverteidiger musste abreißen lassen. „Ich habe zeitweise die Kontrolle verloren. Ich konnte am Ende des Anstieges nicht mehr mitgehen“, erinnerte sich Sauser. „Im Flachen hatte er (Alban Lakata) dann immer knapp 15, 20 Sekunden Vorsprung. Und da er extrem stark in der Ebene ist, habe ich meinen Sieg schon dahinschwinden sehen.“

Doch ein kleinerer Anstieg nach der Gaistalalm brachte den Olympia-Dritten von 2000 wieder ran. „An diesem Kicker konnte ich wieder aufschließen. Heute habe ich wirklich beißen müssen.“

Während der Schweizer aus Sigriswil nach seiner Aufholjagd nun alle Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung hat, freute sich Lakata, trotz der am Ende erfolglosen Attacke, über seine Rennleistung.

„Ich habe probiert wegzukommen. Aber als ich dann im Flachen extrem viel Gegenwind hatte, habe ich Kraft gespart und bin voll auf den Tagessieg gegangen. Das ist immer ein Ziel“, so der Österreichische Meister der vergangenen drei Jahre, der mit Blick auf den Schlusstag, trotz eines Rückstandes von rund 1:20 Minuten, anfügte: „Neues Spiel, neues Glück.“

Sundstedt legt Grundstein zu erstem Trans Germany-Titel
Mit ihrem dritten Tagessieg in Serie hat die finnische Top-Fahrerin von CRAFT – Rocky Mountain eindrucksvoll ihren Anspruch auf den Damen-Titel untermauert. Auch heute verwies die 36-Jährige ihre Konkurrentinnen mit einer Zeit von 3:06:24.3 Stunden deutlich in deren Schranken.

Die Britische Meisterin Sally Bigham von Topeak Ergon Racing, die heute drei Minuten später eintraf (3:09:23.9), hat mittlerweile schon mehr als 15 Minuten Rückstand auf die Trägerin des Pinken Trikots. Milena Landtwing (SUI, 3:10:22.6) von Centurion-Vaude rundete das Podium der besten Fahrerinnen als Dritte ab.

Grainauer Lokalmatador entscheidet Etappe bei den Mastern
Bei den Mastern hat sich der Trans Germany-Sieger der letzten beiden Jahre seinen ersten Etappensieg gesichert. Johann Grasegger vom Team Garmisch-Partenkirchen rollte als Sieger der Über-40-Jährigen nach 2:53:21.0 Stunden mit 0.5 Sekunden Vorsprung auf den Träger des Blauen Trikots, Carsten Bresser von CRAFT – Rocky Mountain (2:53:21.5), über die Ziellinie.

Dementsprechend zufrieden zeigte sich der 45-Jährige im Ziel: „Einen Sieg zu Hause hat man natürlich im Kopf. Ich habe im ersten Anstieg gemerkt, dass es heute gut läuft und dann Alles gegeben.“ Allerdings schränkte Grasegger ein, dass die Messe in Sachen Titelverteidigung wohl gelesen ist: „Carsten (Bresser) ist einfach den Tick stärker und hat es auch verdient.“

Spannung bei den Senior Mastern steigt
Mit seinem zweiten Etappensieg in Folge erhöhte der Titelverteidiger Milan Spolc den Druck auf den momentan Führenden der Senior Master-Klasse Werner Höpperger. Während der Tscheche von TBR-Bikes-JH Sachsen nach 3:06:47.9 Stunden ins Ziel kam, schrumpfte der Vorsprung des heute drittplatzierten Österreichers vom Team der Tiroler Zugspitz Arena (3:10:34.2) auf seinen schärfsten Verfolger um weitere 3:46 Minuten.

Allerdings geht der Tiroler Seniorenmeister optimistisch und mit 2:52 Minuten Vorsprung in die morgige finale Etappe nach Maurach/Achensee: „Ich habe heute den ersten Berg unterschätzt. Aber ich bin mir sicher, dass ich den Sieg nach Hause fahren kann“.

Tageszweiter wurde heute Ferdinand Ganser von CRAFT – Rocky Mountain (3:09:41.2).

Vorschau Etappe 4: Garmisch-Partenkirchen – Maurach/Achensee
Zum Abschluss der 5. CRAFT BIKE TRANS GERMANY powered by NISSAN geht es, anders als an den Tagen zuvor, gemütlicher zu. Zwar ist die finale Etappe mit fast 100 Kilometern die längste. Doch 1.630 Höhenmeter fühlen sich deutlich humaner an als die Steigungen an den Tagen zuvor.

Zumal ab Höhe Wallgau rund 40 Kilometer neutralisiert gefahren werden. Dadurch geht das erste Teilstück sowie das zweite ab Kaiserwacht in die Gesamtwertung ein, wobei der letzte Streckenabschnitt alleine über den Tagessieg entscheidet.

Quelle: bike-transgermany.de

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