9. UND LETZTER LAUF ZUR JAPANISCHEN SUPER-GT-MEISTERSCHAFT

NISSAN RETTET RANG DREI

Beim letzten Rennen in Motegi: Der Nissan GT-R von Motoyama/Treluyer– Motoyama/Treluyer gleitet der Titel im Finale noch aus den Händen
– Ein Reifenplatzer in der 18. Runde zerstörte früh alle Chancen
– Bester Nissan GT-R landet in Motegi auf Platz sieben

Die erfolgreiche Titelverteidigung für Nissan in der japanischen Super GT-Meisterschaft ist am Sonntag auf dem Kurs von Motegi gescheitert: Die Chancen des mit fünf Punkten Vorsprung auf die neuen Meister Wakisaka/Lotterer ins Finale gegangenen Satoshi Motoyama lösten sich schon in der Anfangsphase des Rennens in Luft auf: Nach einem Reifenplatzer musste sein Teamkollege Benoit Treluyer die Box ansteuern, um einen zerfetzten Kotflügel reparieren zu lassen. Durch den Zwangshalt fiel die Nissan GT-R-Topcrew aussichtslos zurück und kam trotz zwei Saisonsiegen und zwei zweiten Plätzen nur auf Platz drei der Endwertung. Von den neun Saisonläufen gewannen GT-R-Teams vier, gegenüber nur drei von Lexus und zwei von Honda.


Für das Finale, das mit 250 Kilometern 50 Kilometer kürzer war als üblich, durften alle GT500-Renner noch einmal ohne die während des Jahres aufgebürdeten Handikap-Gewichte fahren. Für den aus der fünften Startposition gestarteten Nissan GT-R von Motoyama/Treluyer war die Strategie klar. Nur mit einem Sieg oder einem zweiten Platz würde das NISMO-Werksteam die Meisterschaft aus eigener Kraft erneut für Nissan sichern. Ergo machte sich Startfahrer Treluyer daran, sofort den vor ihn fahrenden Lexus von Richard Lyons zu attackieren. In Runde vier packte er ihn zwar, doch zwangen ihn nachlassende Reifen kurz darauf bereits wieder zu einer langsameren Gangart. Bis zum geplanten Boxenstopp nach 18 Runden gab sich der Franzose abwartend – doch platzte ihm trotz schonender Fahrweise eine Runde zuvor der vordere linke Reifen. Der sich auflösende Gummi riss den gesamten Kotflügel weg, ein Reparaturstopp war unvermeidlich. Nach Abschluss der Arbeiten ging Motoyama zurück auf die Strecke – kam aber mit fünf Runden Rückstand über den letzten Platz nicht mehr hinaus.

Den vom zehnten Startplatz ins Rennen gegangenen GT-R von Tsugio Matsuda/Sébastien Philippe fuhr der Japaner an. Doch schon in der ersten Runde zwang ihn der Honda von Yuji Ide in einen Dreher. Nach Rückfall auf den letzten Platz machte sich Matsuda auf die Aufholjagd. Bis zur 21. Runde hatte er sich schon wieder auf den achten Platz vorgekämpft, zum Zeitpunkt seines Boxenstopps in Runde 30 lag er sogar schon auf P4. Danach fuhr sein Partner konstant auf Rang acht, bis in Runde 35 das Safety Car wegen einer Ölspur hinauskam. Nach Wiederfreigabe des Rennens spülten die Probleme eines Konkurrenten das an diesem Tag beste GT-R-Team dann ohne eigenes Zutun noch einen Rang nach vorn.

Noch schneller als Matsuda ließ der Brasilianer Joao Paulo de Oliveira im GT-R des Kondo-Teams die bescheidene Qualifying-Leistung (Platz 12) vergessen. Bis zur 23. Runde stürmte er auf Rang drei nach vorn. Der Plan des Teams, mit einem Reifensatz das ganze Rennen durchzufahren, führte zwar zu einem kürzeren Boxenstopp. Doch in der Schlussphase musste Seiji Ara den immer stärker abbauenden Reifen Tribut zollen – Rückfall von Platz sieben auf elf.

Im Hasemi-GT-R bestritt Hironobu Yasuda erstmals in dieser Saison den Start. Doch auch bei ihm bauten die Reifen zu schnell ab. Als Folge konnte sich im zweiten Rennabschnitt auch Ronnie Quintarelli nicht wie gewohnt in Szene setzen – so blieb Platz zwölf das Maximum.

Trotz des für Nissan enttäuschenden Ausgangs der Saison kündigte der als Koordinator für alle in der Super-GT-Serie tätigen GT-R-Teams tätige Kunihiko Kakimotor ein erneutes Engagement des Unternehmens an: „Der GT-R mit Startnummer Eins kam als Führender nach Motegi – leider reichte es am Ende nur zum dritten Platz in der Fahrer- und Teamwertung. Mit Blick auf die Saison 2010 können Sie versichert sein, dass Nissan mit unverändert starkem Siegeswillen zurückkommen wird.“

ERGEBNIS

250 km Twin Ring Motegi
Distanz: 53 Runden à 4,801 km = 254,469 km
Wetter: trocken, bewölkt, 18 Grad Luft, 23 Grad Strecke.
Zuschauer: 35.000

1. Firman/Izawa Honda NSX – 1:43.30,913 Std. BS
2. Wakisaka/Lotterer Lexus SC430 – 8,829 Sek. zur. BS
3. Kaneishi/Tsukakoshi Honda NSX – 9,019 Sek. zur BS
4. Ito/Wirdheim Lexus SC430 – 10,440 Sek. zur. BS
5. Couto/Hirate Lexus SC430 – 12,653 Sek. zur. DL
6. Duval/Nakayama Honda NSX – 13,417 Sek. zur. DL
7. Matsuda/Philippe Nissan GT-R – 19,213 Sek. zur. BS
8. Ide/Hosokawa Honda NSX – 25,402 Sek. zur. BS
9. Ishiura/Oshima Lexus SC 430 – 26,900 Sek. zur. BS
10. Michigami/Kogure Honda NSX – 27,811 Sek. zur. BS
11. de Oliveira/Ara Nissan GT-R – 38,254 Sek. zur. YH
12. Quintarelli/Yasuda Nissan GT-R – 42,655 Sek. zur. MI
13. Tachikawa/Lyons Lexus SC 430 – 1.28,331 Min. zur. BS
14.Motoyama/Treluyer Nissan GT-R – 5 Runden zurück BS

Reifen: YH = Yokohama, BS = Bridgestone, DL = Dunlop, MI = Michelin

Endstand der japanischen Super-GT-Meisterschaft:

Fahrer

1. Wakisaka/Lotterer Lexus SC430 – 88 Punkte
2. 2Firman/Izawa Honda NSX – 7 Punkte
3. Satoshi Motoyama Nissan GT-R – 10 Punkte
4. Benoit Treluyer Nissan GT-R – 15 Punkte
5. Kaneishi/Tsukakoshi Honda NSX – 37 Punkte
6. Michigami/Kogure Honda NSX – 38 Punkte
7. Quintarelli/Yasuda Nissan GT-R – 39 Punkte
8. de Oliveira/Ara Nissan GT-R – 40 Punkte
9. Ishiura/Oshima Lexus SC 430 – 44 Punkte
10. Tachigawa/Lyons Lexus SC430 – 47 Punkte
11. Matsuda/Philippe Nissan GT-R – 52 Punkte

Teams

1. Lexus Team Petronas TOM’S 112 Punkte
2. Autabacs Racing Team Aguri – 10 Punkte
3. NISMO – 11 Punkte< 4. Team Yoshiki & Dome Project - 37 Punkte 5. Keihin Real Racing - 40 Punkte 6. Hasemi Motor Sport - 41 Punkte 7. Kondo Racing - 43 Punkte 8. Lexus Team Kraft - 44 Punkte 9. Lexus Team Zent Cerumo - 49 Punkte 10. Team Impul - 57 Punkte Quelle: Nissan

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