DAKAR 2010: PROTO-NISSAN RAUS

Ein wenig deprimierte Stimmung herrscht derzeit beim französischen Rennstall Dessoude: Der ehemalige FIA-Weltmeister Christian Lavieille, sein Beifahrer Jean-Paul Forthomme und der Nissan Proto (basierend auf dem Ex-Nissan-Werksauto 2004) sind aus dem Rennen.

Hintergrund sind Probleme mit dem FT3-Sicherheitstank. Bei der Durchsicht wurde erneut ein Leck am Tank des Nissan gefunden – ein solches Leck war bereits 2009 der Auslöser, das der zweite existierende Nissan Proto in Flammen aufging. “Ein Leck an einem FIA-Tank ist ein besonderes Problem” meint Teamchef André Dessoude. “Nach dem abgebrannten Proto im vergangenen Jahr, bei dem den Piloten zum Glück nichts passierte, wollen wir kein weiteres Risiko eingehen. Da wir den grundsätzlichen Fehler nicht so schnell finden, nehmen wir das Auto aus dem Rennen.”


Überhaupt war es kein Wochenende nach André Dessoude´s Geschmack. Fred Chavigny und Jean Brucy im Pathfinder blieben im feinen Fesh-Fesh stecken, kamen aber selbst wieder heraus – immerhin hat man immer noch Chancen auf einen Sieg in der T2-Klasse. Jean-Pierre Strugo und Yves Ferry im zweiten Pathfinder rammten einen Stein, verloren viel Zeit kamen aber weiter.

Am heftigsten erwischte es den chinesischen “Great Wall” von Yong Zhou und Sylvain Doucet. “Erst zerstörten wir uns nach einem Jump die Frontscheibe – der absolute Horror bei dem Fesh-Fesh” berichtet Navigator Doucet. “Dann erwischten wir einen Stein und rissen uns das Vorderrad ab. Wir versuchten es im Dunkeln weiter, gaben dann aber auf und warteten auf den T4-Servicetruck. Am Ende mussten wir eine Nacht draussen bleiben – das muss ich nicht unbedingt nochmal haben.”

Unter´m Strich ist André Dessoude aber zufrieden: “Wir haben noch beide Pathfinder und den Great Wall im Rennen, auch wenn es uns sehr viel Arbeit und den Ruhetag gekostet hat. Noch besser aber, Fredéric Chavigny hat nachwievor noch eine Chance auf eine gute Platzierung bei den T2.”

Quelle: marathonrally.com

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